FM in Healthcare

Facility Management in Healthcare, hochkomplex und hochspannend

Unser Forschungsschwerpunkt «FM in Healthcare» steht ganz im Zeichen der angewandten Forschung und Entwicklung. Das heisst wir arbeiten für Sie und mit Ihnen an praxisrelevanten Themen im Bereich der nicht-medizinischen Supportleistungen von Gesundheitsinstitutionen.
Je nach Fragestellung geschieht dies als Partner in einem Forschungsprojekt, einem Dienstleistungsauftrag oder unter Einbezug von FM Studierenden durch studentischen Arbeiten. Unsere Vorgehensweise ist ganzheitlich, vernetzt und systematisch für die Entwicklung von praxisorientierten und umsetzbaren Lösungen. 

News

KTI-Projekt Referenzmodell für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern erfolgreich abgeschlossen

Das Referenzmodell RemoS zeigt die Zusammenhänge zwischen den ergebnisorientierten Leistungen aus dem Leistungskatalog für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern LekaS, den dahinterliegenden Prozessen im Prozessmodell PromoS, den damit im Zusammenhang stehenden Kennzahlen(parametern) im Kennzahlenkatalog KenkaS und den entsprechenden Softwareapplikationen im Applikationenkatalog ApplikaS. Das Referenzmodell ist Basis für den Leitfaden zum Einsatz von SAP für das Facility Management im Gesundheitswesen LesapS und das IT-gestützte Assessment-, Simulations- und Benchmarking-Tool für Facility Management im Gesundheitswesen.

Alle Dokumentationen und Details sind ab sofort frei verfügbar unter www.zhaw.ch/ifm/fm-healthcare/remos

FM in Healthcare Forschungsthemen

FM in Healthcare - hochkomplex und hochspannend: Voraussetzung für optimal ablaufende nicht-medizinische Supportleistungen in Gesundheitsinstitutionen bildet das Zusammenspiel verschiedenster Elemente.

Hier sehen Sie welche Themen wir zurzeit in den Vordergrund rücken und entsprechend für Sie und mit Ihnen bearbeiten.

Kostendruck | Arbeitskräftemangel | Kennzahlensysteme | Asset-/Portfoliomanagement | Benchmarking | Informationssysteme | Leistungstransparenz | Konten / Kostenstelle / Kostenträger | IT / ICT Anwendung und Strategien | Investitionen | Lebenszykluskosten | Nachhaltigkeit | Wettbewerb | Kulturwandel | Innovation | Projektmanagement | Strategieentwicklung | Prozesssicht und -optimierung | Risikomanagement | Qualitätsmanagement | Ressourcenoptimierung

Kostendruck: Infolge Finanzverknappung und Kostensteigerung der medizinischen Leistungen sind bestehende Wirtschaftlichkeitsreserven zu nutzen und mit der aufkommenden Ressourcenknappheit – auch auf Mitarbeiterebene – optimal  umzugehen. Dies führt zu innerbetrieblichen Diskussionen und Auseinandersetzungen.
Das  IFM nimmt sich dieser Thematik an und entwickelt Ansätze, wie der nicht-medizinische Bereich resp. das FM in Spitälern dem Kostendruck zum Wohle der Gesamtunternehmung konstruktiv begegnen kann.

Arbeitskräftemangel: Für das Kerngeschäft, also die Medizin und Pflege, zeichnet sich ein verschärfender Arbeitskräftemangel infolge des demografischen Wandels ab. Mit der Übernahme von pflegefremden Aufgaben kann der Bereich FM für Entlastung des Kerngeschäftes und zusätzlich für eine Qualitätssteigerung der Serviceleistung sorgen.
Das IFM unterstützt bei Fragen und Anwendungen rund um erfolgsversprechende Ressourcenverschiebungen zwischen Kerngeschäft und FM.

Kennzahlensysteme: Um Leistungen transparent und vergleichbar machen zu können, dienen Kennzahlen. Momentan besteht für das FM in Spitälern kein einheitliches Verständnis einer Kennzahlen-Ausgestaltung. Weder in den einzelnen Bereichen, noch übergreifend. Grund dafür ist die sehr unterschiedliche Handhabung innerhalb der einzelnen Spitäler, inkl. der ungleichen Umlageschlüsseln. Das IFM entwickelt auf Basis des Leistungszuordnungsmodells für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern (LekaS) ein systematisches Kennzahlensystem, welches die Basis bietet, das FM strategisch, taktisch und operativ besser zu steuern.

Ressourcenoptimierung: Generell steigt die Erwartungs- haltung an die unterschiedlichen Leistungserbringer stetig. Dies zeitgleich mit einer sinkenden Bereitschaft die neuen Möglichkeiten und Innovationen finanziell abzugelten.

Das IFM entwickelt Ansätze, wie der nicht-medizinische Bereich in Spitälern dieser Verknappung mit Effektivitäts- und Effizienzgewinn begegnen kann. Dadurch kann die Senkung direkter FM Kosten aber auch Kerngeschäftskosten unterstützt werden.

Asset-/Portfoliomanagement: Spitäler verfügen über etliche, meist ältere Liegenschaften. Die zunehmende Komplexität der Spitalleistungen, gekoppelt mit der Finanzlimitierung, zwingen die Verantwortlichen dazu, Ressourcen aufeinander abzustimmen sowie produktiv und sinnvoll einzusetzen. Um im Wettbewerb bestehen zu können, sind Aspekte der Immobilien, medizinischen Mobilien, aber auch die ganzheitliche Angebotsgestaltung mit einem umfassenden Asset- und Portfoliomanagement zu bewirtschaften.
Um die Datengrundlagen für Asset- und Portfoliomanagement - welche in den Bereich FM fallen - auch im nicht-medizinischen Bereich systematisch verfügbar zu machen, führt das IFM entsprechende Erhebungen durch und bereitet Grundlagen auf.

Benchmarking: In der Zeit von sich verknappenden Ressourcen und steigendem Wettbewerb wird Benchmarking unter den Gesundheitsinstitutionen auch im Bereich FM relevant. Dabei gilt es, die Spezifikationen des FM’s miteinzubeziehen, um aus der Individualität der Institutionen vergleichbare Elemente zu definieren.
Das IFM entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der Praxis Benchmarks, resp. bereitet die dafür notwendigen qualitativen und quantitativen Grundlagen auf.

Informationssysteme: Informationssysteme in Spitälern müssen sehr vielseitigen Ansprüchen gerecht werden und grosse Komplexität abbilden. Während die medizinischen Daten tendenziell in Krankenhausinformationssystemen (KIS) gemanagt werden, finden die Zusammenhänge der nicht-medizinischen Daten und Systeme inkl. deren Schnittstellen noch wenig Beachtung, resp. können teilweise noch gar nicht abgebildet werden.
Um FM Daten einerseits sinnvoller an medizinische Informationssysteme zu koppeln und andererseits die einzelnen FM-Subbereiche untereinander abzustimmen, führt das IFM entsprechende Forschungs- und Entwicklungsprojekte durch.

Leistungstransparenz: Gemäss dem politischen Willen soll durch die Einführung der Fallpauschale (SwissDRG) mehr Transparenz und eine höhere Leistungsvergleichbarkeit erreicht werden.
Damit das FM in Spitälern leistungs- und somit auch kostentransparent agieren kann, erarbeitet das IFM sicht- und einsatzbezogene konzeptionelle Grundlagen.

Konten / Kostenstelle / Kostenträger: Während in den medizinischen Bereichen hinsichtlich Leistungs- und Kostentransparenz im Rahmen von Rekole, resp. dem Kontenplan von H+ bereits detaillierte Grundlagen vorhanden sind, fehlt diese Detaillierung im FM. Was bedeutet, dass FM Leistungen innerhalb der gesamten Prozesskette kaum bewertbar sind.
Damit auch im Spital-FM Leistungs- und somit Kostentransparenz sichergestellt wird, erstellt das IFM zusammen mit Spitalpartnern einen Kontenplan und entsprechende Kostenstellenstrukturen.

IT / ICT Anwendung und Strategien: Kein vernetztes Unternehmen funktioniert ohne IT. Spitäler weisen eine grosse Komplexität und einen immer höher werdenden Bedarf an der Verarbeitung von grossen Datenmengen auf. Zum heutigen Zeitpunkt sind aber viele Applikationen Insellösungen mit daher hohem Bewirtschaftungsaufwand.
Um sicherzustellen, dass auch der IT-Bedarf und die IT-Bedürfnisse von nicht-medizinischen Supportbereichen resp. FM in die IT-Strategie der Spitäler einfliessen, erarbeitet das IFM entsprechende Grundlagen.

Investitionen: Der grösste Teil der Spitäler verfolgt im Augenblick einen Neu- oder Umbau. Dabei weist das Kerngeschäft seinen Bedarf an Infrastruktur genau aus. Der Bereich FM – der einen Drittel der Betriebskosten ausmacht - wird dabei noch nicht konsequent miteinbezogen, aber zu diesem Zeitpunkt verplant.
Das IFM setzt sich dafür ein, dass die zentrale Rolle des FM‘s bei Investitionsdiskussionen und –entscheiden frühzeitig erkannt und entsprechend berücksichtigt wird.

Lebenszykluskosten: Dies ist eigentlich die Grösse, welche während der Betriebsphase über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Bei der Planung von Gesundheitsbauten sind die daraus folgenden Betriebskosten, die über den gesamten Lebenszyklus anfallen, matchentscheidend. Die zahlreichen Prozesse und damit verbundene Infrastruktur des FM‘s haben darauf einen massgebenden Einfluss.
Das IFM berechnet und beurteilt die kommenden Lebenszykluskosten für FM Prozesse anhand der geplanten Infrastruktur und liefert massgebende Angaben zu Investitionsentscheidungen.

Nachhaltigkeit: Die Nachhaltigkeit als Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung im wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Sinn, ist ein erklärtes Ziel im Gesundheitswesen.
Das IFM bietet Entscheidungsträgern Argumentationsgrundlagen, wie diese Aspekte mit Fokus aufs FM in die Gesamtdiskussion einbezogen werden können.

Wettbewerb: Mit der Einführung der Fallpauschale (SwissDRG) hatte die Politik auch die Erhöhung des Wettbewerbs unter Spitälern im Fokus. Dadurch soll eine Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung stattfinden.
Damit auch das FM in Spitälern wettbewerbsfähig agieren kann und folglich die Wettbewerbsfähigkeit des Kerngeschäfts unterstützt, erarbeitet das IFM innovative und umsetzbare Konzepte.

Kulturwandel: Sozio-kulturelle, technologische aber auch politische und finanzielle Aspekte beeinflussen das Gesundheitswesen. Prozess- statt Silosicht, Kundenorientierung statt Lenkung, Interdisziplinarität statt abgekoppeltes Spezialisten Denken, vernetzte Informationssysteme statt Applikationsinseln sind dazu nur einige Schlagworte. Das IFM erarbeitet in unterschiedlichen Bereichen systematische Grundlagen, welche das FM in Spitälern im Kulturwandel zusammen mit den medizinischen Disziplinen, aber auch im Gesamtkontext des Spitals als Unternehmung, unterstützt.

Innovation: Innerhalb des FM’s können Innovationen Effizienz und Image steigern und Kosten senken, was sich positiv auf das Kerngeschäft auswirkt. Im Zuge von Neu- und Umbauten, aber auch im Rahmen von geforderten Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen, sind daher innovative Lösungen im breiten FM Bereich zu beachten.
Das IFM trägt Wissen zu nationalen und internationalen FM Innovationen zusammen und beurteilt diese bezogen auf den Schweizer Markt.

Projektmanagement: Projektmanagement im laufenden Spitalbetrieb ist eine spezielle und komplexe Herausforderung, da hier mehrere Stakeholder und Bereiche involviert sind, die in der Regel unterschiedliche Interessen haben. Das IFM trägt mit seinen Grundlagenerarbeitungen dazu bei, dass das Projektmanagement im Spitalkontext branchenspezifisch und interdisziplinär optimiert wird. Somit sollen Projektlaufzeiten reduziert, Ressourcen gespart und die Qualität der Projektresultate verbessert werden.

Strategieentwicklung: Auf der strategischen Führungsebene wird wohl die Unternehmensstrategie definiert, die davon abhängige FM Strategie jedoch oft vergessen, vernachlässigt oder zu spät in Angriff genommen.
Das IFM unterstützt Verantwortliche aller Stufen ihre FM Argumentation auf strategischer Ebene der Institution zu platzieren.

Prozesssicht und -optimierung: Noch fehlen oft durchgehend und umfassend definierte Prozesse. Denn es sind immer mehrere Stakeholder und Bereiche involviert, was Definitionen erschwert. Das führt nicht selten zu Planungsschwachstellen und Doppelspurigkeiten.
Damit in Bezug auf die Prozesssicht zukünftig medizinische und nicht-medizinische Leistungen abgestimmt berücksichtigt und umfassend optimiert werden können, wird beim IFM in unterschiedlichen Kontexten geforscht und entwickelt.

Risikomanagement: Risiken sind in einem Spital von höchster Bedeutung. Die Breite an FM Leistungen und Prozessen beinhaltet Risiken unterschiedlicher Art, welche es zu identifizieren und managen gilt.
Das IFM bietet konzeptionelle Unterstützung im Risikomanagementprozess von FM Leistungen und deren Prozessen.

Qualitätsmanagement: Die unterschiedlichen FM Leistungen sind alle hinsichtlich derer Qualität zu hinterfragen und entsprechend zu managen. Dabei gilt es, gesetzliche und institutionelle Vorgaben zu berücksichtigen.
Das IFM erstellt und unterstützt die Entwicklung konzeptioneller Grundlagen für ein nachhaltiges Qualitätsmanagement innerhalb der breiten Palette an FM Leistungen.

Im Fokus

Referenzmodell für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern

Um die komplexen Zusammenhänge von FM in HC möglichst einfach visualisieren zu können, wurde in Kooperation mit vier Spital- und drei Businesspartnern das Referenzmodell für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern [RemoS] entwickelt. Das Modell zeigt die Zusammenhänge zwischen den ergebnisorientierten Leistungen aus dem Leistungskatalog für nicht-medizinische Supportleistungen in Spitälern [LekaS], den dahinterliegenden Prozessen [PromoS], den damit im Zusammenhang stehenden Kennzahlen(Parametern) [KenkaS] und den entsprechenden Softwareapplikationen [ApplikaS]. Das Modell ist Basis für den Leitfaden zum Einsatz von SAP für das Facility Management im Gesundheitswesen [LesapS] und das Assessment-, Simulations- und Benchmarking-Tool für das Facility Management im Gesundheitswesen [ASBT-FM].

Spitalgastronomie

Ein Konsortium aus Spitälern, Wirtschaftspartnern und Fachhochschulen arbeitet zurzeit am Projekt «Mobile, on-the-spot Frühstücksverpflegung: Entwicklung und Erprobung eines innovativen Patientenverpflegungsmodells zur Steigerung der Kosten- und Zeiteffizienz in Schweizer Spitälern».

FM in HC in den Medien