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Die 400 Pflanzen eingeteilt in 16 Lernparcours

Gruppiert nach Standortvorlieben oder Wuchsformen können Sie die 400 einheimischen Pflanzen häppchenweise digital anzeigen lassen und sie auf kurzweiligen Lernparcours in den grosszügigen, naturnah gestalteten Gärten entdecken. Mit der interaktiven Karte können Sie einen oder mehrere Lernparcours, oder alle 400 Arten gleichzeitig einblenden. Jede Pflanze ist direkt mit dem Artporträt der InfoFlora Datenbank verlinkt.

Alle Pflanzen sind durch gut erkennbaren Aluminiumetiketten mit grünen Farbstreifen, oder gelben wenn sie auch zur 200er Liste gehören, gekennzeichnet. Bei Bäumen und Sträuchern sind sie am Stamm oder an einem Ast befestigt, bei den krautigen Arten stecken sie im Boden.

Die Lernparcours sind jeweils ab April ausgeschildert und eignen sich besonders für die Prüfungsvorbereitung auf die Feldbotanik-Zertifikate. Entdecken Sie weitere Arten im 200er Lernparcours.

Frühblüher

Huflattich © Erich Stutz ZHAW

Dieser Lernparcours umfasst 14 Frühblüher, hauptsächlich Geophyten. Sie wachsen typischerweise in der Krautschicht von Wäldern, Waldrändern oder an Bachufern und blühen bevor die Bäume aus dem Winterschlaf erwachen.

Wir empfehlen einen Rundgang im Frühling, zwischen Ende März und Ende April. Im Mai beginnen sich viele Frühblüher bereits zurück zu ziehen.

Bäume

Schwarz-Erle

Dieser Lernparcours umfasst 32 einheimische Baumarten und die Mistel, einen Halbparasiten, welcher auf Bäumen lebt. Die Arten sind ganzjährig mit Etiketten ausgeschildert.

Einen Rundgang können wir zu jeder Jahreszeit empfehlen.

Sträucher und Kletterpflanzen

Echter Seidelbast © Erich Stutz ZHAW

Dieser Lernparcours umfasst 42 einheimische Sträucher und Zwergsträucher sowie zwei Kletterpflanzen. Die Arten sind ganzjährig mit Etiketten ausgeschildert.

Einen Rundgang können wir zu jeder Jahreszeit empfehlen.

Einkeimblättrige Waldpflanzen und Farne

Nickendes Perlgras

Der Lernparcours umfasst 28 Waldpflanzen, die zu den Einkeimblättrigen gehören, wie beispielsweise das Maiglöckchen oder verschiedene Waldgräser. Fünf Schachtelhalme und Farne, die Waldstandorte bevorzugen, sind ebenfalls in diesem Lernparcours zu finden.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai, wenn viele Waldpflanzen blühen oder bereits Früchte ausbilden.

Zweikeimblättrige Waldpflanzen

Frühlings-Platterbse

Dieser Lernparcours umfasst 37 Arten, die gerne in der Krautschicht von Wäldern oder Hecken wachsen. Einige davon sind typische Schattenpflanzen, wie der Wald-Sauerklee oder das Wald-Bingelkraut.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai oder Juni.

Wiesengräser

Wolliges Honiggras

Der Lernparcours umfasst 18 Wiesengräser aus der Familie der Süssgräser (Poaceae). Die Arten kommen hauptsächlich in intensiv genutzten und nährstoffreichen Wiesen, sogenannten Fettwiesen, oder in Wiesen und Weiden vor.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Anfang Mai und Mitte Juni, wenn die meisten Wiesengräser blühen. Interessieren Sie sich für das Bestimmen von Süssgräsern? Die App iGräser eignet sich dazu hervorragend.

Wiesenpflanzen

Feld-Wittwenblume

Dieser Lernparcours umfasst 43 häufige, krautige Wiesenpflanzen des Mittellandes. Viele bevorzugen nährstoffreiche Wiesen, andere wachsen ebenso gerne an Wegrändern oder auf Schuttplätzen.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Mitte April und Mitte Juli.

Ackerbegleitflora

Gemeines Hirtentäschel

Der Lernparcours umfasst 28 Arten, die zu den Pionierpflanzen zählen, also natürlicherweise (noch) vegetationsfreie Flächen besiedeln. In Äckern, Weinbergen oder Gärten herrschen gute Bodenverhältnisse und es bestehen durch die menschliche Nutzung dauerhaft offene Stellen zwischen den Kulturpflanzen. Dies sind ideale Orte für solche, meist 1-jährigen, Pionierarten. Umgangssprachlich werden sie oft Unkräuter genannt.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen April und Juli.

Ruderalflora und Trittgesellschaften

Gemeiner Natternkopf

Dieser Lernparcours umfasst 34 Arten, die ebenfalls zu den Pionierpflanzen gehören. Im Unterschied zur Ackerbegleitflora besiedeln einige davon Ruderalstellen wie Schuttplätze oder Industriebrachen, also offene Flächen ohne gewachsenen Boden. Andere halten mechanische Belastung durch Tritt oder Überfahren aus und können sich dadurch an Wegrändern oder auf Parkplätzen etablieren.

Einen grossen Teil dieser Arten haben wir für Sie im «Unkrautgarten» der Forschungsanstalt Agroscope Wädenswil ausgeschildert. Die übrigen finden Sie auf dem Campus Grüental.

Wir empfehlen einen Rundgang im Juni oder Juli.

Pflanzen des Uferbereiches

Wasserdost

Der Lernparcours umfasst 13 Pflanzen, die nasse Standorte bevorzugen. Sie wachsen typischerweise im Uferbereich von Bächen, Flüssen und stehenden Gewässern.

Wir empfehlen einen Rundgang im Mai oder Juni.

Pflanzen feuchter oder vernässter Lebensräumen

Pracht-Nelke

Der Lernparcours umfasst 30 Pflanzen, die feuchte Böden bevorzugen. Sie wachsen in vernässten Wiesen, sauren oder basischen Flachmooren, einige sind gar nur in Hochmooren anzutreffen, beispielsweise der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Im Parcours sind zahlreiche Seggen (Gattung Carex), aber auch zweikeimblättrige Arten wie die Kuckucks-Lichtnelke (Silene flos-cuculi) oder die Trollblume (Trollius europaeus) zu entdecken.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Mai und Juli.

Pflanzen des trockenwarmen Krautsaumes

Echtes Johanniskraut

Dieser Lernparcours umfasst 16 Pflanzen, die trockenwarme Standortbedingungen bevorzugen. Krautsäume bilden den Abschluss von natürlich gestuften Waldrändern oder den Übergang von Wildhecken zum offenen Grünland. Die Krautsäume ertragen keine regelmässigen Eingriffe wie Beweidung oder Mahd. Der trockenwarme Krautsaum ist hauptsächlich an gut besonnten Südlagen anzutreffen.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Juni und August.

Pflanzen des feuchten Krautsaumes

Mädesüss

Dieser Lernparcours umfasst 19 Pflanzen, die feuchte Standortbedingungen bevorzugen. Feuchte Krautsäume sind häufig an den vielen grossblättrigen Pflanzen, wie z. B. dem Blauen und Grünen Alpendost (Adenostyles sp.) oder dem Meisterwurz (Peucedanum ostruthium), zu erkennen. Diese Saumgesellschaft bildet oft den Übergang von Ufervegetation zum offenen Grünland.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Juni und August.

Fels- und Mauerpflanzen

Braunstieliger Streifenfarn

Dieser Lernparcours umfasst elf Pflanzen, welche in Felsritzen, Mauerfugen oder Schuttflächen wachsen. Die Trockenheit an diesen Standorten begünstigt Pflanzenarten, welche fähig sind Wasser zu speichern wie der Weisse Mauerpfeffer (Sedum album) oder welche zeitweilige Austrocknung ertragen wie der Braunstielige Streifenfarn (Asplenium trichomanes). Andere Pflanzen bilden Polster, welche ebenfalls der Austrocknung vorbeugen und ein gutes Mikroklima für die Pflanze schaffen wie das Rote Seifenkraut (Saponaria ocymoides).

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Juni und August.

Einkeimblättrige Trockenwiesenpflanzen

Astlose Graslilie

Dieser Lernparcours umfasst 13 Pflanzen, welche im nährstoffarmen Halbtrockenrasen gedeihen. Es sind Gräser und Orchideen, die auf Flächen mit geringer Produktivität wachsen. Diese lichtliebenden Arten hätten in dichteren und nährstoffreichen Grünlandgesellschaften keine Überlebenschance.

Da grosse Teile dieser Halbtrockenrasen der landwirtschaftlichen Intensivierung zum Opfer gefallen sind, gelten zahlreiche dieser Pflanzenarten als gefährdet, der Fliegen-Ragwurz (Ophris insectifera) ist beispielsweise auf der Roten Liste.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Mai und Juli.

Zweikeimblättrige Trockenwiesenpflanzen

Gemeines Sonnenröschen

Der Lernparcours umfasst 24 Pflanzen, welche ebenfalls magere Halbtrockenrasen besiedeln. Die Pflanzen sind an trockene, nährstoffarme Bedingungen angepasst. Das Nährstoffniveau dieser Flächen darf nicht zu hoch sein, ansonsten werden die Arten von anderen, konkurrenzstärkeren Pflanzen verdrängt.

Wir empfehlen einen Rundgang zwischen Juni und August.

Hinweise

  • Alle Lernparcours basieren auf der für Zürich gültigen 400er Artenliste des Feldbotanik-Zertifikates «Iris».
  • Einige Pflanzenarten wachsen aufgrund ihrer Standortvorlieben nicht in den Gärten des Campus Grüental. Sie sind in der interaktiven Karte mit rotem X aufgeführt. Die jeweiligen Artbeschreibungen finden Sie auf der Website von InfoFlora.