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Studium und Weiterbildung in Geograph of Food

Die Lehrtätigkeit der Forschungsgruppe Geography of Food deckt verschiedene Gebiete im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit und Ernährungssystemen ab. Neben Modulen zum Thema Welternährung und Ökologie gehören auch ökonomische Zusammenhänge zu den vermittelten Inhalten.

Studium - Bachelor

Die Forschungsgruppe Geography of Food leitet folgende Module im Bachelorstudiengang:

Modul Welternährungssysteme

Wie ernähren wir die Welt in Zukunft? In diesem Modul diskutieren wir heutige und zukünftige Probleme der Welternährung und Ressourcenverfügbarkeit. Das Modul zeigt Fragestellungen und Lösungsansätze in den drei Ebenen Umwelt, Handel und Konsum auf. Die globale Verbindung unserer Ernährung mit Umwelt, Wirtschaft und Politik werden im Kontaktunterricht erarbeitet. In einem Praxisauftrag erarbeiten sie konkrete Methoden der Wirkungsevaluation.

Vertiefungsmodul Umweltsysteme und Nachhaltige Entwicklung 1

Im Zentrum des Moduls steht die Wahrnehmung und der kreative Umgang mit Wandel in Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Es gilt, diese Herausforderungen als Chancen zu erkennen und zu nutzen. Grundlage ist eine handlungsorientierte Nachhaltigkeitswissenschaft: Ausgewählte Aspekte der Ökonomie (Theorie der gesellschaftlichen Entwicklung, Innovationstheorie), der Organisationsentwicklung («reinventing organizations») und der Sozialpsychologie (Modell des menschlichen Verhaltens) werden vermittelt. Workshops zu konkreten Innovationsideen dienen der Anwendung des erworbenen Wissens. Interventionen und Kreativsitzungen von und mit eingeladenen Change Makers aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft vertiefen das Wissen und ermöglichen erste Erlebnisse und Einblicke in die praktische Arbeit einer/eines Change Maker.

Modul Umweltökonomie- und politik

Ökologische Belastungen nehmen weiterhin zu, Ressourcenknappheiten und -konflikte verschärfen sich (z. B. Boden, Wasser, Energie, seltene Erden), die globale Entwicklung verschiebt wirtschaftliche und politische Machtverhältnisse. In diesem Modul lernen sie wirtschaftliche Wirkungsmechanismen, Systemzusammenhänge und Treiber dieser Entwicklung kennen. Es werden verschiedene Vorstellungen diskutiert, wie die Wirtschaft ökologisch verträglich gestaltet werden kann. Das Modul vermittelt Konzepte der ökologischen Ökonomie (z. B. Wohlstand ohne Wachstum, Green Economy), der Umwelt- und Ressourcenökonomie (z. B. Umweltsteuern, -zertifikate) und des Umweltrechts. Sie lernen Strategien und Instrumente einer integralen Umweltpolitik kennen und vertiefen sie anhand konkreter Beispiele (z. B. ökologische Steuerreform).

Minormodul Ökobilanzierung und Labelmanagement

In diesem Modul werden die Vorkenntnisse aus den vorangehenden Minor-Modulen genutzt, um die Kommunikation von Nachhaltigkeitsaspekten zu verstehen, zu hinterfragen und zu üben. Mit der praktischen Durchführung von Ökobilanzierungen oder Labelbewertungen wird die Bedeutung von Nachhaltigkeit greifbar. In Diskussionen mit Experten aus der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik werden die Möglichkeiten und Grenzen der Messbarkeit, Überprüfbarkeit und Kommunikation von Nachhaltigkeit verständlich.

Modul Beratung

In einer zunehmend komplexen Welt steigt die Nachfrage nach professioneller Begleitung und Beratung. Sei es eine fachliche Beratung, zum Beispiel in den Bereichen Energie oder Naturmanagement, oder eine prozessorientierte Begleitung, zum Beispiel in der Konfliktmediation. Im Modul Beratung lernen sie ausgewählte Beratungsmethoden und -instrumente kennen und üben sie im Unterricht. Zentralen Stellenwert hat die konkrete fachliche Beratung einer Organisation (Unternehmen, Verein u. a.), von der Akquisition des Beratungsauftrages bis zum Beratungsangebot.

Nach dem Besuch des Moduls verfügen sie über Grundlagenwissen und erste Beratungserfahrungen.

Modul Designing Sustainable Food Systems

Unser derzeitiges Ernährungssystem ist nicht in der Lage, die Weltbevölkerung nachhaltig zu ernähren. Die Bekämpfung von Umweltverschmutzung und Bodendegradation sowie die Sicherstellung einer effizienten Verteilung von Nahrungsmitteln, die Vermeidung von Nahrungsmittelverschwendung und faire Handelsbeziehungen gehören zu den dringendsten Herausforderungen für die Menschheit. Wie können in diesem Zusammenhang Lebensmittelwertschöpfungsketten gestaltet werden, damit sie zur Lösung dieser Probleme beitragen?
Dieses Modul besteht aus zwei Teilen. Der erste ist ein eLearning-Kurs, der Einblicke in die Nachhaltigkeit des globalen Ernährungssystems, die Rolle der Lebensmittelwertschöpfungsketten und die Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO gibt. Im zweiten Teil analysieren sie eine bestehende Lebensmittelwertschöpfungskette, lokalisieren Nachhaltigkeits-Hotspots und skizzieren mögliche Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen.

Bachelorarbeiten

Im Themenbereich der Forschungsgruppe Geography of Food wurden folgende Bachelorarbeiten abgeschlossen:

  • Jasmin Siegrist (2017): Naturparkwirte: Verstärkte Zusammenarbeit Landwirtschaft und Gastronomie im regionalen Naturpark Schaffhausen.
  • Manuel Pérez (2016): Globale Standortsuche und Potenzialanalyse für die Pinienkernenproduktion
  • Mark Knecht (2016): Machbarkeitsstudie für Hass Avocado in Guatemala
  • Sonja Züst (2016): Umweltfreundliches Bio-Obst: Wie gut sind Bio-Bananen und Orangen?
  • Ennio Mariani (2015): Auswirkungen und Risiken der Produktion mineralischer Dünger: eine kartographische Auseinandersetzung
  • Heidi Budmiger (2015): Tierische Nahrungsmittelproduktion - eine kartographische Betrachtung aus Schweizer Sicht
  • Beatrice Gentsch (2015): Ertragssteigerung der urbanen Kleinlandwirtschaft mithilfe von Wicking Beds und Fischzuchtabwasser in Dar es Salaam, Tansania
  • Norman Boccali (2015): Beurteilung der Nachhaltigkeitspotenziale von Cleantech in der Landwirtschaft
  • Dominique Meister (2015): Beitrag der Schrebergärten an der Stadternährung Zürichs
  • Marc Rüedi (2015): Vergleich von nachhaltigen urbanen Ernährungskonzepten und Ableitung von Best-Practice-Faktoren
  • Gut Beatrice (2014): Erfolgsfaktoren von Farmshops für Regionalmarken und deren Anwendung für die Organisation eines natürli-Farmshops
  • Urs-Christian Handschin (2014): Anleitung zur Gründung und Management einer Regionalen Vertragslandwirtschaft
  • Marcel Rechsteiner (2014): Chuchichästli

Studium - Master

Die Forschungsgruppe Geography of Food leitet folgende Module im UNR Masterstudiengang:

Modul Agrofoodsystems und Chains

Im Fokus dieses Schwerpunkts stehen Fragestellungen hoher gesellschaftlicher Relevanz: Wie muss die landwirt- schaftliche Produktion und die Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion in Zukunft gestaltet werden, um die Ernährung der Bevölkerung zu sichern, ohne ihre eigenen Produktionsgrundlagen zu zerstören? Erforderlich sind Methoden und Verfahren, welche die Wende hin zu einer produktiven, gleichzeitig nachhaltigeren und ressourcenschonenderen Landwirtschaft ermöglichen. Nebst entsprechenden Lösungsansätzen untersucht und erforscht der Schwerpunkt Agrofoodsystems die damit verbundenen sozio-ökonomischen Bedingungen und Entwicklungen.

Modul Summer School Geography of Food

Während der zweiwöchigen Summer School «Geography of Food» befassen sie sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Food-Value-Chain: Von der Produktion bis zum Konsum von Nahrungsmitteln. 30 Studierende aus der ganzen Welt dürfen am intensiven Programm teilnehmen. Die Summer School findet abwechselnd in der Schweiz, in Indien und in Slowenien statt. Das Erwerben von fachlichem Know-How ist genauso wichtig wie der interkulturelle Dialog.

Modul Environmental economics

Seit der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio 1992 fanden viele weitere Konferenzen statt. Massnahmen wurden und werden ergriffen. Dem Ziel sind wir nicht nähergekommen. Im Gegenteil: Existenzielle ökologische Belastungen nehmen weiterhin zu, Ressourcenknappheiten und –konflikte verschärfen sich. Hinzu kommen tiefgreifende globale Verschiebungen wirtschaftlich und politisch. Mit den herkömmlichen Massnahmen und Strategien sind diese Herausforderungen nicht zu bewältigen. Ausgangsthesen des Moduls sind: Der zentrale Treiber der gesellschaftlichen Entwicklung ist die Wirtschaft. Strategien und Initiativen mit Nachhaltigkeits-Impact müssen hier ansetzen. Die Wirtschaft selbst muss grundlegend reformiert und weiterentwickelt werden. Dazu muss man etwas von Wirtschaft verstehen! Auf der Basis des ökonomischen Grundlagenwissens werden die zentralen wirtschaftlichen Wirkungsmechanismen, Systemzusammenhänge und Treiber der gegenwärtigen nicht zukunftsfähigen Entwicklung analysiert und die wichtigsten Ansatzpunkte für Nachhaltiges Wirtschaften diskutiert. Dabei wird auf ausgewählte Konzepte der Ökologischen Ökonomie, der Umwelt- und Ressourcenökonomie und der Entwicklungsökonomie zurückgegriffen.

Masterarbeiten

Im Themenbereich der Forschungsgruppe Geography of Food wurden folgende Masterarbeiten abgeschlossen:

  • Schwab Sereina (2017). Nischenproduktion und Diversifizierung – Chance für die Schweizer Landwirtschaft?
  • König Alex (2015). Environmental Hotspots and the Potential of Clean Technologies in the South African Fruit Supply Chain
  • Stauffacher Sabine (2014). Enhanced Sustainability in the Coffee Value Chain: Opportunities and Challenges for Linking Smallholder South Indian Robusta Farmers to Small-Roasters in Switzerland

Anleitung zum Erstellen von wissenschaftlichen Arbeiten

Weiterbildung

Das Programm Excellence in Food vermittelt interdisziplinäres Know-how als Antwort auf die komplexen Fragestellungen der Lebensmittelbranche. Er schafft Verständnis für Zusammenhänge und Abhängigkeiten der Akteure innerhalb der Branche und thematisiert die Schnittstellen mit angrenzenden Wirtschaftsbereichen.

CAS-Abschlüsse (Certificate of Advanced Studies) in Excellence in Food:

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