9. Jahrestagung Fachverband Kulturmanagement | 14. bis 16. Januar 2016

Evaluation im Kulturbereich

14. bis 16. Januar 2016, Winterthur

Die Diskussion über die Entwicklung und den Einsatz von Evaluationsmodellen im Kulturbereich spielt eine prominente Rolle in der Kulturmanagement-Forschung und -Praxis. Dabei konzentriert sich die akademische Auseinandersetzung derzeit vorwiegend auf instrumentelle und methodologische Aspekte. Dem Evaluationsprozess sind jedoch auch epistemologische, ästhetische, politische und ethische Fragen inhärent.

In Bezug auf Ziele, Zeitpunkt und Gegenstand wird oft zwischen drei Evaluationstypen unterschieden: Programmevaluation (ex-ante), Prozessevaluation (on-going) und Wirkungsevaluation (ex-post), wofür jeweils auch unterschiedliche methodische Herangehensweisen angebracht sind. Der Evaluationsbegriff wird heute jedoch für die unterschiedlichsten Formen von Bewertungen benutzt, so dass für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema auch eine begriffliche Differenzierung erforderlich ist.

Für Kulturbetriebe stellt das Thema Evaluation ein komplexes Feld dar: Dies zum Einen, weil bei Evaluationen verschiedene Dimensionen miteinander konkurrieren, wie zum Beispiel das Erreichen künstlerischer Ziele, die Wirkung der ausgestellten oder aufgeführten Kunst, die Performance der Organisation, aber auch die Satisfaktion unterschiedlicher Geldgeber, und zum Anderen, weil diesen Dimensionen auch unterschiedlichen Motivationen und Logiken unterliegen. Nicht zuletzt stehen Befürchtungen und Erwartungen der verschiedene Akteure im Raum, dass Evaluationsergebnisse für oder gegen deren Interessen in Stellung gebracht werden könnten.

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