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Creating Futures

"Ich finde, die Heime sollten unsere Empfehlungen beachten und einige davon umsetzen." Young Expert Exchange, Budapest, Juli 2017

Auf einen Blick

Beschreibung

Einer beträchtlichen Anzahl junger Menschen mit Heimerfahrung gelingt es nicht, eine nachhaltige Zukunft für sich aufzubauen. Die Forschung zeigt u.a. geringeren schulischen Erfolg und ein häufigeres Vorkommen von Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Delinquenz und selbstschädigendem Verhalten verglichen mit der Allgemeinbevölkerung.


Mehrere Kinder- und Jugendheime aus der Schweiz und Ungarn orten hier Innovationsbedarf. Mit  „Creating Futures“ haben sie  das Ziel, konkrete Innovationen zu erproben, dank derer sie künftig die Selbstbefähigung der jungen Menschen noch effektiver fördern können als heute.

Heime können junge Menschen nicht „zu etwas machen“. Es sind die jungen Menschen selbst, welche sich in ihrer Person entwickeln und ihre Lebenssituation gestalten.  Es ist deshalb von grundlegender Bedeutung, dass sie bereits während ihrer Zeit im Heim ihr Leben in die eigenen Hände nehmen, eigene Vorstellungen einer möglichen Zukunft entwickeln und diese aktiv und nachhaltig umsetzen können. Je grösser ihre Fähigkeit zur Selbstbefähigung, desto besser die Chancen, dass ihnen der Aufbau einer nachhaltigen Zukunft gelingt. Entsprechend ist ihre aktive Mitwirkung als „Young Experts“ in „Creating Futures“ unabdingbar.

Wir haben mit den Heimen in einem Vorprojekt eine Community of Practice aufgebaut und gemeinsam das Projekt  entworfen. Wir haben erste Meinungen von jungen Menschen und Mitarbeitenden eingeholt und in einem „Young Expert Exchange“ Teile der partizipativen Methodik mit jungen Menschen erprobt. Fachleute aus 18 weiteren Mitgliederländern des Fachnetzwerkes FICE International haben Inhalt und Methodik des Projektes als innovativ und relevant beurteilt.

„Creating Futures“ sieht vor, dass die drei wichtigsten Akteursgruppen der beteiligten Heime aus der Schweiz und Ungarn – junge Menschen, Leitungspersonen und Mitarbeitende – aktiv an allen Aktivitäten sowohl inhaltlich als mitgestaltend mitwirken. In einem Hin-und-Her zwischen Community-of-Practice-Treffen, Fokusgruppendiskussionen, „Young Expert Exchanges“ und von den Heimen selbstgestalteten Aktivitäten öffnen sie den Blick über Bisheriges hinaus. Gemeinsam analysieren sie in jedem Heim sowohl gute Praxis als auch Entwicklungsbedarf und entwickeln und erproben konkrete Innovationen, welche eine noch effektivere Förderung der Selbstbefähigung der jungen Menschen ermöglichen. Diese können verschiedenste Aspekte der Organisation betreffen, wie z.B. Veränderungen in der Raum- oder Prozessgestaltung, neue Interaktionsformen im Alltag, Veränderungen in der Organisation oder Weiterbildung der Mitarbeitenden und anderes mehr. Die Zusammenarbeits- und Entwicklungsprozesse, die erprobten Innovationen und daraus entstandene Erkenntnisse und Empfehlungen werden in einem Rahmenmodell dargestellt und Heimen  sowie nationalen und internationalen Fachgemeinschaften zur Kenntnis gebracht.

Es ist zu erwarten, dass sowohl die erprobten Innovationen als auch die erworbenen Wissensbestände und Fähigkeiten aus dem Entwicklungsprozess die Kapazität und Leistung der Heime zugunsten der Förderung der Selbstbefähigung der jungen Menschen stärken werden.

Die jungen Menschen selbst haben durch die Innovationen, aber auch durch ihre Mitwirkung im Projekt erweiterte Möglichkeiten und Fähigkeiten zu gewinnen, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen, eigene Vorstellungen von der Zukunft zu entwickeln und diese aktiv und nachhaltig zu verwirklichen.

Die Fachgemeinschaft gewinnt mit dem Projekt erweiterte Erkenntnisse dazu, wie Kinder- und Jugendheime durch Involvierung ihrer drei wichtigsten drei Akteursgruppen – junge Menschen, Mitarbeitende und Leitungspersonen – Innovationen entwickeln können.

Weiterführende Informationen

Publikationen