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SML-Forschung zu Nachhaltigkeits­­berichterstattung

Das Center for Corporate Responsibility hat ein zweijähriges KTI-Projekt zur Nachhaltigkeitsberichterstattung erfolgreich abgeschlossen. Im September findet ein Anlass des Center for Corporate Reporting zur Vorstellung der Projektergebnisse statt.

Überblick über die Prozessschritte bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts und die dafür entwickelten Tools

Herausforderungen in der Nachhaltigkeitsbericht­er­stattung erfolgreich bewältigen

Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung des Center for Corporate Responsibility hat im Rahmen eines Innosuisse-Projekts (ehemals KTI) Instrumente entwickelt, mit deren Hilfe aktuelle Herausforderungen in der Nachhaltigkeitsbericht­erstattung erfolgreich bewältigt werden können. Das Projekt unter dem Titel «Der Nachhaltigkeitsbericht als Mittel der stakeholder­orientierten­ Kommunikation: Lösungen für die Anwendung neuer Berichterstattungsrichtlinien durch Schweizer Unternehmen» wurde mit einem Team bestehend aus Vertretern des Center for Corporate Responsibility, des Instituts für Marketing Management sowie des Instituts für Unternehmensführung der FHNW durchgeführt. Die entwickelten Instrumente, bei denen es sich um zwölf Tools handelt, sollen Unternehmen dabei unterstützen, Herausforderungen in den Bereichen Materialitäts­bestimmung, Stakeholdereinbezug, Wertschöpfungskette und Zielgruppenorientierung erfolgreich zu bewältigen.

Entwicklung von 12 Tools

Die Tools 1 bis 3 dienen der Definition von – für das Unternehmen und den Stakeholdern – wichtigen Themen und der Bewertung ihrer Wesentlichkeit hinsichtlich der Kriterien von Global Reporting Initiative (GRI) und International Integrated Reporting Council (IIRC). Ausserdem geben sie Unternehmen eine Hilfestellung, um begründet zu entscheiden, welche Themen in einen Nachhaltigkeitsbericht oder integrierten Bericht aufgenommen werden sollen. Die Tools 4 und 5 beschäftigen sich mit der systematischen Bestimmung von Auswirkungen und Auftretenswahrschein­lichkeit relevanter Themen entlang der Wertschöpfungskette. Die beiden Tools helfen Unternehmen dabei aufzuzeigen wo (innerhalb, ausserhalb oder beides) die Auswirkungen in Bezug auf ein wesentliches Thema auftreten und wie gross die Nachhaltigkeitsauswirkungen des eigenen Unternehmens sind. Das Tool 6 befasst sich mit der Definition des Schwellenwerts der Wesentlichkeitsmatrix. Die Tools 7 bis 12 wurden zur Unterstützung einer zielgruppenspezifischen CR-Kommunikation entwickelt. Mit ihrer Hilfe soll u.a. ermittelt werden, welche Stakeholder tatsächlich Zielgruppen der Berichterstattung sind und welche CR-Kommunikationsziele bei ihnen erreicht werden sollen. Ausserdem soll erkannt und entschieden werden, welches die für die Zielgruppenan­sprache geeignete Berichtsform sowie das beste Berichts­format ist.

Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis

Um praxisnahe Forschungserkenntnisse zu generieren, arbeitete das Forschungsteam eng mit zwei Unternehmens­partnern zusammen, der Basler Kantonalbank / Bank CLER und der Kuoni Gruppe. Durch die Implementierung der Tools konnte das Forschungsteam die Arbeiten rund um den Nachhaltigkeitsbericht in beiden Unternehmen optimieren. Bei der Toolentwicklung wurde das Forschungsteam von BSD Consulting unterstützt, welches als eine der führenden Beratungsunternehmen in der Nachhaltigkeitsbericht­erstattung seine Erfahrung einbrachte und die entwickelten Instrumente zukünftig im Beratungsalltag einsetzen wird. Ebenso wirkt das Center for Corporate Reporting (CCR) an der Erarbeitung der Instrumente mit und fördert als Disseminationspartner die Verbreitung der Ergebnisse unter den berichterstattenden Unternehmen.

Vorstellung der Projektergebnisse

Die Inhalte des Projektes wurden anlässlich der Veranstaltung «Sustainability Reporting - what is relevant?» des Center for Corporate Reporting am 06. September 2017 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auskunft

Herbert Winistörfer, Center for Corporate Responsibility; Verena Berger, Institut für Natürliche Ressourcen