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11. ZHAW-Hochschultag: digitale Transformation – ein Aufruf zum Handeln

Einem nicht mehr wegzudenkenden Thema widmete sich der diesjährige Hochschultag der ZHAW: der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen der digitalen Transformation. Der ethische Diskurs nahm dabei eine besondere Rolle ein.

Keynote-Referentin Irina Raicu, Direktorin des Internet-Ethik-Programmes an der Santa Clara University in Kalifornien

Einen offenen, differenzierten und kritischen Diskurs zu den Konsequenzen der digitalen Transformation forderte Jean-Marc Piveteau, Rektor der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, zu Beginn des diesjährigen Hochschultags. «Es gehört zum Auftrag der Hochschule, sich aktiv an einem so wichtigen Diskurs zu beteiligen». Im Sinne des vor einigen Jahren initiierten Forschungsschwerpunkts «Gesellschaftliche Integration» möchte die ZHAW ihren aktiven Beitrag mit Fokus auf zwei bedeutende gesellschaftliche Transformationen leisten: Die einer digitalen und die einer nachhaltigen Gesellschaft.

Künstliche Intelligenz als Entscheidungsträger?

Die Schattenseiten der Digitalisierung nahm Keynote-Referentin Irina Raicu, Direktorin des Internet-Ethik-Programmes an der Santa Clara University in Kalifornien, kritisch und aus differenzierter Sicht unter die Lupe. «In einer digitalisierten Welt, die darauf ausgerichtet ist, zu vernetzen, stellt sich nicht nur die Frage, ob und mit wem wir verbunden sein möchten. Es stellt sich auch die Frage, inwiefern wir diese Entscheidungen überhaupt noch autonom treffen können.» Im Fokus der Forscherin stand dabei die Frage, ob unsere alltäglichen Entscheidungen künftig der künstlichen Intelligenz überlassen werden sollen. Raicu legte nahe, dass wir angesichts der (guten und schlechten) Auswirkungen der digitalen Transformation, diesen Veränderungen nicht passiv gegenüberstehen, sondern aktiv handeln und sorgfältig unsere Entscheidungen treffen sollen. Die Verbindung zwischen Technologie und Ethik hat für die Forscherin in diesem Zusammenhang einen wichtigen Stellenwert.

Wie ZHAW-Forschende diese Verbindung zwischen Technologie und Ethik im Rahmen der digitalen Transformation umsetzen, wurde anhand verschiedener Projekte gezeigt: An der School of Engineering beispielsweise arbeitet Professor Christoph Heitz an einem Ethik-Kodex für den Umgang mit Daten und fordert «faire Algorithmen». Doktorandin und wissenschaftliche Assistentin Ana-Claudia Sima entwickelt in ihrem Forschungsprojekt eine intuitive Suchfunktion, mit der Biologinnen und Mediziner auch ohne technisches Wissen möglichst einfachen Zugang zu Daten bekommen. Markus Niederhäuser und Nicole Rosenberger Staub vom Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) ihrerseits wollen Kommunikationsverantwortliche mit dem neuen CAS Digitale Transformation und Kommunikation erkennen lassen, dass es nicht nur um die Digitalisierung der Kommunikation, sondern um die Kommunikation der Digitalisierung geht.

Silvia Steiner stolz auf die Fachhochschulen

Bildungsdirektorin Silvia Steiner liess in ihrer Grussbotschaft erneut ihren Stolz auf die Fachhochschulen durchblicken. «Die Fachhochschulen forschen und lehren nahe an der Gesellschaft und Arbeitswelt, erhalten Zuspruch aus der Bevölkerung und bieten hochkarätige Infrastrukturen. Das zeichnet sich als Erfolgsmodell auch gegenüber dem Ausland aus», so die Regierungsrätin.

Impressionen vom 11. Hochschultag

Forschungsprojekte der ZHAW im Rahmen der digitalen Transformation

Doktorandin und wissenschaftliche Assistentin Ana-Claudia Sima entwickelt in ihrem Forschungsprojekt an der ZHAW eine intuitive Suchfunktion, mit der Biologinnen und Mediziner auch ohne technisches Wissen möglichst einfachen Zugang zu Daten bekommen.
An der ZHAW School of Engineering arbeitet Professor Christoph Heitz an einem Ethik-Kodex für den Umgang mit Daten und fordert «faire Algorithmen».
Markus Niederhäuser und Nicole Rosenberger Staub vom ZHAW Institut für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) stellen das neue CAS Digitale Transformation und Kommunikation vor.