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Voluntary Stopping of Eating and Drinking (VSED) in Switzerland from different points of view

Erfahrungen, Einstellungen und Haltungen bezüglich Sterbefasten aus Sicht der Gesundheitsfachpersonen

Auf einen Blick

Beschreibung

Hintergrund

Die heutige Gesellschaft ist sehr darauf bedacht, ein ausgefülltes und selbstbestimmtes Leben zu führen und setzt sich zunehmend mit den Kriterien eines «guten Todes» auseinander. Der Sterbeprozess soll möglichst zu Hause, schmerzfrei und in guter geistiger Verfassung am Ende eines langen erfüllten Lebens einsetzen (Chabot & Goedhart, 2009; Gomes & Higginson, 2008; Smith, 2000; Steffen-Bürgi, 2009). Ist das Lebensende, trotz qualitative hochwertiger Palliative Care oder aufgrund anderer Ursachen, durch unerträgliche Leidenszustände geprägt, kann der Wunsch entstehen, das Leben vorzeitig beenden zu wollen (Ganzini et al., 2003; SAMW, 2014). In der Schweiz sterben jährlich über 700 Personen (etwa 1% aller Todesfälle/Jahr) durch ärztlich assistierten Suizid (Junker, 2016). Zeitgleich rückt der «Freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit» (FVNF), als Option das Leben vorzeitig zu beenden, zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit (Müller, 2017; Niedermann, 2017). Neben dem ausgesprochenen FVNF wurden bereits weitere Formen, darunter der implizite oder unausgesprochene Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (F)VNF, identifiziert (Fehn & Fringer, 2017). Beim impliziten (F)VNF kann oder möchte die betroffene Person die Entscheidung des vorzeitigen Sterbens nicht kommunizieren. Bislang liegen noch keine empirischen Daten über die Häufigkeit und Prävalenz des expliziten FVNF oder impliziten (F)VNF in der Schweiz vor.


Ziel

Die Ziele dieser Studie sind es die Häufigkeiten und die Prävalenz des expliziten FVNF und impliziten (F)VNF in der Schweiz zu erfassen. Zudem ist von Interesse, welche Erfahrungen, Einstellungen und Haltungen Gesundheitsfachpersonen mit den Phänomenen FVNF und (F)VNF gemacht haben. Anhand dieser Erkenntnisse, soll eine Handlungsanweisung für Gesundheitsfachpersonen entwickelt werden.


Methoden

Das methodische Vorgehen beginnt mit der Entwicklung eines Fragebogens, der die Grundlage einer schweizweiten Querschnittsbefragung von Gesundheitsfachpersonen darstellt. Daraus ableitend wird eine Handlungsanweisung für Gesundheitsfachpersonen entwickelt.

Erwarteter Nutzen

Durch die Querschnittsbefragung werden erstmals die Häufigkeiten und Prävalenzen des FVNF und (F)VNF in der Schweiz erhoben. Diese Erkenntnisse helfen Gesundheitsfachpersonen und Institutionen das Phänomen in seiner Breite zu erfassen und kann eine argumentative Grundlage für Schulungen und Weiterbildungen liefern. Durch die Handlungsempfehlung bekommen Gesundheitsfachpersonen das generierte Wissen kompakt aufbereitet und kann als Grundlage zukünftigen Handelns dienlich sein.

Weiterführende Informationen

Publikationen