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Teilnehmende berichten: Jörg Schilter

Jörg Schilter absolvierte an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit den CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen, den CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen und den MAS Sozialmanagement.

Porträt von Jörg Schilter
«Auf das Netzwerk aus den Weiterbildungen greife ich immer wieder gerne zu. Es wurde schon einige Male zum wichtigen Türöffner in der Projektarbeit und ermöglichte den Zugang zu wertvollem Know-how.»

Jörg Schilter, stellvertretender Zentrumsleiter bei der AOZ

Jörg Schilter, wie sehen Ihr beruflicher Werdegang und Ihre jetzige Tätigkeit aus?
Nach einem Architekturstudium und einer mehrjährigen Praxis als Architekt und Kursleiter an der Berufsschule entschloss ich mich vor 15 Jahren, anstelle der geplanten Ausbildung zum Berufsschullehrer am SIBP ein Studium als Sozialarbeiter an der damaligen HSSAZ zu beginnen. Die Mitarbeit in der Kampagnenarbeit von Amnesty International und ein mehrmonatiges Engagement als Freiwilliger in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende der AOZ gaben den Ausschlag für diesen Entscheid. Während dem Studium arbeitete ich als Betreuer in einem Durchgangszentrum für Asylsuchende. Meine Bachelorarbeit war Teil der Evaluation des damaligen Pilotprojektes «Gemeinnützige Einsatzplätze für Asylsuchende» der Stadt Zürich, für welches ich anschliessend während fünf Jahren als Vermittler tätig war. Bis zum MAS-Abschluss Ende 2014 leitete ich für weitere fünf Jahre den Teilbereich Berufsvorbereitung des Fachbereichs Bildung. Aktuell arbeite ich im Rahmen des Versuchsbetriebes für das beschleunigte Asylverfahren als stellvertretender Leiter im Zentrum Juch.

Sie haben an der ZHAW Soziale Arbeit den CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen, den CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen und den MAS Sozialmanagement abgeschlossen. Warum haben Sie sich für diese Weiterbildungen entschieden?
Für die beiden CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen und Leiten in Nonprofit-Organisationen hatte ich mich entschieden, weil ich für die zentralen Aufgabenbereiche in meiner damaligen Funktion als Team- und Fachleiter Berufsvorbereitung fundiertes aber auch praktisch anwendbares Know-how erwerben wollte. Das Wissen über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge wird im Sozialbereich immer wichtiger, da die Kosten zu einem wesentlichen Faktor bei der Konzipierung von Projekten geworden sind. Viele Angebote – auch im Kursbereich und bei der Arbeitsintegration – sind mittlerweile dem Markt ausgesetzt. Dabei werden immer mehr Aufträge über ein Submissionsverfahren vergeben.

Der Entscheid zum MAS-Abschluss fiel mir nach Abschluss des dritten CAS auch im Hinblick auf die weitere berufliche Perspektive nicht schwer. Mit der Masterthesis wollte ich mich im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit intensiv mit einer Fragestellung aus der Praxis auseinandersetzen und dabei mein Methodenwissen vertiefen. Diese Möglichkeit besteht bei der täglichen Projektarbeit in der Regel nur sehr beschränkt.

Was haben Sie durch die Weiterbildung erreicht und was haben Sie besonders geschätzt?
In den beiden CAS konnte ich viel und vor allem auch viel praktisch anwendbares Fachwissen erwerben. Im Bereich der Betriebswirtschaft befähigte mich dies, Kostenkalkulationen und Budgetierungen bis hin zu Kontierungen und Verbuchungen sicher und professionell auszuführen. Bei den Leitungsaufgaben profitiere ich in der Praxis vor allem von den vermittelten Methoden und Tools aus den Modulen Personalmanagement, Führung, und Arbeitsrecht. Die Unterlagen und Fachbücher aus den CAS dienen mir immer wieder als wichtige Wissenssammlung beim Herangehen an neue Aufgaben, auch wenn die Umsetzung in der Praxis nicht immer vollständig und lupenrein erfolgen kann. Im Rahmen der Masterarbeit konnte ich mit dem wissenschaftlichen Arbeiten und dem Präsentieren der Arbeit das tun, was ich gerne und mit Herzblut tue. Ein toller Luxus zum Abschluss des Masterstudiums!

Inwieweit bot die Weiterbildung Raum für Reflexion und eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten?
Die CAS schufen dafür willkommene zeitliche Freiräume in einem idealen Setting. Für Reflexion und eine kritische Auseinandersetzung mit den Inhalten ist im Tagesgeschäft oft (zu) wenig Zeit. Deshalb war dies für mich eine wichtige Zielsetzung während den CAS. Die fachlichen Inputs der Dozentinnen und Dozenten der ZHAW und der beigezogenen Fachleute boten den wichtigen Blick von aussen und ermöglichten ein kritisches Hinterfragen der eigenen Praxis. Sehr wertvoll und fruchtbar war für mich auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden. Vom Vergleich mit anderen Organisationsformen und Vorgehensweisen konnte ich stark profitieren und habe für meine Arbeit zahlreiche praktische Inputs und Ideen erhalten.

Wie haben Sie den Lernprozess während der Weiterbildung und die Begleitung durch die Dozierenden erlebt?
Für den Lernprozess war für mich entscheidend, ob und in welchem Masse ich die vermittelte Theorie auf die Praxis beziehen konnte. Dies war in den meisten der Module sehr gut möglich. Der Wissensgewinn war für mich in diesem Fall noch grösser. Als sehr positiv empfand ich die Dozierenden und beigezogenen Fachleute, die selber aus einer grossen Praxiserfahrung schöpfen und die Lerninhalte mit konkreten Praxisbeispielen vermittelten. Dieser Praxisbezug ist ein grosses Plus. Die Begleitung der Module und der Masterthesis habe ich als sehr professionell erlebt.

Half Ihnen diese Weiterbildung bei der beruflichen Vernetzung, hat sie Ihnen berufliche Perspektiven aufgetan?
Ich erachte die Möglichkeit zur Vernetzung mit den anderen Teilnehmenden sowie den Dozentinnen und Dozenten als sehr wertvoll. Mit mehreren Teilnehmenden pflege ich seit den CAS den Kontakt  ̶  beruflich und zum Teil sogar privat. Auf dieses Netzwerk greife ich bei Gelegenheit immer wieder gerne zu. Es wurde schon einige Male zum wichtigen Türöffner in der Projektarbeit und ermöglichte den Zugang zu wertvollem Know-how.
Der vertiefte Einblick in die Arbeit und die Organisationen der anderen Teilnehmenden und die Arbeit an der Masterthesis haben mir aber auch wichtige Inputs und Anregungen für mögliche berufliche Perspektiven und künftige Arbeitsfelder gewährt. Das Know-how aus den Schlüsselgebieten Betriebswirtschaft, Personalführung und Projektmanagement und die formale Qualifikation des MAS-Abschlusses erweitern diese beruflichen Möglichkeiten wesentlich.
(Interview vom Juni 2015)

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