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Bauweise KREIS-Haus

Mehr Biodiversität im Vorgarten

Der Kreislaufgedanke beginnt bereits beim Aushub. Der nährstoffreiche Boden wird nicht deponiert, sondern für den Dachgarten verwendet und in der Umgebung des Hauses integriert. Unterschiedliche Erdstrukturen und Pflanzen fördern die Biodiversität in der neu entstanden Landschaft. Das KREIS-Haus wird auf ein sogenanntes Schraubfundament gebaut. Dieses betonlose Fundament beeinträchtigt den Boden erheblich weniger als ein herkömmlicher Unterbau. Das Haus kann damit einfach rückgebaut werden, ohne dass langfristige Schäden entstehen. Der Untergrund des Gebäudes wird zusätzlich mit Recyclingkies bedeckt.

Ökologische Baumaterialien

Das KREIS-Haus besteht aus einer Wohneinheit aus Vollholz mit reduzierter Wohnfläche und einem angebauten Wintergarten. Alle eingesetzten Baumaterialien sind kreislauffähig, ökologisch und frei von toxischen Stoffen. Nebst Naturmaterialien wie Lehm und Holz werden auch langlebige, recycelte und wiederverwendete Materialien wie ein Fussboden aus recycelten Glasscherben oder wiederverwendete Fenster eingesetzt. Als Küche wird eine langlebige Stahlküche eingebaut und auch die Möblierung folgt dem ökologischen Grundgedanken des Hauses.

Solarenergie und Second Life-Batterien

Die im Wintergarten integrierten semi-transparenten Solarmodule (Südseite) und rahmenlose Indach-Solaranlage mit Dachfenstern (Nordseite) liefern die Energie für das KREIS-Haus. Die Anlage produziert die gesamte benötigte Energie des Gebäudes. In Second Life-Batterien, welche zuvor in Postfahrzeugen eingesetzt wurden, wird überschüssige Solarenergie gespeichert. Auch die Lüftung, Heizung und Warmwasseraufbereitung funktionieren im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Die warme Gewächshausluft wird über einen Wärmetauscher und die Lüftung dem Wohnraum zugeführt. Das Warmwasser wiederum wird mit einer Wärmepumpe, welche die warme Abluft vom Wohnraum nutzt, erwärmt.

Kreislauffähige sanitäre Anlagen

Die eingebaute Trockentrenntoilette funktioniert mit einem Förderband. Dies spart Wasser und ermöglicht die Rückgewinnung von Nährstoffen aus den Fäkalien. Diese werden mit einem speziellen Verfahren aufbereitet und im Dachgarten als Dünger eingesetzt. Leicht verschmutztes Abwasser aus Küche und Bad wird im Gebäude gereinigt und für die Bewässerung genutzt. Besonders interessant für Menschen ohne den berühmten grünen Daumen: Im Dachgarten kultiviert ein Pflanzroboter Gemüse. Und an der Fassade im Wintergarten werden Kräuter in einer Bambus-Hydroponic direkt im Wasser gezogen.