Studium und Weiterbildung

Forschungsgruppe Bodenökologie

Bodenansprache im Weinbaukurs (Foto: Simon Amrein, ZHAW, 2015)
pH-Messung in einer Bodendispersion (Foto: Simon Amrein, ZHAW, 2015)

Studium

Module

Die Forschungsgruppe Bodenökologie ist in die Gestaltung der folgenden Module involviert.

Geologie

Der Kurs Geologie vermittelt das Basiswissen über die geologischen Gegebenheiten in der Schweiz. Dazu gehören die sichtbaren Merkmale und chemischen Eigenschaften der verschiedenen Gesteinsgruppen (Magmatite, Sedimentite und Metamorphite). Die Studierenden erhalten Einblick in die Entstehung und den Zerfall der Gesteine sowie in die wesentlichen damit zusammenhängenden Prozesse.

Modulguide Erdwissenschaften

Bodenkunde

Der Boden ist wichtige Lebensgrundlage für Mensch, Tiere und Pflanzen. Praktisch die gesamte Nahrungsmittelproduktion basiert auf der Ertragsfähigkeit der Böden. Damit die Böden weiter und nachhaltig genutzt werden können, braucht es das Verständnis für diese essenzielle Ressource. Die Studierenden erweitern ihre Kenntnisse über das System Boden und lernen Methoden zur Untersuchung, Beschreibung und Kartierung von Böden kennen.

Modulguide Naturwissenschaften 2

Umweltanalytik

In der Umweltanalytik lernen die Studierenden Messmethoden kennen, mit denen sie umweltrelevante Parameter erheben können, und sie analysieren Proben mit biologischen, chemischen und physikalischen Methoden. Die Projektwoche ermöglicht das Üben in der Praxis sowie das Schreiben eines Berichtes im Bereich Naturwissenschaften.

Modulguide Ökologie

Umweltchemie

Schadstoffe kommen in Luft, Wasser, Boden, aber auch in Lebensmitteln vor. Das Modul Umweltchemie und Analytik gibt einen Überblick über die wichtigsten Klassen umweltrelevanter Verbindungen, deren Verteilung und Reaktivität. Quantitative und qualitative analytische Verfahren werden vorgestellt und in praktischen Übungen angewendet. Im Weiteren erhalten die Studierenden einen Einblick in die Funktionsweise wichtiger technischer Verfahren wie Abwasserreinigung oder Kehrrichtverbrennung.

Modulguide Umweltchemie und -analytik

Modul Bodenschutz und Altlasten

Bautätigkeiten, intensive landwirtschaftliche Nutzung sowie die Ablagerung von Abfällen gefährden die wertvolle Ressource Boden. In diesem Modul erlernen die Studierenden eine korrekte Bodenansprache sowie die Bewertung von Böden. Sie erhalten Einblick in stoffliche und physikalische Bodengefährdungen und deren Ausmass. Nach Modulabschluss sind die Studierenden in der Lage, potenzielle Belastungen zu erkennen, zu verhindern und Analysemethoden sowie gesetzliche Rahmenbedingungen korrekt anzuwenden.

Modulguide Bodenschutz

Bachelorarbeiten

Im Themenbereich der Forschungsgruppe Bodenökologie wurden bisher folgende Bachelorarbeiten abgeschlossen:

    • Suter Daniel (2016): Erfassung des Bodenzustands von innerstädtischen Grünanlagen in Basel
    • Bieri Lukas (2015): Impact of EDDS on copper mobilization in vineyard soils and uptake by Cannabis sativa
    • Kobelt Michael (2015): Untersuchung der Bodenbelastung rund um die Holzmasten der elektrischen Freileitung der Alp Flix
    • Hunziker Severin (2015): Schwermetallbelastung in der Umgebung der Stahlträger der Sesselbahn La Siala in Flims
    • Büttiker Chantal (2014): Vergleich verschiedener Sanierungsmethoden und deren Kostenfolgen für schwermetallbelastete Schiessanlagen unter Berücksichtigung der Arbeitssicherheit
    • Batkitar Dilek (2014): Machbarkeitsstudie: Auf Fernerkundung basierende Erfassungsmethode von Bodenerosion
    • Bosshard Alice (2014): Regenwurmanalyse innerhalb des Monitorings einer grossflächigen Rekultivierung im Benknerriet
    • Schläpfer Nadja (2014): Einfluss einer früheren Deponie auf die Grundwasserqualität im Steinibachried (LU)
    • Baumgartner Joel (2014): Bodenverdichtung von Dauergrünland - Zustand der Bodenstruktur in Landwirtschaftsflächen
    • Michel Adrian-Marc (2014): Vergleich zwischen bepflanztem Boden- und Sandfilter zur Behandlung von Strassenabwasser
    • Van Gogh Kenzo (2014): Planung und Anlegen eines mehrjährigen Feldversuchs zur Bodenfruchtbarkeit
    • Amrein Simon (2013): Schwermetallbelastung im ehemaligen Bergbaugebiet Silberberg
    • Inderbitzin Cyril (2013): Untersuchung der Blei-, Cadmium-, Quecksilber- und Zinkbelastungen durch Kehricht-Klärschlamm-Kompost auf aktuell und ehemalig betriebenen Rebbergen in der Gemeinde Stäfa
    • Isler Marcel (2013): Einfluss der Bodeneigenschaften auf den Erfolg von Hochlagenbegrünungen
    • Plaschy Massimo (2013): Einfluss einer Kulturabdeckung während des Winters auf den Ertrag und die Qualität der Minze
    • Hürlimann Raphael (2012): Räumliche Ausdehnung von Blei und Zink in Böden um die ehemaligen Schmelzereien in S-charl
    • Klingenfuss Florian (2012): Ursachen und räumliche Abgrenzung erhöhter löslicher Zinkgehalte in alpinen Böden des Calancatals
    • Siegenthaler Martina (2012): Phosphorverfügbarkeit aus organischen Düngemitteln und damit gedüngten Böden zu Salbei
    • Müller Ramon (2012): Habitat requirements of Serapias vomeracea (Burm.f.) Briq

      Masterarbeiten

      Im Themenbereich der Forschungsgruppe Bodenökologie wurden bisher folgende Masterarbeiten abgeschlossen:

      • Hutter Monika (2016): Nitrogen use efficiency of biogas slurries in a field study using 15N isotope techniques
      • Gerner Gabriel (2015): Effects of pressure on char derived from hydrothermally carbonized glucose

      Weiterbildung

      CAS

      CAS in Bodenkartierung

      Bodenkarten sind die Grundlage für einen wirkungsvollen Schutz der nicht erneuerbaren Ressource Boden. Dieser CAS vermittelt vertiefte Kenntnisse, um Böden nach den einheitlich definierten Rahmenbedingungen zu kartieren. Bei der Profilansprache kommen nebst konventionellen auch digitale Hilfsmittel zum Einsatz. Die Auswertung von Luftbildern ist ebenfalls Teil des CAS Bodenkartierung.

      CAS in Altlastenbearbeitung

      Belastete Standorte sind ein Erbe unserer industriellen Vergangenheit. Deren Aufarbeitung erfordert die Beurteilung durch Fachleute sowie die Information und Beratung der betroffenen Gemeinden und Entscheidungsträger. Die mit Altlasten verbundenen Risiken für Gesundheit und Umwelt lassen sich dadurch vermindern. Dieser CAS deckt die wissenschaftlichen, technischen und gesetzlichen Aspekte der Altlastenbearbeitung ab.