Ökobilanz von Schweizer Wein aus ÖLN- und biologischer Produktion

Wein aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten ist der umweltfreundlichste Schweizer Wein. Dies zeigt eine aktuelle Studie von der ZHAW und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL, in welcher Schweizer Wein aus Produktion nach ökologischem Leistungsnachweis (ÖLN) und nach Bio-Richtlinien untersucht wurde.

Gesamtumweltbelastung Bio- und ÖLN-Wein
Gesamtumweltbelastung nach der Methode der ökologischen Knappheit [UBP] der biologischen und ÖLN-Bewirtschaftung einer Hektare Rebberg während einem Jahr, D-CH = Deutschschweiz, PIWI = pilzwiderstandsfähige Rebsorten, EU = Europäer-Rebsorten

Zu den hohen Umweltbelastungen im Weinbau tragen Emissionen bei, die durch die Produktion von Kupfer und anderen Pflanzenschutzmitteln, deren Ausbringung im Rebberg und durch die Verbrennung von Treibstoffen in Rebfahrzeugen entstehen. Bei der Bewirtschaftung von pilzwiderstandsfähigen, so genannten PIWI-Rebsorten, kann im Vergleich zu Europäer-Rebsorten aufgrund der höheren Resistenz gegenüber Pilzkrankheiten der Einsatz von Fungiziden und der Treibstoffverbrauch für deren Ausbringung im Rebberg reduziert werden. Dies schlägt sich in deutlich geringerer Umweltbelastung im Anbau von PIWI-Rebsorten (PIWI) gegenüber Europäer-Rebsorten (EU) nieder.

Schweizer Wein ist besonders umweltfreundlich, wenn in der Traubenproduktion mit geringen Pflanzenschutzmitteleinträgen hohe Erträge erzielt werden, der Wein in leichte Flaschen abgefüllt wird und die Distribution auf Konsumentenseite ohne Transporte mit Privatautos erfolgt. Detaillierte Informationen zur Studie sind im Schlussbericht verfügbar.