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Ergotherapie bei Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrung

ein Machbarkeitsprojekt an einer Regelschule

Schweizer Schüler mit und ohne Fluchterfahrung

Auf einen Blick

Beschreibung

Hintergrund
Laut Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2016 weltweit 65.6 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg oder Verfolgung. 50% davon waren Kinder. In der Schweiz leben momentan rund 18‘000 Kinder und Jugendliche im Asylverfahren oder als vorläufig Aufgenommene (Ausweise N, F, B und C) im schulpflichtigen Alter. Ein Schulbesuch ist für alle Kinder im schulpflichtigen Alter obligatorisch. Folgen von Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen sowie das Eingewöhnen an eine neue Kultur können Kinder in ihrer Partizipation im Schulalltag, und in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken. Die Literatur empfiehlt Ergotherapie bei Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrung, um die Partizipation und den Besuch in der Regelschule zu unterstützen.
Ziel
Die Ziele dieses Projektes sind, die Tendenz der Wirksamkeit von Ergotherapie bei Kindern mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrungen in Bezug auf ihre Partizipation und die Machbarkeit der Umsetzung des Projektes zu überprüfen.
Methodisches Vorgehen
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind mindestens 12 Kinder mit Kriegs- und/oder Fluchterfahrung im Schulalter. Wir planen die Partizipation und Lebensqualität dieser Kinder vor und nach der ergotherapeutischen Intervention mit folgenden standardisierten Assessment zu erfassen: mit dem Evaluation of Social Interaction, dem School Assessment of Motor and Process Skills und dem Kidscreen 52. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten zusätzlich zum gängigen Unterricht neun Einheiten Ergotherapie in der Gruppe. Dabei liegt der Fokus der Ergotherapie auf die Steigerung der Qualität der Ausführung von nicht-akademischen Handlungen, der Qualität der sozialen Interaktion, der Partizipation im Kontext Schule und der Lebensqualität der Kinder mit Kriegs- und Fluchterfahrung.
Zusätzlich planen wir die Machbarkeit der Umsetzung des Projekts anhand qualitativer Daten zu erheben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die verschieden Stakeholder (Pädagogen, Ergotherapeuten, Eltern oder Betreuer, Lehrende) die wir über ihre Erfahrungen in der Umsetzung des Projektes befragen werden. Die qualitativen Daten aus den Befragungen werden wir analysieren und zusammenfassen.

Mit diesem Projekt wollen wir die Machbarkeit und den Nutzen der Ergotherapie bei Kindern mit Kriegs- und Fluchterfahrung im Kontext der Schule evaluieren. Das langfristige Ziel ist, die Partizipation und Lebensqualität von Kinder- mit Kriegs und/oder Fluchterfahrungen zu erhöhen und langjährige und kostenaufwändige Folgeschäden vorzubeugen.