Fachgruppe Mikrobiologie und Biofilme

«Die kleinsten Lebewesen sind grossartig und wo und wie sie leben, ist faszinierend.»

Prof. Dr. Walter Krebs, Fachgruppenleiter

Mikroorganismen wie Bakterien, Einzeller und verschiedene Algen und Pilze können sich auf praktisch allen Oberflächen etablieren und dünne strukturierte Lebensräume = Biofilme bilden. Geschützt durch eine Matrix aus gelartigem Schleim, bestehend aus extrazellulären Polymeren, können die Biofilmbewohner vielfältige, leistungsfähige und widerstandsfähige Lebensgemeinschaften bilden.

Wir beschäftigen uns vorwiegend mit mikrobiellen Biofilmen, welche auf verschiedensten Oberflächen ernsthafte Probleme verursachen können. Karies und Parodontose, Infektionen in medizinischen Geräten und auf Implantaten, Zerstörung von Baumaterialien, Werkstoffen und Maschinen, Korrosion und Verstopfen von Rohrleitungssystemen oder Reduktion des Wärmetransfers in Wärmetauschern sind nur einige Beispiele.

Kompetenzen

In Zusammenarbeit mit unseren Industrie- und Projektpartner entwickeln und überprüfen wir fallspezifische Lösungen wie bestehende Biofilme bekämpft und deren Bildung kontrolliert und reduziert werden kann.

Mit Hilfe vorhandener Testsystemen oder kundenspezifischen Modifikationen oder Entwicklungen können wir die Biofilmbildung beobachten und analysieren.

  • Kultivation von Biofilmen auf verschiedenen Oberflächen
  • Screening von Massnahmen gegen die Biofilmbildung in diversen technischen Systemen wie Trinkwasserleitungen, Papiermaschinen, Kühlschmierstoffen, etc.
  • Untersuchen und Überprüfen von Massnahmen gegen die Biofilmbildung auf verschiedenen medizinaltechnischen Systemen wie Implantaten
  • Überprüfen von Keimreduktionsstrategien

Die Analyse von Biofilmen erfolgt mittels klassischer Methoden aus der Mikrobiologie, Biochemie und Chemie, wie: 

  • Anreicherung, Isolation, Kultivation und Charakterisierung von Mikroorganismen
  • Quantifizieren von Bakterien mittels verschiedener Methoden (klassisch oder mittels Flow Cytometry)
  • Identifikation von Bakterien mittels Massenspektro­skopie (Maldi-TOF)
  • Bildgebende Verfahren wie Licht- und Fluoreszenzmikroskopie, konfokale Laser Scanning Mikroskopie (CLSM) und Rasterelektronen­mikroskopie (REM)

Folgende weitere Kompetenzen in der Mikrobiologie sind vorhanden:

  • Qualitative und quantitative Untersuchungen von Luftkeimen (Bioaerosole) und Wasserkeimen
  • Überprüfen von Keimreduktionsstrategien
  • Mobilisierung von Metallen durch Mikro­organismen (Bioleaching/Biomining)

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Studium

Team

Studierende

  • Sara Knobel (BSc)
  • Joanna Rupacher (BSc)