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LGBTIQ+ in the context of higher education institutions and transnational solidarity

4. Mai 2022

Film Screening “My Child” von Can Candan und anschliessende Podiumsdiskussion

Wie reagieren die Eltern, wenn Kinder ihr Coming-out haben? Was fühlen sie, und wie gehen sie mit einer Situation um, die in den meisten Gesellschaften immer noch nicht die Norm ist? In seinem international gefeierten Dokumentarfilm "Mein Kind" begleitet der Filmemacher und Wissenschaftler Can Candan eine Gruppe von Eltern lesbischer, schwuler, bisexueller und transsexueller Menschen in der Türkei auf ihrem Weg, Elternschaft in einer konservativen und homofeindlichen Gesellschaft neu zu definieren und sich für gleiche Rechte und die Anerkennung der LGBTIQ+-Gemeinschaft einzusetzen.

Programm

Es werden Teile des Films "My Child" von Can Candan gezeigt, gefolgt von einer Podiumsdiskussion. Die Podiumsteilnehmenden diskutieren über die Situation von LGBTIQ+ Personen in der Schweiz und der Türkei, über LGBTIQ+-Themen im Kontext von Hochschulen, über die Notwendigkeit transnationaler Solidarität, wenn es zu Repression und Unterdrückung kommt, und über Strategien, wie man in kulturell diversen Kontexten zusammenarbeiten und kommunizieren kann.

Moderation: Irina Brandenberger

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

Datum

Von: 04. Mai 2022, 18.30 Uhr

Bis: 04. Mai 2022, 21.00 Uhr

Ort

Campus Toni-Areal

Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich, Hörsaal 2 (3.K02)

Podiumsgäste

Veranstalterinnen

Diese Veranstaltung wird von den Stabsstellen Diversity und Internationales der ZHAW sowie der Studien- und Forschungsstelle Schweiz Türkei (SFST) organisiert.

Weitere Hintergrundinformationen zum Anlass

LGBTIQ+-Initiativen und -Bedürfnisse, wie sie in "Mein Kind" dokumentiert sind, haben mit dem Aufkommen populistischer Diskurse und autoritärer Politik erneut an Bedeutung gewonnen. Der Filmemacher Candan dokumentiert derzeit den Kampf von Studierenden und Lehrkräften an der Bogazici-Universität in Istanbul – eine der Top-Universitäten der Türkei – für akademische Freiheit, nachdem die türkische Regierung einen Rektor für die Universität ernannt hatte. Die anschliessenden studentischen Proteste wurden von der Polizei mit massiver Gewalt und Massenverhaftungen beantwortet. Die Schliessung des LGBTIQ+-Studierendenclubs und die Entlassung von Can Candan aus seinem akademischen Amt sind weitere Anzeichen für die angespannte Atmosphäre, die in den letzten Monaten an der Bogazici-Universität herrschte. Während im März 2022 ein Verwaltungsgericht die Entlassung von Candan revidiert hatte, zeigen die Vorfälle in Bogazici, wie wichtig transnationale Solidarität und Widerstand zum Schutz von Wissenschaftler:innen in der Türkei und darüber hinaus in Zeiten von Autoritarismus, Konflikten und Krieg sind.

Auch in vermeintlich offenen, pluralistischen Gesellschaften wie der Schweiz bleiben der Kampf um Anerkennung und Gleichstellung sowie die Überwindung von Vorurteilen wichtig. Angesichts signifikant höherer Suizidraten bei Jugendlichen aus dem LGBTIQ+-Spektrum, immer noch weit verbreiteter negativer Einstellungen auch unter Jugendlichen und heteronormativ orientierter Institutionen fragen wir uns, was eine Hochschule wie die ZHAW zum Thema tun kann und soll.