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Beiträge Compliance Kompakt

Sexuelle Belästigung

Nachrichten über sexueller Belästigungen, der Hashtag „#metoo“ oder Talkshows zu diesem Thema gehören seit einigen Wochen in die Medienlandschaft. Die Fälle ereigneten sich nicht nur in Hollywood und dem Prominentenmilieu. Das brisante Thema schwappte rasch über den grossen Teich und erfasst nunmehr in Europa Politik, öffentliche Institutionen und Industrie.

Die Ereignisse haben dabei nicht nur Konsequenzen für die jeweilig betroffenen Personen, die involviert sind. Vielmehr erreichen sie politische Dimensionen. Am 2. November musste der Britische Verteidigungsminister Michael Fallon wegen Vorwürfen sexueller Belästigung einer Journalistin gegenüber zurücktreten. In Österreich erklärte am 4. November der Abgeordnete Peter Pilz, der Gründer der österreichischen Grünen, seinen Rücktritt.

In kürzester Zeit können solche Ereignisse existenzgefährdende Konsequenzen nach sich ziehen. So hat Laurene Powell Jobs, die Witwe von Steve Jobs, ihre finanzielle Unterstützung für das geplante, kurz vor Veröffentlichung stehende Magazin „Idea“ zurückgezogen, nachdem mehrere Vorwürfe von sexueller Belästigung gegen den Journalisten und Herausgeber Leon Wieseltier bekannt wurden.  Uber oder Fox News sind nur einige der vielen weiteren Beispiele. 

Sind Institutionen, Behörden, Unternehmen auf eine solche Situation vorbereitet, um agieren und nicht nur reagieren zu können? Allen müsste ein ausgearbeiteter Plan vorliegen, wie ihre Reaktion im Falle des Bekanntwerdens eines solchen Vorfalles ablaufen muss. Stehen die Medien oder gar die Staatsanwaltschaft vor der Türe, ist es zu spät.

Zu den ersten Schritten gehört insbesondere die sofortige Aufklärung des Vorfalls. Dies kann effizient mittels einer „Internen Untersuchung“ erfolgen. Eine solche Interne Untersuchung können externe Rechtsanwälte durchführen. Insbesondere bei hochsensiblen Umständen oder sobald Organmitglieder involviert sind, ist dieser Weg aus Vertraulichkeitsgründen zu bevorzugen. Bei anderen Vorfällen können eigene, hierfür qualifizierte Mitarbeiter aus den Abteilungen Compliance, Revision oder Recht eine Interne Untersuchung durchführen.

Autorin:
Dr. Rita Pikó, LL.M. (Exeter), RA (D)
Studienleiterin des CAS Compliance Investigator und Dozentin für Compliance am Zentrum für Wettbewerbs- und Handelsrecht der ZHAW School of Management and Law

 

Unser Angebot:

Die ZHAW bietet eine berufsbegleitende Weiterbildung zur Ausbildung von Internen Investigatoren an: CAS Compliance Investigator. Der nächste Weiterbildungskurs beginnt am 3. September 2018. Weitere Informationen hierzu finden Sie hier: www.zhaw.ch/zwh/cas-complianceinvestigator

Ein Beitrag aus dem Compliance Kompakt Nr. 1 / Dezember 2017.

Digitalisierung & Compliance

Für Unternehmen ist die Digitalisierung eine grossartige Entwicklung mit unendlichen Möglichkeiten. Die neuen Erkenntnisse aus den gewonnen Daten stossen dabei auf rechtliche Grenzen. Bei der Entwicklung neuer Geschäftschancen bleibt die Einbeziehung von Compliance häufig auf der Strecke.

Welche Verhaltensstrukturen ihrer Kunden wertet bereits heute die Industrie bis zu welchen Details aus? Welche psychometrischen Daten nutzt die Finanzindustrie bei der Entwicklung neuer Produkte? Damit stellen sich durch die rasante Entwicklung Fragen, die Prozesse bei Compliance tangieren. Genügt es neue Compliance Richtlinien aufzustellen? Oder sollte Compliance neue Wege gehen? Welche Pflichten haben dabei die Verwaltungsräte? Die Geschäftsleitung, der Verwaltungsrat und Compliance müssen ihre Prozesse neu überdenken und strukturieren.

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Ein Beitrag aus dem Compliance Kompakt Nr. 1 / Dezember 2017.