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Public Performance Management

Public Performance Management wendet Instrumente an, um öffentlich-rechtliche oder nicht gewinnorientierte Organisationen in die Lage zu versetzen, Leistungen und Wirkungen ihrer Tätigkeiten zu erfassen und als Entscheidungsgrundlagen für den Führungskreislauf aufzubereiten. Wo nötig, werden entsprechende Instrumente (beispielsweise ein Qualitätsmanagement) organisationsspezifisch entwickelt und umgesetzt. Die im Kontext von Public Performance Management eingesetzten Methoden (u.a. Evaluationen, Benchmarking und Befragungen) werden auch in den beiden anderen Schwerpunkten verwendet.

Themenbereiche und Referenzprojekte

Vergleich Behördenentschädigungen in den Gemeinden

Auf Anregung des Gemeindepräsidentenverbands des Bezirk Winterthur hat das Institut für Verwaltungs-Management die Höhe der Entschädigungen der Mitglieder von Gemeindeexekutiven untersucht. In einer Online-Befragung von ca. 190 Exekutivmitgliedern aus 36 Zürcher Städten und Gemeinden wurde evaluiert, welche Merkmale der Tätigkeiten bzw. der Stadt / Gemeinde die Entschädigungshöhen beeinflussen. Die Befragungsergebnisse sollen den beteiligten Städten und Gemeinden einen aussagekräftigen Vergleich der Behördenentschädigungen für die Stadt- und Gemeinderäte ermöglichen und ihnen so eine Orientierungshilfe für die Festsetzung von angemessenen Entschädigungen bieten. Die Resultate zeigen eine sehr grosse Varianz sowohl in Bezug auf die Entschädigungshöhen als auch in Bezug auf den mit der Mandatsausübung verbundenen Aufwand. Mittels statistischen Methoden wurden Zusammenhänge zwischen der Höhe der Gesamtentschädigung einerseits sowie der ausgeübten Funktion, dem zeitlichen Aufwand der Mandatsausübung und der Stadt- bzw. Gemeindegrösse andererseits ermittelt. Aus diesen Berechnungen resultieren die Orientierungsgrössen für allfällige Entschädigungsanpassungen.

Kontakt: Alexander Mertes

Herausforderungen bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben in einem heterogenen Kundenumfeld

ProjektpartnerInnen: Kompetenzzentrum Integration, Gleichstellung und Projekte des Kantons St. Gallen

In den letzten Jahren wurden in der öffentlichen Verwaltung vielfach Reformelemente aus dem Bereich des Public Managements eingeführt, die einen erheblichen Einfluss auf die öffentliche Leistungserbringung ausüben können. Entsprechend den Grundsätzen des Public Managements wird erwartet, dass die öffentliche Hand ihre Leistungen möglichst effizient und effektiv sowie mit einer hohen Kundenorientierung erbringt. Allerdings bleibt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Kundenbegriff im Bereich des Public Managements zumeist vage.

Insbesondere wird in der untersuchten Literatur kaum berücksichtigt, dass die Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltung heute mit einer zunehmenden Heterogenität in ihrer Kundenstruktur konfrontiert sind. Der Ausländeranteil in der Bevölkerung etwa ist ein Aspekt dieser Heterogenität. So gehört die Schweiz neben Luxemburg und Liechtenstein zu den Ländern Europas mit dem höchsten Ausländeranteil in der Bevölkerung. Die mangelnde Berücksichtigung solcher Entwicklungen und der damit verbundenen heterogenen Kundenstruktur öffentlicher Verwaltungen in der Literatur erstaunt, da aufgrund von Erfahrungsberichten aus der Praxis zu vermuten ist, dass zahlreiche öffentliche Leistungen, einschliesslich der Art und Weise, wie diese erbracht werden, bei den verschiedenen Kundengruppen unterschiedliche oder allenfalls keine Wirkungen entfalten, wodurch die angestrebten Wirkungsziele nicht in ausreichendem Mass erreicht werden. In Hinblick auf den verfassungsrechtlich gesicherten Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 8 der Bundesverfassung) ist dies als problematisch zu beurteilen. Im Rahmen des Forschungsprojekts soll daher untersucht werden, welchen Herausforderungen Verwaltungen aufgrund einer heterogenen Kundenstruktur bei ihrer Aufgabenerfüllung bzw. Leistungserbringung gegenüberstehen und welche Faktoren Einfluss auf den Umgang mit heterogenen Kundengruppen ausüben.

Kontakt: Alexander Mertes

Benchmarking Schulen

Wie die meisten Bereiche der öffentlichen Hand steht auch der Schulbereich unter Druck Qualitätsverbesserungen umzusetzen, ohne dabei Mehrkosten zu verursachen. Um diesen Spagat vollbringen zu können, müssen die vorhandenen Mittel effizient und effektiv eingesetzt werden, was Steuerungswissen voraussetzt. Zusätzlich wird vermehrt verlangt, dass die Schulen und die Kantone über ihre Situation und die getroffenen Massnahmen der Öffentlichkeit Rechenschaft ablegen. Das Projekt «Benchmarking Schulen Sekundarstufe II» nimmt diese Anliegen auf. Ziel ist die Bereitstellung von Führungsinformationen, die einer systematischen, längerfristigen Schulentwicklung dienen. Dabei gibt es zwei Schwerpunkte:

  • Unterstützung der Schulen bei ihrer Qualitätsentwicklung
  • Hilfe zu einer transparenten Rechenschaftslegung durch Schulen und Kantone

Initiatorin und Auftraggeberin dieses Projekts ist die Nordwestschweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz (NW EDK). Ab 2014 wird das Projekt im IFES (Institut für Externe Schulevaluation) neu verortet. Allgemeine Informationen zum Projekt finden Sie hier (PDF 265,4 KB).

Sicherheitsbefragungen in Städten und Gemeinden

Sicherheit gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen und bildet ein wesentliches Element der Lebensqualität in Städten und Gemeinden. Um die Sicherheitslage in einem Gemeinwesen einschätzen zu können, reichen die Zahlen der örtlichen Kriminalitätsstatistik nicht aus. Ebenso wichtig ist es, das subjektive Sicherheitsempfinden der Einwohnerinnen und Einwohnern einzubeziehen.

Mit Hilfe eines erprobten schriftlichen Fragebogens, der an eine Stichprobe der Bevölkerung versendet wird, erheben wir das Sicherheitsempfinden von Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Auswertungen hierzu enthalten verständliche Interpretationen und Häufigkeitsverteilungen, aber auch vertiefende Analysen wie bspw. Vergleiche des Sicherheitsempfindens von verschiedenen Altersgruppen, von Männern und Frauen oder in verschiedenen Quartieren. Darüber hinaus bieten wir auch Vergleiche zwischen mehreren Städten/Gemeinden an.

Kontakt: Alexander Mertes

Weitere Projekte finden Sie hier.