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WBK Schulsozialarbeit – Vier Methoden für die Praxis

Im Zentrum des Kurses stehen vier Methoden, die praxisnah vermittelt werden («vomICHzumWIR», Erlebnispädagogik, Trainingskurs und «Play Is The Way»). Die Teilnehmenden vertiefen die Methoden modellhaft sowie auf kreative Weise und erweitern so ihre Handlungskompetenzen für die Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeit.


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Auf einen Blick

Abschluss:

Kursbestätigung WBK Schulsozialarbeit – Vier Methoden für die Praxis

Start:

auf Anfrage

Dauer:

08./09.09.2022, 2 Unterrichtstage (16 Kontaktstunden)

Kosten:

CHF 700.00

Durchführungsort: 

ZHAW Soziale Arbeit, Campus Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8005 Zürich (Auf Google Maps anzeigen)

Unterrichtssprache:

Deutsch

Unterrichtszeiten: 

08.45 bis 16.45 Uhr

Ziele und Inhalt

Zielpublikum

Schulsozialarbeitende sowie andere Fachpersonen der Sozialen Arbeit oder Pädagogik, die ihre Handlungskompetenzen im schulischen Kontext erweitern möchten.

Ziele

Die Teilnehmenden

  • erweitern ihr Wissen zu vier Methoden für die Einzel-, Gruppen- oder Klassenarbeit,
  • setzen sich mit den unterschiedlichen Systemen und den dazu passenden Methoden auseinander,
  • sind fähig, eine Methode den eigenen Ansprüchen und dem jeweiligen Setting anzupassen und
  • reflektieren und diskutieren eigene Fragen aus der Praxis.

Inhalt

Die Schulsozialarbeit umfasst ein Set von sozialarbeiterischen Leistungen für die verschiedenen Anspruchsgruppen in der Schule als Lern- und Lebensraum. Schulsozialarbeitende sind laufend gefordert, Angebote und Projekte zu Sozialkompetenz, Konfliktbewältigung und Partizipation sowie Gender- und Herkunftsfragen auf Klassen- und Schulebene zu entwickeln und anzuwenden. Sie sind deshalb bei ihrer Arbeit in der Prävention und Intervention mit ganzen Klassen und im Einzelsetting regelmässig auf der Suche nach der passenden Methode.

Der Kurs befasst sich mit folgenden vier Methoden:

  • «Play Is The Way»: In Europa weitgehend unbekannt prägt die von Wilson McCaskill entwickelte Methode in Australien unzählige Schulen und Kinder positiv. Das spielpädagogische Programm für Kinder und Jugendliche von 6 bis 14 Jahren bietet in originellen Spielformen Gelegenheiten für individuelles, soziales und emotionales Lernen. Unter der Führung und Vermittlung einer Spielleitung lernen Kinder spielend, ihre Motivation sinnvoll zu nutzen und ihre Emotionen im Sinne der Kooperation und des Teamziels zu regulieren. Da die Spiele mit Herausforderungen verbunden sind, werden auch Selbstkompetenzen wie Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und eine optimistische Grundhaltung trainiert. Im Bereich des Sozialen geht es um die Förderung des Klassengeistes wie allgemein vertrauensvoller Beziehungen.

    «Play Is The Way» ist ein bewährtes Werkzeug für Schulsozialarbeitende, nicht zuletzt, weil Spielen für alle Beteiligten mit Spass verbunden ist. Neben kurzen theoretischen Erläuterungen wird im Kurs vor allem praktisch gearbeitet, indem die Teilnehmenden ausgewählte Spielformen und ihr pädagogisches Potenzial erkunden.
     
  • «vomICHzumWIR»: Das Klima innerhalb einer Klasse wirkt sich stark auf das Wohlbefinden, die Motivation und die Leistungsfähigkeit eines Individuums aus. Sozialkompetenz – im Schulalltag – ist die Befähigung zur Teamarbeit und eine Verschiebung des Fokus «vom ICH zum WIR». Eine Fähigkeit, die Kinder und Jugendliche auch im Hinblick auf ihre Zukunft dringend benötigen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich intensiv mit der Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung auseinander. Die erarbeiteten Inhalte werden visualisiert, im Kreis diskutiert und durch spielerische Elemente unterstützt.

    Das schulinterne Angebot‚ das in Anlehnung an das Baghira-Training aufgebaut wurde, besteht aus 10 bis 12 Klassenlektionen, in welchen die Schulsozialarbeit gemeinsam mit den Lehrpersonen am Aufbau eines vertrauensvollen Klassenklimas arbeitet. Die Kinder vertiefen diese Arbeit mittels Arbeitsblätter und führen ein Heft. Dieses Heft kann von der Lehrperson für Sozialkompetenzthemen weiterverwendet werden. Neben kurzen theoretischen Erläuterungen wird im Kurs vor allem praktisch gearbeitet, indem die Teilnehmenden ausgewählte Sequenzen durchspielen, diskutieren und reflektieren.  
     
  • Trainingskurs: Bei dieser Methode handelt es sich um ein Training zur Persönlichkeitsstärkung, zur Unterstützung von Konzentration, Entspannung und Selbstvertrauen sowe zur Entwicklung von sozialen Kompetenzen für Kindergarten- bzw. Schulkinder.

    In diesem Kursteil wird das Konzept des Trainingskurses, der sich am Marburger Verhaltenstraining orientiert, vorgestellt. Er beinhaltet einen theoretischen Input, praktische Übungen und Spiele. Der Kurs ist ausgerichtet auf Kindergarten- und Schulkinder, die besondere Mühe zeigen, sich in einer Gruppe einzufügen, die ständig dazwischenrufen und -reden, dauernd im Raum umherlaufen, immer wieder in Streitereien verwickelt sind, nicht zuhören können und emotional und sozial unreif sind. In den 14 Trainingseinheiten erlernen und üben die Kinder in der Gruppe während jeweils zwei Lektionen spielerisch neue positive Verhaltensweisen und vergrössern dadurch ihr Verhaltensrepertoire. Die Elternarbeit ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil des Kurses.
     
  • Erlebnispädagogik: Sozial- und Selbstkompetenz sind in der Schule in hohem Masse gefordert. Sei dies bei den Lernenden selbst oder aber in ganzen Schulteams. Die Schulsozialarbeit wird direkt oder indirekt immer wieder in Situationen miteinbezogen, in denen Sozial- resp. Selbstkompetenzen wenig oder nicht im gewünschten Ausmass vorhanden sind. Hier kann die Erlebnispädagogik als Methode wertvolle Akzente setzen: soziales Lernen in Schulklassen, Reflexion von und in Klassen, Reflexion der eigenen Persönlichkeit und das Bewältigen von ungewohnten, neuen Herausforderungen. Handlungsorientiertes Lernen, Ganzheitlichkeit und Gruppenorientierung sind dabei wichtige Stichwörter. Das Lernen in der Natur ist ein zentrales, aber nicht explizites Element.

    Dieser sehr praktisch orientierte Nachmittag gibt einen Einblick in die Erlebnispädagogik. Die Teilnehmenden lernen diverse praktische Kooperative- resp. Problemlöseaufgaben kennen und reflektieren konkrete Situationen. Dies immer mit dem Fokus auf die Anwendbarkeit in der Praxis der Schulsozialarbeit. Der Nachmittag wird teilweise im Freien stattfinden. Dem Wetter entsprechende Kleidung ist dringend empfohlen.

Beratung und Kontakt

Veranstalter

Dozierende

  • Heidi Bachmann, Sozialpädagogin FHS, Schulsozialarbeiterin Bonstetten
  • Frowin Betschart, Bsc in Sozialer Arbeit, Schulsozialarbeiter Unterägeri
  • Roger Dietrich, Bsc in Sozialer Arbeit, Schulsozialarbeiter Mettmenstetten
  • Patrizia Pedone Karaca, Sozialarbeiterin FH, Schulsozialarbeiterin Obfelden

Anmeldung

Zulassungskriterien

Für diesen Kurs gibt es keine Zulassungskriterien.

Startdaten und Anmeldung

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