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Evaluation RLS Sturzpräventionsprojekt

Evaluation des Sturzpräventionsprogramms "Sicher durch den Alltag" bei zuhause lebenden Seniorinnen und Senioren

Auf einen Blick

Beschreibung

Hintergrund: Stürze bei älteren Menschen sind ein häufiges Problem, nehmen wegen der demographischen Entwicklung zu und werden wegen der oft schweren Folgen und Kosten zu einer Herausforderung für das Gesundheitswesen. Die Rheumaliga Schweiz (RLS) hat das Sturzpräventionsprogramm ‚Sicher durch den Alltag‘ entwickelt. Inzwischen geben einige  Krankenversicherungen (CSS, SWICA, Konkordia, Sanitas) Ihren Zusatzversicherten bei Erfüllung bestimmter Kriterien (z.B. Alter, Risikofaktoren) eine Kostengutsprache und entschädigen die RLS pauschal mit CHF 500.00 pro Teilnehmer/in. Die so informierten Senioren/-innen melden sich selber zum Programm an. Im Jahr 2015 waren dies 2300 Personen. Kernstück des Programms ist ein Hausbesuch durch eine speziell geschulte Physiotherapeutin, um Senioren/-innen sowie ihre gewohnte Umgebung abzuklären, Stolperfallen zu eliminieren (z.B. rutschende Teppiche, Kabel) und individuelle Empfehlungen und Instruktionen von Übungen für Gleichgewicht und Kraft abzugeben. Die Teilnehmer/innen sind zufrieden, aber die Wirksamkeit / nachhaltige Wirkung ist unklar.


Ziel: Evaluation des Programms in Bezug auf seine nachhaltige Wirksamkeit und angemessene Wirtschaftlichkeit (Kosten-Nutzen).


Methode: In einer Beobachtungsstudie sollen Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit bei  den zukünftig am Sturzpräventionsprogramm teilnehmenden Senioren/-innen evaluiert werden. Primärer Endpunkt ist die Anzahl Stürze über die Beobachtungsdauer von einem Jahr. Sekundäre Endpunkte sind Sturzangst, Lebensqualität, die Kosten der Intervention sowie die das Kosten-Nutzenverhältnis der Intervention (auf Grundlage der Daten der Krankenversicherung).

Gemäss Fallzahlberechnung sollen 1150 Personen innert zwei Jahren in die Studie eingeschlossen werden.

Relevanz: Das Sturzpräventionsprogramm der Rheumaliga Schweiz ist eine einfache Intervention von grossem potenziellem Nutzen für Senioren/-innen. Die grosse Zahl der Selbst-Anmeldungen zeigt,  dass das Modell funktioniert - Senioren/-innen sind sonst eher schwer für Sturzpräventionsmassnahmen zu gewinnen.  Der individuelle Gesundheitsgewinn sowie die Kosteneinsparung und damit die Public Health Relevanz sind als hoch einzuschätzen. Die Erkenntnisse aus einer sorgfältigen Evaluation und Kosten-Nutzen-Evaluation leisten einen Beitrag, das Programm hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit zu optimieren und national zu etablieren