Studium und Weiterbildung

Forschungsgruppe Wildtiermanagement

Studierende auf Exkursion im Alpthal (Foto: Roland Graf)

Studium

Module

Die Forschungsgruppe Wildtiermanagement ist für die Gestaltung der folgenden Module verantwortlich:

Vertiefungsmodul Wildtiermanagement

Im Wildtiermanagement suchen wir nach effizienten Lösungen, um die Populationen gefährdeter Wildtierarten zu fördern, jagdbare Arten nachhaltig zu nutzen sowie Konflikte zwischen schadenstiftenden Arten und menschlichen Nutzungsinteressen zu beheben. Wildtierbiologische Grundlagen wie Verbreitung, Populationsgrösse oder Raumnutzung sind die Basis für das Management und bilden deshalb einen wichtigen Modulteil. Die Studierenden sind nach Modulabschluss in der Lage, wildtierbiologische und gesellschaftliche Dimensionen zu beschreiben, typische Konfliktsituationen zu beurteilen und Lösungskonzepte selbständig zu erarbeiten.

Modul Angewandte Ökologie 1

In einem Schrebergarten der Stadt Zürich sorgen Füchse für Aufregung. Was läuft hier und wie wird dieser Vorgang aus ökologischer Sicht beurteilt? Sind Schrebergärten für Füchse ein mangelhaft ausgestattetes Ersatzhabitat oder ein Schlaraffenland? Um solche Vorgänge zu bewerten, sind vertiefte Kenntnisse zur Qualifizierung von Biotopen, zu den Lebensraumansprüchen einzelner Arten, zum Aussterbensrisiko und zu Schutz und Fördermassnahmen erforderlich. Dieses biologische, ökologische und strategische Wissen erwerben Studierende in diesem Modul.

Modul Angewandte Ökologie 2

In kalten, schneereichen Wintern werden Rothirsche in gewissen Regionen mit Heu oder Silage gefüttert. Um zu verstehen, dass diese Massnahme aus biologischer Sicht keinen Sinn macht, sind detaillierte Kenntnisse der physiologischen Eigenschaften dieser Art erforderlich. Ziel dieses Modul ist es, den Studierenden die ökologischen und biologischen Wildtierkenntnisse zu vermitteln, die für ein wirksames Wildtiermanagement und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Habitate erforderlich sind.

Modul Biologie 3

Das Modul erklärt, nach welchen Gesetzmässigkeiten Tierarten entstehen und wie sie zueinander in Beziehung stehen. Eine Fülle ausgewählter Beispiele, insbesondere aus der mitteleuropäischen Tierwelt, verschafft einen Überblick über den Artenreichtum. Arten zu erhalten, zu fördern oder zu regulieren setzt voraus, sie zu kennen. Deshalb werden morphologische Merkmale, Biologie und Lebensraumansprüche ausgewählter Arten vorgestellt und durch praktische Bestimmungsübungen vertieft.

Semesterarbeiten

Vor Kurzem abgeschlossene Semesterarbeiten im Themenbereich der Forschungsgruppe Wildtiermanagement:

  • Sigrist B. (2015): Explorative Analyse von Reh-Trajektorien im Rahmen des Projekts «Wildtier und Mensch im Naherholungsraum».
  • Gerber C. (2015): Habitatparameter für Wildtieranalysen im Sihlwald und Umgebung.
  • Robin M. (2014): Genetische Struktur der Gämspopulation auf dem Thurgauer Seerücken.
  • Gehrig J. & Laas I. (2014): Raumnutzung des Rehs (Capreolus capreolus) in der Region Wildnispark Zürich und Umgebung.
  • Stephani, A. (2014). Überwachung von Sandbadestellen für die Beurteilung des Bruterfolgs von Raufusshühnern in der Schweiz – Potentialbeurteilung einer neuen nicht-invasiven Methode.

Bachelorarbeiten

Vor Kurzem abgeschlossene Bachelorarbeiten im Themenbereich der Forschungsgruppe Wildtiermanagement:

  • Baiker N. (2015): Brutbiologie & Populationsdynamik (1989-2014) des Flussregenpfeifers im St. Galler Rheintal.
  • Thalmann R. (2015): Wolf baiting – Reaktion von Wölfen, Wild- und Haustieren auf verschiedene Lockstoffe.
  • Schumacher H. (2015): Wie werden die Tageseinstände von den besenderten Rothirschen im Werdenberg genutzt?
  • Frei R. (2014): Ein Jahr systematisches Fotofallenmonitoring im Wildnispark Zürich: Was lernen wir daraus über die Ökologie des Rehs?
  • Stephani A. (2014). Untersuchungen zum Bruterfolg und dem Küken-Nahrungsangebot von Raufusshühnern in der Schweiz.

Masterarbeiten

Vor Kurzem abgeschlossene Masterarbeiten im Themenbereich der Forschungsgruppe Wildtiermanagement:

  • Vimercati E. (2014): Predation of Eurasian lynx on roe deer fawns and chamois kids in the Northwestern Swiss Alps.
  • Ineichen P. (2015): Habitat selection of roe deer (Capreolus capreolus) in a landscape of fear shaped by human recreation.

Weiterbildung

CAS

CAS in Säugetiere – Artenkenntnis, Ökologie & Management

Von der Zwergmaus bis zum Steinbock – fundierte Artenkenntnisse und praxisorientierte Lösungen im Wildtiermanagement.