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Starthilfe bei der Umsetzung von Projekten

Das Projekt «Startrampe» unterstützt Studierende dabei, ihre eigenen Projekte auf solide Füsse zu stellen. Zwei Projekte konnten gefördert werden.

Nur wer seine Ideen oder Initiativen prägnant und überzeugend der Öffentlichkeit zu vermitteln vermag, erhält die notwendigen Fördergelder für sein Vorhaben. Das gilt auch für Studierende. «Ein Projekt auf den Punkt zu bringen, ist für viele Studierende nicht einfach», sagt Larissa M. Sundermann, Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialmanagement. Hier setzt das Projekt «Startrampe Social Entrepreneurship» an, das die ZHAW Anfang Jahr lanciert hat. Angesprochen wurden neben den Studierenden auch Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Soziale Arbeit. Finanziert wird das Projekt von der Förderstiftung für Soziale Arbeit Zürich.

Integration im Dorf

Eines der eingereichten Projekte trägt den Titel «Integration im Dorf» und läuft seit Frühling 2016. Das Projekt ging ursprünglich aus einer Initiative des Elternrates der Gemeinde Hedingen hervor. Das kleine Dorf musste ein Kontingent von 26 Flüchtlingen erfüllen: Ausser dem Sozialdienst nahm sich niemand dieser Erwachsenen und Kinder aus Ländern wie Syrien, Afghanistan und der Türkei an. «Sie wussten mit ihren geringen Deutschkenntnissen weder wie man ein Bahnbillett löst noch wie das soziale Leben in der Gemeinde funktioniert», sagt Rebekka Haller, ein Mitglied der 15-köpfigen Projektgruppe. Die Gruppe möchte Geflüchtete bei ihrer Integration unterstützen und hat deshalb eine Reihe von Angeboten geschaffen: Sprach- und Kulturtreff, Hausaufgabenstunde, ein Gartenprojekt oder Beschäftigungseinsätze. Ziel ist es, zusammen mit den Geflüchteten eine Zukunftsperspektive zu erarbeiten und ihnen eine Anstellung auf dem ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Bald merkte die Gruppe aber, dass sie ohne Mithilfe der Bevölkerung nicht weiterkommt. Wie sie diese am besten einbeziehen könnte, erhoffte sie sich von der «Startrampe» zu erfahren.

«Werkzeuge» geschärft

«In einem Workshop wurden zuerst die Ziele präzisiert und der Kern des Projekts herausgearbeitet», sagt Larissa M. Sundermann. Dazu gehörte auch eine bessere Strukturierung des Projekts. Weiter wurden den Teilnehmenden Managementmethoden nähergebracht. Wichtig war auch die Kommunikation: Wie wird das Projekt nach aussen dargestellt? Wie spreche ich mit Financiers? Es wurde konkret geübt, wie man Stiftungsgelder beantragt, schriftlich und mündlich. Larissa M. Sundermann: «Die Teilnehmerinnen mussten in 90 Sekunden ihr Anliegen auf den Punkt bringen.»
«Am meisten gebracht haben uns die Workshops», bilanziert die Teilnehmerin Rebekka Haller die Arbeit der «Startrampe». Das Projekt habe dadurch klarere Strukturen und eine solide Basis erhalten.

«Startrampe» soll in die zweite Runde gehen

Eine zweite Durchführung der «Startrampe» ist bereits ins Auge gefasst. Beim nächsten Mal soll das Konzept zeitlich nicht mehr so eng getaktet sein. Ausserdem strebt die Projektleiterin ein deutlich grösseres Budget an.