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Wie sicher fühlt sich die Schweizer Bevölkerung?

Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und die Universität St. Gallen starten die umfassendste jemals in der Schweiz durchgeführte Befragung zu Kriminalität und Sicherheit.

3. Mai 2022

Wie sicher fühlen Sie sich in Ihrer Wohngegend? Fürchteten Sie schon einmal, Opfer einer Straftat zu werden oder sind Sie bereits Opfer geworden? Wie bewerten Sie die Arbeit der Polizei? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die umfassendste jemals in der Schweiz durchgeführte Befragung zu Kriminalität und Sicherheit. Dabei geht es unter anderem um Delikte wie Bedrohung, Belästigung, Diebstahl, Tätlichkeiten oder sexuelle Übergriffe.

Falls Sie eine briefliche Einladung zu dieser Befragung erhalten haben, gelangen Sie hier direkt zum Online-Fragebogen:

Warum wird eine solche Befragung durchgeführt?

Wir wollen das wahre Ausmass an Kriminalität sichtbar machen. Polizeistatistiken erfassen nur die angezeigten Straftaten. Mit der Befragung ermitteln wir jedoch auch das sogenannte Dunkelfeld: jene Straftaten, die nicht angezeigt wurden, weil sie nach Ansicht der Opfer zu gering sind oder aus Gründen der Scham, Angst oder der Resignation. Zudem: Zur Lebensqualität gehört nicht nur die tatsächliche Sicherheit, sondern auch das Sicherheitsempfinden. Damit verbundene Gefühle und Einschätzungen lassen sich nur über eine Befragung sichtbar machen.

Wem nützt diese Befragung?

Im Grunde Ihnen selbst: Mithilfe der Erkenntnisse kann die Polizei ihre Arbeit stärker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ausrichten. Aus diesem Grund finanziert die Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten die Befragung zusammen mit fedpol. Wie bereits bei früheren, kleineren solchen Befragungen in den Jahren 2011 und 2015 beteiligen sich erneut alle kantonalen Polizeikorps der Schweiz sowie die Stadtpolizei Zürich.

Wer führt die Befragung durch?

Es handelt sich um eine Kooperation der Universität St. Gallen (HSG) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Beide Hochschulen haben grosse Erfahrung in der Durchführung solcher Befragungen. Geleitet wird die Studie von Prof. Dr. Nora Markwalder, Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie an der HSG, und Prof. Dr. Dirk Baier, Leiter des Instituts für Delinquenz und Kriminalprävention an der ZHAW. Zum weiteren Forschungsteam gehören Lorenz Biberstein, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ZHAW, Prof. Dr. Sandrine Haymoz (Haute école de travail social Fribourg HETS-FR) sowie Prof. Dr. Marcelo Aebi (Universität Lausanne).

Das Forschungsinstitut gfs-zürich stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung.

Wie erfolgt die Befragung?

Über das Bundesamt für Statistik wurden 35 000 in der Schweiz wohnhafte Personen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Auswahl erfolgte unabhängig davon, ob jemand bereits einmal Opfer einer Straftat geworden ist oder nicht. Die rechtliche Grundlage für eine solche Auswahl ist Artikel 13c Absatz 2 der Statistikerhebungsverordnung (SR 431.012.1). Alle ausgewählten Personen wurden postalisch zu einer Online-Befragung eingeladen. Sie bekamen einen Befragungslink sowie ein Passwort zugeschickt. Nur eingeladene Personen können an der Befragung teilnehmen. Da das Ausfüllen des Fragebogens vergessen gehen kann, werden wir im Verlauf der Studie noch zweimal postalisch an das Ausfüllen des Fragebogens erinnern. Zusätzlich führen wir auch noch telefonische Befragungen durch. Damit möchten wir jene Menschen erreichen, denen das Ausfüllen eines Online-Fragebogens Schwierigkeiten bereitet.

Muss ich an der Befragung mitmachen?

Die Befragung ist freiwillig. Doch je höher die Zahl der Teilnehmenden ist, desto aufschlussreicher und repräsentativer werden die Studien-Erkenntnisse ausfallen. Darum bitten wir auch jene eingeladenen Menschen, die bisher nie Opfer einer Straftat wurden, an der Befragung teilzunehmen.

Wie lange dauert die Befragung?

Das Ausfüllen des Online-Fragebogens dauert rund 15 Minuten.

Werden meine Angaben vertraulich behandelt?

Ja. Alle Angaben werden anonym erfasst; Personalien (Namen, Adressen etc.) werden nicht erfragt. Die für die postalische Einladung und die telefonische Befragung verwendeten Personendaten werden wieder gelöscht. Die Antworten aus den Fragebögen werden auf gesicherten Servern in der Schweiz an den Hochschulen gespeichert; ein Zugriff Dritter ist ausgeschlossen.

Was kann ich tun, falls mich das Beantworten einiger Fragen psychisch belastet?

Falls einige Fragen bei Ihnen negative Gefühle, Ängste, Niedergeschlagenheit oder ähnliches auslösen sollten, bitten wir Sie, sich Hilfe zu suchen. Kontaktieren Sie bitte die Dargebotene Hand, Telefon 143; E-Mail- und Chat-Kontakte finden Sie unter www.143.ch. Sie können sich auch an kantonale Opferhilfestellen wenden. Die Angebote sind vertraulich und kostenlos.

Bis wann dauert die Studie?

Die Befragung wird im Juli 2022 abgeschlossen. Danach werden die Daten ausgewertet und in einem Forschungsbericht zusammengefasst. Dieser wird voraussichtlich Anfang 2023 publiziert.

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.