UrbanFarmers Interview im Doppelpunkt

Wir Schweizerinnen und Schweizer essen gerne und viel Fisch. Doch von 100 verspeisten Fischen kommen nur gerade fünf aus der Schweiz. Der Radiobeitrag porträtiert vier neue, innovative Fischzuchtprojekte.

Pilotprojekt UF

Auf dem Dach eines Rangierlokdepots in Basel läuft seit einem halben Jahr das Pilotprojekt von UrbanFarmers und der Fachstelle Aquaponics am IUNR/ZHAW. In der Dachfarm wachsen Fische und Pflanzen.

Bakterien wandeln das Ammonium, das die Fische ausscheiden, in Nitrat um. Dieser Dünger nährt die Pflanzen, die auf einem Steinwolleblock ins Fischwasser eingepflanzt sind. Die Pflanzen reinigen das Fischwasser, das nachher wieder in die Fischbecken gepumpt wird.

Auf diese Weise lässt sich Wasser sparen und die Nährstoffe aus dem Fischwasser lassen sich verwerten. Die Betreiber der Dachfarm bringen wöchentlich frischen Fisch per E-Bike zu ihren Kunden.

Nachhaltigkeit ist bei vielen innovativen Fischzuchtprojekten in der Schweiz ein wichtiges Thema. Die meisten wollen den Energiebedarf für die Zucht aus Abwärme und Sonnenenergie decken. Ausserdem schmeckt frischer Fisch, der schnell beim Kunden ist, besser als weit gereister.

Eine weitere wichtige Neuerung in der Schweiz sind geschlossene Anlagen. Weitere Beispiele dafür sind die geplante Shrimps-Zucht, die Zanderproduktion bei Fisch vom Buur oder die Nutzung von Gotthard-Bergwasser bei Erstfeld durch Basis57.

zum Beitrag Radio SRF1, 6. August 2013