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Innosuisse-Projekte

Anwendungsorientierte, wissenschaftliche Forschungsvorhaben werden unter bestimmten Voraussetzungen durch staatliche Forschungsförderung unterstützt und zusammen mit Praxispartnern realisiert. Zu erwähnen sind hier insbesondere die Schweizerische Agentur für Innovationsförderung Innosuisse (ehemals KTI) des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie. Mission der Innosuisse ist es, neue Wissensstände umgehend in Produkte umzusetzen und auf den Markt zu bringen. Es werden Projekte in der anwendungsorientierten F&E zwischen unternehmerischer Praxis und Hochschulen gefördert, welche die Innovationsprozesse in der Wirtschaft stärken sollen, die Forschenden an Hochschulen praxisorientiert qualifizieren und somit die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Hochschule verbessern.

Sterben und Erben in der digitalen Welt

Immer mehr Menschen verfügen über Social-Media-Profile und hinterlassen immer mehr Daten (Bilder, Videos, Nachrichten etc.), und Spuren im Internet. Doch was passiert im Todesfall? Profile zu löschen oder Zugriff auf Daten zu erlangen, ist für Angehörige kompliziert oder unmöglich. Der Umgang mit dem digitalen Nachlass wirft zudem erb- und persönlichkeitsrechtliche Fragestellungen auf. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt des Zentrums für Wirtschaftsinformatik und der Abteilung Business Law nimmt sich dieser Problematik an.

Comprehensive Sales Forecasting for Supply Chain Optimization

We are building a new generation of sales forecasting tools. As opposed to existing demand planning software, our forecasts are not only based on history, but involve present and future through external factors (e.g. weather) and internal effects (e.g. promotions). Our algorithms leverage the experience of the user and enable procurement managers to reliably plan their purchases - especially of (ultra-) fresh products - in view of supply chain optimization.The interdepartemental project is lead by ZHAW-Institut of Applied Simulation (Wädenswil) under cooperation of the Institut for Marketing Management and the Institut for Business Information Technolgy (both SML, Winterthur).

Methodisches Erfassen von IT-Bedürfnissen im Spitalwesen

In diesem Projekt wird ein Arbeitspaket bearbeitet, welches die Konzipierung und Umsetzung eines Informationssystems zur Erfassung von Bedürfnissen bei der Einführung von IT im Spitalwesen beinhaltet. In einem vorangehenden Arbeitspaket wurden u.a. KPIs entwickelt, welche es ermöglichen, IST- und SOLL-Zustände in Bezug auf IT zu quantifizieren. Basierend auf diesen KPIs wird eine schrittweise Erfassung der zur Rechnung benötigten Informationen entworfen. Bei jedem Schritt werden Daten erfasst, welche in Folgeschritte weiter bearbeitet oder als Zwischenergebnisse einfliessen. Das Produkt solch einer Eingabe ist eine strukturierte Beschreibung der Bedürfnisse.
Das Produkt des Arbeitspakets ist eine Software, welche es Beratern ermöglicht, zusammen mit den Kunden interaktiv die Bedürfnisse zu erheben und analysieren. Dabei werden Ideen aus der agilen Entwicklungsmethodik übernommen und angewendet: 1) bei einem schrittweisen Vorgehen jederzeit beliebige Schritte zurückschaltet können, um Korrekturen vorzunehmen, wobei die Änderungen über all bisherigen Eingaben hinweg propagiert werden (iterative Eingaben), 2) in einem Schritt eine beliebige Eingabe tätigen, und dessen Auswirkung auf zukünftige Schritte explorieren (Szenarioanalysen) und 3) in einem letzten Schritt Wunschwerte eingegeben oder anpassen und in allen vorherigen Schritte die dafür benötigten Eingaben sehen (Zielsuche).

Multidimensionale Versionierung bei persistenten Daten

Traditionellerweise gibt es zwei Klassen von Versionierungssystemen, welche Lösungen zu Versionierungsbedürfnissen bieten. Temporale Datenbanken bieten Lösungen für strukturierte (relationale) Daten und ermöglichen es z.B. zwischen physischer und logischer Zeit zu unterscheiden und von-bis-Zeiträume einzubeziehen. Dokumentenversionierungssysteme wie z.B. SVN, Git bieten Lösungen für unstrukturierte Daten wie z.B. Quellcode oder beliebige Dateien. Solche Lösungen ermöglichen es z.B. unterschiedliche Versionendimensionen zu führen und neben dem Commit/Update auch Branching und Merging auszuführen - was in den temporalen Datenbanken selten der Fall ist.
In diesem Projekt werden die Lösungen aus beiden Klassen, temporale Datenbanken und Dokumentenversionierungssysteme zusammenzuführen. Vor allem geht es darum, die Operationen aus Quellcodeverwaltungssystemen auf strukturierte (Objektorientert) Daten anzuwenden.
Die Basis dieses Projekts bildet ein Application Framework, mit der die Entwicklung von Informationssystemen unterstützt wird. Das bestehende System deckt die Bedürfnisse nach Model-Driven Development, Object-Oriented Modelling und Persistenz ab und ist fähig, generische Benutzerschnittstellen zu generieren.
In diesem Projekt wird dieses Application Framework um ein mehrdimensionales Versionierungsaspekt erweitert. Da es sich um ein Framework handelt, müssen die Lösungen zu den Versionierungsbedürfnissen auf der Metaebene konzipiert und umgesetzt werden.

IT-Unterstützte Kreativität

In Kreativworkshops kommen oft Werkzeuge zur Anwendung, mit denen auf unterschiedliche Arten die Kreativität der Teilnehmer zielorientiert aktiviert wird. In diesem Projekt wird ein Workshopsystem konzipiert, umgesetzt und validiert. Mit diesem System können beliebige Werkzeuge eingefügt werden und für das Planen eines Workshops eingesetzt werden. Für die Durchführung eines Workshops wird eine Workshopvorlage instanziiert, die Werkzeuge werden in konfigurierter Reihenfolge ausgeführt, die produzierten Daten werden verknüpft in eine Datenbank abgelegt (und stehen somit für die Weiterverarbeitung mit andere Werkzeugen zur Verfügung) und Auswertungen helfen im Anschluss, eine Antwort zur Problemstellung zu finden.
Unter anderem wurde in diesem Projekt das Konzept eines methodischen Vorgehens verallgemeinert und mit Ideen aus agileren Vorgehensweisen angereichert. Das System unterstützt unterschiedliche Kollaborationsformen wie a) physisch präsente Arbeitsgruppen, b) Teilnahme verteilt über den Ort, c) Teilnahme verteilt über die Zeit sowie Kombinationen dieser Varianten. Von den agilen Vorgehensweisen wurde übernommen, dass 1) bei einem schrittweisen Vorgehen jederzeit beliebige Schritte zurückgeschaltet werden kann, um Korrekturen vorzunehmen, wobei die Änderungen über all bisherigen Eingaben hinweg propagiert werden, 2) eine beliebige Eingabe in einem Schritt getätigt werden kann, und dessen Auswirkung auf zukünftige Schritte exploriert werden können und 3) in einem letzten Schritt Wunschwerte eingegeben und eine Zielsuche über alle vorherigen Schritte vorgenommen werden kann.
Das Produkt dieses Projekts ist ein Informationssystem mit Client-Server-Architektur. Es wurden Clients für den iPad, für Microsoft Pixelsense und für Internet Browser erstellt. Für den Microsoft Pixelsense-Client wurden neuartige Interaktionsformen entworfen, welche es ermöglichen, dass mehrere Workshopteilnehmer gleichzeitig am Tisch arbeiten.

Entdecken statt Suchen

Das Finden von Informationen gestaltet sich in Gebieten, welche hohes Fachwissen verlangen, für die Betroffenen oft schwierig. Zum Beispiel ist es für nicht-Rechtler schwierig, aus dem Sozialrecht, welches u.a. auf admin.ch als Gesetzestext publiziert ist, für konkrete, unternehmerische Situationen herauszufinden, was relevant ist, was gilt und was es zu tun gibt.
Um diesem Umstand gerecht zu werden wurde ein Informationssystem konzipiert, umgesetzt und validiert, mit dem Endbenutzer auf drei verschiedene Arten zu den gewünschten Informationen kommen. Die traditionelle, explizite Suche ermöglicht es, Informationen aufgrund von (vom System vervollständigten/vorgeschlagenen) Begriffen zu finden. Mit einer Abbildung der verfügbaren Informationen auf typische, unternehmerischen Prozessen können Informationen alternativ auch aufgrund einer Prozesssituation gefunden werden. Zuletzt wurde eine Situative Suche umgesetzt, bei der typische unternehmerische Situationen visuell dargestellt und als Einstieg in einem Entdeckungsprozess dienen. In diesem Fall brauchen die Endbenutzer ihre Suche nicht explizit zu formulieren, trotzdem kommen sie zu Information, welche für sie relevant ist. Des Weiteren wurde für dieses System ein nicht-hierarchisches Datenmodell entworfen, welche es Themen erlaubt, Unterthemen von mehreren Überthemen zu sein. Damit werden pro Thema effektiv mehrere Zugangspfade geschaffen, was die Entdeckungsrate zusätzlich steigern kann.