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Indo-Swiss Translation and Interpreting Professionalization (ISTIP)

Auf einen Blick

  • Projektleiter/in: Prof. Dr. Michaela Albl-Mikasa
  • Projektteam: Barbara Brändli, Vaishali Karmakar, Prof. Dr. Sunanda Mahajan, Prof. Dr. Nalini Thampi , Amber Louise Williamson
  • Projektvolumen: CHF 34'300
  • Projektstatus: laufend
  • Drittmittelgeber: Bund (Swiss Federal Government Bilateral Research Collaboration with South Asia 2017–2020 ), SNF (Scientific Exchange Grant)
  • Projektpartner: Pune University, Pondicherry University
  • Kontaktperson: Michaela Albl-Mikasa

Beschreibung

Indien und der Schweiz ist die weithin praktizierte und offiziell anerkannte Mehrsprachigkeit gemein. Englisch (als Zweitsprache) spielt dabei in Indien eine viel grössere Rolle als Dolmetschen und Übersetzen. In der Schweiz breitet sich das Englische als internationale Lingua franca (ELF) trotz einer langen Tradition der professionellen Sprachmittlung immer weiter aus. In Indien wird der Bedarf an hochqualifizierten Dolmetschern und Übersetzern bisher erst in professionellen Kreisen (an-)erkannt, während er sonst oft verkannt wird. Deshalb fehlen auch Ausbildungsmöglichkeiten an den indischen Hochschulen, wo hauptsächlich literarisches Übersetzen gelehrt wird.
Das ISTIP Bridging Grant-Projekt setzt zunächst beim Dialogdolmetschen an und zielt auf einen Austausch an Expertise zwischen der ZHAW und indischen Partnern an den Universitäten Pondicherry und Pune ab. Auf der Grundlage auf der langen Erfahrung der ZHAW in der Übersetzer- und Dolmetscherausbildung im Rahmen ihrer akkreditieren BA- und MA-Programme sowie ihrer Weiterbildungsprogramme zielt eine erste Initiative zur Curriculumsentwicklung und Lehrendenausbildung  auf die Erweiterung des Angebots an den Partneruniversitäten ab. Im Gegenzug werden die indischen Partner ihre tiefgreifenden Erfahrungen mit dem Englischen als Hauptverkehrssprache, mit ELF-Kommunikation in einem mehrsprachigen Umfeld sowie mit EMI bzw. Englisch als Unterrichtsmedium einbringen. Die Partner sind insofern ideal, als sie die Hauptvertreter in Indien der beiden wichtigsten Sprachen in der Schweiz sind. Pune hat aufgrund einer starken Präsenz deutschsprachiger Firmen die anerkannteste deutsche Abteilung und Pondicherry aufgrund der französischen Kolonialzeit die stärkste Französischabteilung indischer Universitäten.
In Anbetracht des Potentials einer Professionalisierung des Dolmetschens und Übersetzens in Indien und der Möglichkeit für indische Sprachstudenten Kleinstunternehmen in diesem Bereich aufzubauen einerseits sowie eines möglichen Zuwachs an interkulturellen Kompetenzen für Schweizer Studierende im Globalisierungszeitalter und des erwartbaren Erkenntnisgewinns bezüglich der Auswirkungen von ELF auf die Mehrsprachigkeit in der internationalen Kommunikation andererseits wird das Projekt auch Möglichkeiten ausloten, an die Bridging-Grant-Phase ein gemeinsames Forschungsprojekt anzuschliessen.

Weiterführende Informationen