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TOP-Landwirtschaft – tiergerecht und ökologisch

Im Auftrag von Greenpeace haben wir berechnet, wie eine tiergerecht und ökologisch produzierende Landwirtschaft in der Schweiz aussehen könnte. Zentrales Ergebnis: Werbebilder würden Wirklichkeit.

Die Schweiz verfügt über wenig fruchtbares Landwirtschaftsland. Umso intensiver wird der Boden für die Produktion von Nahrungsmitteln, besonders von Milch und Fleisch, genutzt. Gefördert von der Schweizer Agrarpolitik: Die Landwirtschaft tut, was die Politik von ihr erwartet und maximiert die Kalorienproduktion. Zu den unerwünschten Folgen für Mensch, Tier und Umwelt zählen Rückstände von Pflanzenschutzmitteln überall, Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien, Nitrate im Trinkwasser, überdüngte Seen, schwindende Biodiversität, Treibhausgasemissionen und immer mehr Masthallen in der Landschaft.

Es könnte auch anders sein: Im Auftrag von Greenpeace haben wir berechnet, wie eine tiergerecht und oekologisch produzierende Landwirtschaft – eine TOP-Landwirtschaft eben –aussehen könnte. Heute geschönte Bilder der Nahrungsmittelproduktion in der Schweiz würden Wirklichkeit: So hätten tatsächlich alle Tiere ausreichend Auslauf auf eine Weide. Die Landwirtschaft könnte pro Kopf und Jahr immer noch 280 kg Milch und 14 kg Fleisch und eine grosse Vielfalt von pflanzlichen Nahrungsmitteln produzieren. Insgesamt entspräche dies 1'240 Kilokalorien pro Kopf und Tag. Die Schweiz bliebe wie seit Gründung des Bundesstaates auf Importe angewiesen. Total wegfallen würden jedoch die umfangreichen Futtermittelimporte zur Ernährung der viel zu grossen Tierbestände. Die globale Vision ist, die Nahrungsmittel dort zu produzieren, wo die Ressourcen vorhanden sind. Die Umstellung auf TOP bedeutet einen respektvolleren Umgang mit den Tieren, die wir essen. Die Tiere würden vom effizient zu nutzenden Produktionsfaktor zu Lebewesen mit einem individuellen Anspruch auf ein würdiges Leben.

Priska Baur, Co-Autorin der Studie im Auftrag von Greenpeace

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Download Greenpeace-Broschüre (PDF 7,8 MB)