Studie zur Jobsuche in der Schweiz publiziert

Welche Jobs werden am häufigsten ausgeschrieben und welche am häufigsten angeklickt? Haben Männer Vorteile bei der Jobsuche? Die kürzlich erschienene Studie «JobCloud Market Insights» kennt die Antworten.

Online-Ausschreibungen und Nachfrage (Klicks) von Stellenangeboten in der Deutschschweiz nach Branche.

Zum ersten Mal gibt JobCloud, das führende digitale Unternehmen im Schweizer Stellenmarkt, zu dem u.a. jobs.ch und jobup.ch gehören, Einblick in ihren umfangreichen Datenschatz. Auf dieser Basis lassen sich die Verhaltensweisen von Jobsuchenden und Recruitern aufzuzeigen. In Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Management and Law wurden diese Daten ausgewertet. Involviert waren Mitarbeitende aus dem Institut für Marketing Management (IMM) und dem Zentrum für Human Capital Management (ZHCM). Entstanden ist eine in der Schweiz bisher einzigartige Beobachtungsstudie, die statt Meinungen und Absichten das tatsächliche Verhalten bei der Jobsuche und Stellenausschreibungen untersucht hat. «Das liefert viel genauere Ergebnisse als eine Studie, die sich auf das Gedächtnis der Befragten verlassen muss», so Prof. Dr. Frank Hannich vom IMM, der an der Studie mitgearbeitet hat.

Einblicke in den Fachkräftemangel
Die «JobCloud Market Insights» zeigen detailliert auf, welche Berufsgruppen oder Branchen am beliebtesten sind, welche vom Fachkräftemangel am stärksten betroffen sind und welche regionale Unterschiede zwischen der Deutsch- und Westschweiz bestehen. So zeigen die Resultate, dass die Jobangebote in den Branchen Gesundheitswesen und IT-/Telekom die Nachfrage in der Deutschschweiz deutlich übersteigen, in der Westschweiz gilt dasselbe für die Baubranche. Schweizweit einer besonders hohen Nachfrage seitens Jobsuchenden erfreuen sich der Detail-/Grosshandel sowie das Bildungswesen. Jobsuchende möchten sich bei einem Stellenwechsel in erster Linie hierarchisch verbessern und in Führungspositionen aufsteigen. Zu denken geben muss der Befund, dass Recruiter die Profile von männlichen Kandidaten fast doppelt so oft anklicken wie jene von weiblichen.

«Die anonymisierten Datensätze sind ein riesiger Schatz an Informationen, anhand derer wir immer wieder neue Trends zum tatsächlichen Verhalten von Jobsuchenden und Recruitern im Netz ablesen können», so Frank Hannich. Die Studie soll künftig mindestens einmal jährlich aktualisiert werden.

Download der ersten Studie unter www.jobcloud.ch/market-insights

Auskunft: Frank Hannich, Institut für Marketing Management, Nicoline Scheidegger, Zentrum für Human Capital Management