10 Jahre ZHAW – Mitarbeitende der ersten Stunde berichten

Frank Wittmann, Leiter des Instituts für Sozialmanagement, nimmt die ZHAW heute als deutlich offener und beweglicher wahr als vor zehn Jahren. Die Eichhörnchen-Mentalität habe das Igeldenken abgelöst: «Eichhörnchen suchen immer nach Opportunitäten, und wenn sie eine Nuss finden, knacken sie sie.»

Porträt von Frank Wittmann mit zwei Plüschtieren in den beiden Händen

Vom Igel zum Eichhörnchen: Wenn Frank Wittmann die Entwicklung der ZHAW seit ihrer Gründung beschreibt, lehnt er sich gern ans Tierreich an. Als Leiter der Stabsstelle des Ressorts Internationales sollte er vor zehn Jahren die internationale Vernetzung der ZHAW aufbauen, und dies just zu einer Zeit, in der alle mit dem Zusammenschluss beschäftigt waren. «Die Departemente igelten sich ein.» Er aber zog in die entgegengesetzte Richtung: Zu seinen Aufgaben gehörte es, Austauschprogramme für Studierende aufzubauen, internationale Beziehungen unter den Dozierenden zu fördern sowie Lehre und Forschung mit EU-Programmen zu verzahnen. Mit seinem Werdegang war er prädestiniert dafür. Der Sohn einer französischsprachigen Schweizerin und eines Deutschen kam nach zwei Jahren bei der UNO in Haiti an die ZHAW. Hier organisierte er über die Departementsgrenzen hinweg Studienreisen für Dozierende und Institutsleiter. Und siehe da – zwischen Brüssel, Boston und Bangalore begannen sich Widerstände aufzulösen: «Wenn man mit einem Kollegen im Taxi sitzt, fängt man plötzlich an zu reden», sagt er. So sind auf den Reisen viele tragfähige Beziehungen entstanden; auch Wittmann selbst hat sich ein weit reichendes Netzwerk aufgebaut.

Gründung und Aufbau eines Instituts

Seit zwei Jahren ist er wiederum in einer Pionierrolle, diesmal als Leiter des Instituts für Sozialmanagement am ZHAW-Departement Soziale Arbeit, das Organisationen des Sozialbereichs in Führungs- und Managementfragen unterstützt. «Mich fasziniert es, Neues aufzubauen», sagt der 43-Jährige. Zwei Jahre nach der Gründung sind die Grundfesten des 15 Mitarbeitende zählenden Instituts etabliert, jetzt geht es darum, Angebot und Forschung auszubauen und die Bekanntheit zu steigern.

Mehr Offenheit und Austausch

Wittmann wünscht sich, dass Offenheit und Austausch in der ZHAW kultiviert werden, etwa durch gemeinsame Projekte und Angebote. So plant sein Institut mit der School of Management and Law ein Marketing-Weiterbildungsangebot, und mit dem Institut für Ergotherapie läuft ein Forschungsprojekt.