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Biographische Auseinandersetzungen mit dem Ursprungsland und Migrationsgeschichten bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen der 2. Generation (ehemalige Jugoslawien und Türkei)

Auf einen Blick

Beschreibung

Die Eltern von vielen Schweizer Jugendlichen mit Migrationshintergrund stammen aus Gebieten in denen es politische Spannungen und Konflikte gab und gibt. Diese Spannungen sind auch einer der wichtigsten Gründe aus den Gebieten zu migrieren. Der biographische Bezug zu der Migrationsgeschichte der Eltern und zum elterlichen Heimatland und den dortigen Geschehnissen unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden bisher kaum erforscht. Zwei bedeutsame Diasporagruppen, die von solchen aktuellen (respektive noch nicht weit zurückliegenden) und zumeist noch unverarbeiteten Konflikten betroffen sind, sind diejenigen aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Am Beispiel dieser zwei Diasporagruppen will das Forschungsprojekt der Frage nachgehen, welchen Bezug Jugendliche und jungen Erwachsenen der sogenannten 2. (teilweise auch 3.) Generation zu den Geschehnissen in ihren Herkunftsländern haben und wie sich diese Erfahrungen auf ihr Leben in der Schweiz auswirken. Im Fokus des Projektes stehen dabei die Konstruktion (construction), Übermittlung (transmission) und Aushandlung von Narrativen über das konfliktbehaftete Heimatland, sowie die Frage, welche Rolle Familie, Migrantenvereine, Freundeskreis, oder transnationale Medien in der Übermittlung und Aktualisierung dieser biographischen Narrative spielen. Wie wirken sich solche Narrative auf die Beziehungen, Zugehörigkeitsgefühle und Positionierungen der jungen Menschen in der hiesigen Gesellschaft aus? Was für einen Einfluss haben die politischen Diskurse im Herkunftsland und in der Schweiz auf die Dynamik der Narrative und werden Konfliktlinien im Diasporakontext anders gezogen? Dabei wird dem transnationalen Aspekt ein besonderes Gewicht beigemessen, da junge Menschen der 2. Generation verschiedenen transnationalen Einflüssen ausgesetzt sind. Nebst dem akademischen Beitrag leistet dieses Forschungsprojekt auch einen praktischen Input, in dem das Projekt die empirischen Grundlagen für eine Anleitung für Fachpersonen ausarbeitet, um Konfliktnarrative im Rahmen der Schul- und Jugendarbeit zu behandeln.