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Chatbot-Coaching

Evidenzbasierte Chatbot-Coaching-Interventionen zur Förderung des Selbstmanagements bei chronischen Krankheiten

Regel-basierte Chatbot App

Hintergrund und Ziel

Im Rahmen unserer Forschungstätigkeit im Bereich Coaching entwickeln wir evidenzbasierte Chatbot-Coaching-Interventionen zur Förderung des Selbstmanagements bei chronischen Krankheiten (z. B. Schmerzen oder Migräne) sowie im nicht-klinischen Bereich (z. B. für Menschen mit Stresserleben). Das Interventions-Paradigma von chronischen Krankheiten fokussiert auf die Prävention sowie Veränderung von Gesundheitsverhalten und Lebensstil. Chatbot Apps werden zunehmend im Gesundheitsbereich angewendet, Daten zur Wirksamkeit sind jedoch noch weitgehend ausstehend.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation von textnachrichten-basierten Chatbot Apps zur Unterstützung des Selbstmanagements im klinischen- und nicht-klinischen Bereich.

Methode

Dazu entwickeln wir in Zusammenarbeit mit dem Center for Digital Health Interventions CDHI und basierend auf der Open Source MobileCoach Plattform eine regel-basierte Chatbot App, die verschiedene Elemente aus der kognitiven Verhaltenstherapie in einem «just-in-time-adaptive» Coaching kombiniert. Das Chatbot-Coaching ist personalisiert und wird ohne menschliche Unterstützung durchgeführt.

Bisher wurde in einer Pilot RCT die Durchführbarkeit, Anwendung und Wirksamkeit bei Menschen mit chronischen Schmerzen überprüft. In einem nächsten Schritt werden anhand eines Mikro RCT verschiedenen Interventionskomponenten für Menschen mit Stresserleben evaluiert. Anschliessend wird anhand einer RCT Studie eine Chatbot Coaching App für Menschen mit Migräne evaluiert.  

Sandra Hauser-Ulrich

«Das Thema Digital Health/mHealth fasziniert mich und ich bin überzeugt, dass digitale Gesundheitsinterventionen in den Bereichen Prävention, Therapie und Rehabilitation als zusätzliche Massnahmen hilfreich sind.»

Sandra Hauser-Ulrich, MSc

Resultate

Vorläufige Resultate zeigen, dass Teilnehmende eine «Working Alliance» zum Chatbot aufbauen, diese vergleichbar mit einer realen Therapeutin bzw. einem realen Therapeuten ist, und die Adhärenz deutlich höher ist im Vergleich zu web-basierten Interventionen. Teilnehmende hatten Spass bei der Anwendung der App, der empathische und verantwortungsvolle Stil des Chatbots wurde geschätzt. Kritisiert wurde die limitierte Individualisierung sowie die zu stark vorgegebene Interaktion.

Die ausstehenden Resultate werden zeigen, ob ein Chatbot als wirksames Coaching Tool eingesetzt werden kann. Ausserdem werden die Ergebnisse Aufschluss über verschiedene Interventionskomponenten, Zusammenhang von Working Alliance und Adhärenz sowie Einfluss von Selbstwirksamkeit geben.

Qualifikationsarbeiten

Bachelorarbeit «Stress-Less» von Patric Grill und Viktor Zuber

Stress-Less zeigt einen Einblick in die Definition von Stress, was die Konsequenzen sind bei mehr oder weniger Stress, und lehrt einige kleine Interventionen über das Stress-Management. Untersucht wird dabei die Auswirkung der Working Alliance zwischen Proband*in und Chatbot, wenn der Chatbot a) Rolle als Peer oder Experte einnimmt und b) die Kommunikation mit Emojis oder ohne Emojis stattfindet.

Team

Projektleitung

Projektmitarbeiterin

  Natascha Lienhard

Natascha Lienhard

Wissenschaftliche Assistentin
Fachgruppe ...

+41 (0) 58 934 84 97
natascha.lienhard@zhaw.ch