Frequently asked questions

Master in Life Sciences

Was ist die Bologna-Reform?

Der Name der Hochschulreform ist auf das Bildungsministertreffen im Jahre 1999 in der Stadt Bologna zurückzuführen. Die Schweiz hat sich neben mittlerweile 45 weiteren europäischen Staaten dazu verpflichtet, bis 2010 die Ziele der Bologna-Deklaration umzusetzen. Zu den Kernpunkten der Reform gehören das zweistufige Studiensystem mit «Bachelor» und «Master» sowie die Einführung eines Leistungspunktesystems (ECTS European Credit Transfer System), das die Transparenz und Mobilität fördert. So wird die gegenseitige Vergleichbarkeit von Abschlüssen, der Wechsel an andere Hochschulen im Ausland und eine europaweite «Employability» gefördert.

Was versteht man unter einem «Bachelor»?

Bachelor-Studiengänge dauern mindestens drei Jahre und sind berufsqualifizierend. Sie lösen das bisherige Fachhochschuldiplom ab.

Was versteht man unter einem «Master»?

Konsekutive Master schliessen an die Bachelor-Ausbildung an und bieten eine vertiefende bzw. spezialisierende Ergänzung zum Bachelor. Sie sind wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisorientiert. Master-Studiengänge dauern mindestens eineinhalb Jahre.

MAS Master of Advanced Studies gehören zur Weiterbildung und setzen bestimmte berufliche Erfahrungen voraus.

EMBA Executive Master of Business Administration sind ebenfalls Weiterbildungsmaster, fokussiert auf den Bereich Betriebswirtschaftslehre.

Welchen zusätzlichen Nutzen hat ein Master im Vergleich zum Bachelor?

Ergänzend zum Bachelor bieten Master-Studiengänge eine fachliche Vertiefung mit Fokus auf wissenschaftliche Kompetenz. Gleichzeitig orientieren sie sich aber auch an der Praxis. Sie vermitteln ebenso verstärkt Analyse- und Reflexionskompetenz und ermöglichen den Absolvierenden berufliche Perspektiven im mittleren und oberen Management oder in Positionen, die überdurchschnittliche Fachkenntnisse verlangen.

Habe ich mit einem FH-Master den gleichen Abschluss wie jemand mit einem Uni-Master?

Es handelt sich prinzipiell um gleichwertige akademische Abschlüsse. Die inhaltliche Ausrichtung unterscheidet sich jedoch. Im Vergleich zeichnen sich FH-Master durch eine stärkere Praxisorientierung aus, während Uni-Master theoretischen Aspekten mehr Raum geben.

Warum die Verbindung von Wissenschaftlichkeit und Praxisorientierung?

Wenn Wissenschaftskompetenz, wie z.B. der Umgang mit wissenschaftlichen Methoden und Tools, im Studium systematisch praxisbezogen vermittelt und an Praxisbeispielen geübt wird, verfügen die Master-Absolventen über wichtige berufsrelevante Fähigkeiten. Diese Praxisorientierung ist eine Besonderheit der Fachhochschulen und für die Absolventen besonders wertvoll.

Wie sieht der Arbeitsmarkt den Master?

In vielen Bereichen brauchen Arbeitgeber vermehrt hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die sich durch fundiertes Fachwissen, analytische Fähigkeiten, Führungskompetenz und eine ausgeprägte Handlungsorientierung auszeichnen. Aktuelle Untersuchungen bestätigen dies. Im Idealfall ist der konsekutive Master eine klare Antwort auf einen Bedarf im Arbeitsmarkt.

Ist der Master im Ausland anerkannt?

Alle Bachelor- und Master-Abschlüsse sind international anerkannt und ermöglichen eine internationale Berufstätigkeit.

Was ist ein konsekutiver Master?

Die neuen Master-Studiengänge nennen sich konsekutiv (d.h. «folgend»), weil sie an den Bachelor anschliessen und auf ihm aufbauen. Der konsekutive Master ist eine zweite Ausbildungsstufe nach dem Bachelor.

Wer kann einen konsekutiven Master machen?

Der Master richtet sich hauptsächlich an überdurchschnittlich befähigte und ambitionierte Bachelor Absolventinnen und Absolventen, die eine weiterführende akademische Qualifikation anstreben. Zusätzlich sollten sie auch ausgeprägtes wissenschaftliches Interesse mitbringen.

Bewerberinnen und Bewerber müssen in der Regel folgende Grundvoraussetzungen erfüllen: Überdurchschnittlicher Bachelor- bzw. gleichwertiger Abschluss und aussergewöhnliche Motivation und Leistungsbereitschaft

Was ist der Unterschied zwischen einem konsekutiven Master und einem Master of Advanced Studies (MAS)?

Der neue konsekutive Master ist eine zweite Ausbildungsstufe und darf nicht verwechselt werden mit einem MAS (Master of Advanced Studies) oder MBA (Master of Business Administration).

Beim konsekutiven Master sind Studienaufwand und wissenschaftlicher Anspruch höher als beim MAS. Der MAS gehört zur Weiterbildung, ein konsekutiver Master zur Ausbildung. MAS werden in der Regel immer berufsbegleitend und erst nach einigen Jahren Berufserfahrung gemacht. Ein konsekutives Master-Studium kann direkt nach Abschluss des Bachelor-Studiums in Voll- oder Teilzeit absolviert werden.

Kann ich auch mit einem FH-Diplom des alten Systems zum Master-Programm zugelassen werden?

Ein sogenanntes altrechtliches Fachhochschul-Diplom wird dafür genauso anerkannt wie ein Bachelor-Abschluss, sofern die entsprechenden Aufnahmebedingungen (z.B. Notendurchschnitt von mind. 5,0) erfüllt sind.

Die Rektorenkonferenz der Fachhochschulen der Schweiz (KFH) hat eine Empfehlung für die Anrechnung der Berufspraxis oder einer qualifizierender Weiterbildung an das Master-Studium herausgegeben:
Den Absolvierenden mit bisherigem FH-Diplom (Vorgänger des Bachelor-Abschlusses) kann eine mindestens 2-jährige Berufserfahrung mit max. 30 Credits und ein Nachdiplomstudium im entsprechenden Fachgebiet mit zusätzlich max. 15 Credits angerechnet werden.

Kann ich auch ohne Bachelor in ein Master-Programm aufgenommen werden?

Für Interessierte aus den spezifischen Branchen ist das theoretisch möglich, jedoch schwierig und an spezielle Bedingungen geknüpft. Das heisst, es müssen eindeutige Kompetenzen und Qualifikationen nachgewiesen werden, die einem Bachelor-Abschluss entsprechen. In manchen Fällen besteht auch die Möglichkeit, Qualifikationen während des Master-Programms nachzuholen. Es liegt im Ermessen der Hochschule, diesen sog. «Sur-Dossier Entscheid» zu fällen.

Was ist besser: Vollzeit- oder berufsbegleitender Master?

Berufsbegleitende Master haben den Vorteil, dass das Studium fortlaufend durch Erfahrungen aus der Praxis bereichert wird und neues Wissen aus dem Studium sofort auf den Berufsalltag übertragen werden kann (Theorie-Praxis-Transfer). Ausserdem wird durch die berufliche Tätigkeit die Finanzierung des Studiums erleichtert. Vollzeitmaster haben den Vorteil, dass sich die Studierenden nur auf das Studium konzentrieren können und dass sie weniger belastet sind. Es ist letztlich eine Frage des Typs und der Lebenssituation, ob ein Vollzeit- oder ein Teilzeitstudium in Frage kommt.

Kann ich zwischen Bachelor und Master auch arbeiten?

Es ist durchaus möglich, eine kurze Berufstätigkeit zwischen Bachelor- und Master-Studium einzuschieben. Es ist jedoch empfehlenswert, den zeitlichen Abstand zwischen Bachelor und Master nicht zu gross werden zu lassen.

Welche Master werden an den Schweizerischen Fachhochschulen angeboten?

Im Dezember 2007 hat das EVD (Eidg. Volkswirtschaftsdepartement) 64 FH-Master-Studiengänge bewilligt. Darunter auch die neuen Master-Studiengänge der ZHAW (Business Administration; Banking and Finance; Soziale Arbeit; Angewandte Psychologie; Engineering). Der Masterstudiengang in Life Sciences wurde am 11. März 2008 bewilligt.

Aktuelle Infos zu den FH-Master sind unter www.bbt.admin.ch aufgeführt.

Was gibt es neben Bachelor und konsekutivem Master sonst noch für Studiengänge an den Fachhochschulen?

Master of Business Administration (MBA), Executive MBA, Master of Advanced Studies (MAS), Diploma of Advanced Studies (DAS) und Certificate of Advanced Studies (CAS). Sie alle gehören zur Weiterbildung.

Das aktuelle Angebot des Departements Life Sciences und Facility Management ist unter www.zhaw.ch/lsfm/weiterbildung/ zu finden.