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Teilnehmende berichten: Stefan Gribi

Stefan Gribi absolvierte an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit den CAS Kommunizieren und handeln im interkulturellen Kontext.

Porträt von Stefan Gribi
«Zahlreiche Übungen, Gruppenarbeiten und Exkursionen boten Raum für eine kritische Auseinandersetzung.»

Stefan Gribi, Leiter der Abteilung Kommunikation und Mediensprecher der Caritas Schweiz

Stefan Gribi, wie sehen Ihr beruflicher Werdegang und Ihre jetzige Tätigkeit aus?
Ich habe an der Universität Zürich Germanistik, Nordische Literatur und Soziologie studiert. Schon während des Studiums habe ich für unterschiedliche Zeitschriften und Zeitungen gearbeitet. Nach dem Lizentiat trat ich eine Stelle auf der Redaktion der Solothurner Nachrichten an und absolvierte am Medienausbildungszentrum Luzern einen Lehrgang für Regionaljournalismus. Danach half ich mit, an der ETH Zürich eine wöchentliche Mitarbeiterzeitschrift aufzubauen und betreute diese während vier Jahren. Mein Ziel war es aber, mich beruflich in einem sozialen und gleichzeitig internationalen Kontext zu engagieren. Seit 18 Jahre arbeite ich beim Hilfswerk Caritas Schweiz. Seit zehn Jahren leite ich die Abteilung Kommunikation und bin als Mediensprecher tätig.

Sie haben an der ZHAW Soziale Arbeit den CAS Kommunizieren und Handeln im interkulturellen Kontext abgeschlossen. Warum haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden?
Caritas Schweiz führt in der Schweiz und in vielen Ländern weltweit Projekte durch, deren Ziel die Unterstützung von Migrantinnen und Migranten ist. Gleichzeitig nimmt Caritas auch politisch Stellung zu brennenden asyl- und migrationspolitischen Themen. Daher wollte ich mich für die Kommunikationsarbeit in diesem Thema vertiefen. Es ging mir aber auch um eine persönliche Weiterentwicklung. Entscheidend war für mich, dass der Kurs einen stark praxisorientierten Ansatz verfolgt. Das «Handeln» im Titel des CAS interessierte mich besonders.

Was haben Sie durch die Weiterbildung erreicht und was haben Sie besonders geschätzt?
Mit ist noch klarer geworden, wie weit die Kommunikation im interkulturellen Kontext zur Normalität geworden ist. Die Schweiz ist ein Einwanderungsland und lebt von der kulturellen Vielfalt. Der CAS bietet theoretisches wie praktisches Rüstzeug dafür, dass die Verständigung in unserer Gesellschaft über kulturelle Barrieren hinweg verbessert werden kann. Besonders geschätzt habe ich den Austausch mit den in unterschiedlichsten Berufsfeldern tätigen Teilnehmenden.

Inwieweit bot die Weiterbildung Raum für Reflexion und eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten?
Die Weiterbildung war sehr dialogorientiert ausgerichtet. Zahlreiche Übungen, Gruppenarbeiten und Exkursionen ermöglichten eine kritische Auseinandersetzung. In unserer ausgesprochen kommunikativen Klasse war es für die Kursleiterinnen angesichts der lebhaften Diskussionen nicht immer einfach, ihren Stoff an uns Kursteilnehmende zu bringen.

Welchen Nutzen für die Praxis ziehen Sie aus der Weiterbildung? Wie äussert sich das in Ihrem beruflichen Handeln?
Einerseits bin ich in migrationspolitischen Themen sattelfester geworden, was für meine Arbeit wertvoll ist. Andererseits hilft mir das erlernte Wissen bei Begegnungen mit Menschen aus anderen Kulturen. Kürzlich war ich im Libanon, einem Land, das mit wesentlich mehr kulturellen und sozialen Unterschieden und Konflikten zu Rande kommen muss als die Schweiz. Da ist auch als Besucher Know-how zum «Kommunizieren und Handeln im interkulturellen Kontext» unerlässlich.

Wie haben Sie den Lernprozess während der Weiterbildung und die Begleitung durch die Dozierenden erlebt?
Der Kurs wird gemeinsam von zwei Departementen der ZHAW angeboten, der Angewandten Linguistik und der Sozialen Arbeit. Auch dies war eine Art «interkultureller» Kontext und führte dazu, dass wir nicht einfach ein etabliertes Kursprogramm abspulen mussten, sondern uns gemeinsam mit den Dozierenden auf Neuland bewegten. Ich habe da eine grosse Offenheit und Bereitschaft erlebt, die Erfahrungen der Kursteilnehmenden einzubeziehen und auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen.
(Juni 2016)

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