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Verkehr & Sicherheit

Laufende Projekte

Evaluation der Weiterausbildungskurse für Neulenkende

Die Weiterausbildungskurse für Neulenkende mit zwei Kurstagen wurden vor rund 10 Jahren im Rahmen des Zweiphasen-Systems der Fahrausbildung eingeführt und zielen darauf ab, das Unfallrisiko von Neulenkenden zu reduzieren. Basierend auf den Erkenntnissen eines Berichts der Beratungsstelle für Unfallverhütung aus dem Jahr 2012 und Kosten-Nutzen-Überlegungen geraten die Kurse jedoch vermehrt in die Kritik.

Ziel des Projekts ist es, spezifische Erkenntnisse zu den Weiterausbildungskursen zu liefern. Dazu wurde die aktuelle Datenlage im In- und Ausland, die Experteneinschätzung der Kurse und der Einfluss der zwei Kurstage auf sicherheitsrelevante Masse, wie z.B. Fahrqualität, Selbsteinschätzung, untersucht.

Zusammenfassend lässt sich aus den vielfältigen Erkenntnissen des Projekts ableiten, dass die Kurse beibehalten werden sollten, jedoch insbesondere die Rolle der Moderatoren, das Beiziehen weiterer Fachleute, sowie die Inhalte des zweiten Kurstags überdacht bzw. optimiert werden sollten.

Fussgängerstreifenlose Ortszentren (FLOZ)

Fussgängerstreifenlose Ortszentren (FLOZ) zeichnen sich durch ein besonderes Betriebsregime (z. B. Signalisation) und eine adäquate Gestaltung des Strassenraumes aus. Das flächige Überqueren einer Strasse (flächiges Queren) steht anstelle des gebündelten Querens, wie z. B. bei Fussgängerstreifen, im Vordergrund. Eine erste Untersuchung von FLOZ- Fallbeispielen in der Schweiz wurde mit dem Projekt SVI 2002/001 durchgeführt. Es gilt nun zu untersuchen, ob der damalige positive Befund neuer Anlagen auch nach längerer Betriebszeit noch Gültigkeit hat und sich positive Effekte bei weiteren, zwischenzeitlich neu gestalteten Strassenräumen eingestellt haben. Mit dieser Langzeitbeobachtung sollen die Eignung von FLOZ auf innerörtlichen Hauptverkehrsstrassen und die erforderlichen Rahmenbedingungen vertieft evaluiert werden. Einbezogen werden auch Beispiele aus dem Ausland.

Projektpartner

Wirkung von Reisezeitempfehlungen

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, einen Lösungsvorschlag für eine standardisierte Reisezeitinformation (für den Individualverkehr) zu erarbeiten, die Verkehrsteilnehmende in ihrer Routenwahl unterstützt und gleichzeitig hilft, die Ziele des Verkehrsmanagements umzusetzen. Die Reisezeitinformationen auf Wechseltextanzeigen (variable message signs) sollen von den Verkehrsteilnehmenden schnell wahrgenommen und erfasst werden können. Die damit verbundene Ablenkung vom umgebenden Verkehr soll dabei möglichst gering ausfallen. Eine Standardisierung der Informationsdarstellung unterstützt eine schnelle Auffassung aufgrund des Gewöhnungseffekts. Im Ergebnis sind Strassennetzbetreiber in der Lage, einen bestmöglichen Lenkungseffekt zu erzielen und gleichzeitig die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden nicht unnötig zu gefährden.

Evaluation Velo-Kampagne «Sicherheit hat Vortritt»

Im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit wird in den Jahren 2014-2016 eine Kampagne zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrenden durchgeführt. Welche verkehrspsychologischen Wirkungen besitzt diese Kampagne auf die Zielgruppe? Auf Basis aus verschiedenen Konstrukten stammender Evaluationskriterien (verkehrsbezogenes Wissen und Einstellungen, Gefährlichkeitsurteile usw.) sollen entsprechende Befunde gewonnen werden und zudem ein Erkenntnisbeitrag zur Standardisierung von Evaluationsverfahren zur Bemessung von Verkehrssicherheitsmassnahmen geleistet werden.

Projektpartner
Fonds für Verkehrssicherheit, Bern

Abgeschlossene Projekte

Subjektive Einschätzung von Gesundheitsgefahren am Beispiel Gehörschutz

Laute Musik kann das Gehör schädigen. Ein Umstand, dessen sich ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung bewusst ist – zumindest scheinbar. Trotzdem verzichtet die Mehrheit darauf, ihr Gehör während Club- oder Konzertbesuchen entsprechend zu schützen. Dies kann erhebliche gesundheitliche Schäden zur Folge haben, von Tinnitus und kurzfristiger Schwellenverschiebung bis hin zur permanenten, irreversiblen Schädigung des Gehörs. Ziel dieser Studie ist es, individuelle kognitive Ursachen für das Nichttragen von Hörschutzmitteln zu eruieren. Insbesondere soll untersucht werden, ob den betroffenen Personen ihr objektiv gesundheitsschädigendes Verhalten subjektiv überhaupt gefährlich erscheint. Befragt werden Probandinnen und Probanden direkt während Konzertveranstaltungen, um subjektive Einschätzungen mit realem Verhalten in Bezug zu setzen. Die Studie ist darauf ausgelegt, für Gehörschutz und Risikoverhalten effiziente Präventionsansätze aufzuzeigen; dies mit dem Ziel, die Hörschutztragequote längerfristig zu erhöhen und somit Gehörschäden entgegenzuwirken.

Projektpartner
Kalaidos Fachhochschule, Zürich

Team

Projektleitung

Prof. Dr. Markus Hackenfort

Prof. Dr. Markus Hackenfort

Studiengangleitung CAS Fachlehrer für Verkehr; ...
Professor für Verkehrs-, Sicherheits- & ...

+41 (0) 58 934 83 73
markus.hackenfort@zhaw.ch

Mitarbeitende