ZHAW wird «Leading House» für den indischen Subkontinent

Die ZHAW ist seit Frühling dieses Jahres «Leading House» für die bilaterale Forschungszusammenarbeit der Schweiz mit Ländern des indischen Subkontinents. Sie fördert damit im Auftrag des SBFI Kooperationen mit den wichtigsten wissenschaftlichen Institutionen in der Region während der Förderperiode 2017–2020.

Seit 2008 setzt der Bund bei der internationalen Wissenschaftspolitik einen zusätzlichen Schwerpunkt auf aussereuropäische Länder, die über ein «bedeutendes wissenschaftliches und technologisches Entwicklungspotenzial» verfügen. Mit derzeit sieben aussereuropäischen Partnerregionen sollen die wissenschaftspolitischen Beziehungen gezielt erweitert und vertieft werden. Für jede Region gibt es ein sogenanntes «Leading House», welches die Partnerschaft koordiniert. Neu wird die ZHAW «Leading House» der Kooperation mit Indien und acht weiteren Ländern des Subkontinents: Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Iran, Malediven, Nepal, Pakistan und Sri Lanka.

Indo-Swiss Joint Research Programme (ISJRP)

Die Zusammenarbeit stützt sich vor allem auf das 2005 gegründete Indo-Swiss Joint Research Programme (ISJRP). Das ISJRP wird gemeinsam vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und dem indischen Department of Science and Technology (DST) getragen. Es bildet den Rahmen für verschiedene Forschungskooperationen zwischen der Schweiz und Indien.

Das SBFI hat sich mit der ZHAW für eine Fachhochschule entschieden, weil in der Zusammenarbeit mit dem indischen Subkontinent anwendungsorientierte Themen wie Startups und Entrepreneurship eine grosse Bedeutung haben und Fachhochschulen in diesen Bereichen stark sind. Die Koordination ist an der School of Management and Law (SML) angesiedelt.

Enge Zusammenarbeit mit dem SNF

Das Programm wird von der ZHAW als «Leading House» sowie vom Schweizerischen Nationalfonds SNF geleitet. «Wir werden eng mit dem SNF zusammenarbeiten», erklärt Michael Farley, der das Mandat an der SML koordiniert. Ab einer gewissen Grösse ist der SNF verantwortlich für die Koordination der Projekte. «Wir werden kleinere Forschungsprojekte organisieren vor allem in den Bereichen Innovation und Business-Start-ups sowie Mitarbeitendenmobilität und institutionelle Zusammenarbeit ermöglichen», erklärt Farley.

Mit dem bilateralen Forschungsprogramm will der Bund die wissenschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem indischen Subkontinent in bestimmten für beide Seiten strategisch bedeutsamen Forschungsgebieten stärken. Zudem soll die internationale Vernetzung der Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen gefördert sowie deren Bekanntheitsgrad im Ausland erhöht werden.

Weitere Informationen vom SBFI

Ansprechpartner an der ZHAW ist Michael Farley