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CLINT

Kognitive Anforderungen beim Dolmetschen und Übersetzen

Auf einen Blick

Beschreibung

Englisch ist die erste globale Lingua franca. Englisch als Lingua franca (ELF) verdrängt selbst in der mehrsprachigen Schweiz die vier Nationalsprachen in der internationalen wie inländischen Kommunikation. Was sich auf den ersten Blick als praktische Lösung für die Verständigungsprobleme in Wirtschaft, Wissenschaft oder Bildung etabliert zu haben scheint, hat seinen Preis. Bisher hat sich die Forschung allerdings noch kaum mit den Folgen befasst, die daraus resultieren, dass heutzutage Millionen von Menschen in zentralen Lebensbereichen in einer Fremdsprache kommunizieren.

Als Sprachexperten haben Dolmetscher und Übersetzer eine tragende Rolle bei der mehrsprachigen internationalen Verständigung inne und verfügen über die Kompetenzen und Strategien zur Verarbeitung von Texten und Reden, die mehr und weniger grosse Abweichungen vom (erlernten) Standard aufweisen. Trotzdem lassen erste Untersuchungen darauf schliessen, dass die wachsende Zahl von nichtmuttersprachlichen englischen Rednern oder Textautoren zu kognitiver Überlastung und Stress beim Dolmetschen und Übersetzen führt. Ziel des Projekts ist es, den Auswirkungen dieses Globalisierungsphänomens in einem interdisziplinären Team von Dolmetsch- und Übersetzungswissenschaftlern sowie Neuropsychologen auf den Grund zu gehen. Anhand vielfältiger Methoden werden die kognitiven Anforderungen von unterschiedlich weit fortgeschrittenen Sprachexperten bei der Sprachverarbeitung von ELF und Standardenglisch verglichen.

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