After Work Lecture: Die OptiBIRTH-Studie

7. November 2017

Steigerung der vaginalen Geburt nach einem Kaiserschnitt

Die Kaiserschnittraten unterscheiden sich nicht nur zwischen den Kontinenten, sondern auch innerhalb Europas. In den skandinavischen Ländern gibt es deutlich weniger Kaiserschnitte als in Zentral- oder Südeuropa. Dies bedeutet, dass in Zentraleuropa ein Grossteil aller Zweitgebärenden mittlerweile eine Narbe hat, die aus einem Kaiserschnitt bei der ersten Geburt resultiert. Eine vaginale Geburt nach einem Kaiserschnitt birgt, verglichen mit einem erneuten Kaiserschnitt, weniger Risiken für die Mutter. Zudem bringt es Vorteile für das Kind mit sich, von denen dieses ein Leben lang profitieren kann.

Ziel der OptiBIRTH-Studie war es, von den Ländern mit niedrigen Kaiserschnittraten zu lernen. Frauen und Kliniken wurde eine frauenzentrierte Intervention angeboten, damit vaginale Geburten nach einem Kaiserschnitt gesteigert werden können. Die international registrierte, clusterrandomisierte Studie wurde in 15 Zentren in Irland, Italien und Deutschland zwischen 2012 und 2017 durchgeführt. Nebst der Ergebnispräsentation werden Einblicke in die Entwicklung einer komplexen Intervention gewährt.


Prof. Dr. phil. habil. Mechthild Gross
Hebamme Dr. Mechthild Gross ist ausserplanmässige Professorin für Hebammenwissenschaft an der Medizinischen Hochschule Hannover und Dozentin für besondere Aufgaben am Institut für Hebammen an der ZHAW in Winterthur (im Nebenamt). Sie leitete den deutschen Arm der OptiBIRTH-Studie. Seit 2009 steht sie dem Europäischen Masterstudiengang Hebammenwissenschaft vor.

Hörsaal TN E0.58

Datum

Von: 7. November 2017, 17:30 Uhr
Bis: 7. November 2017, 18:30 Uhr

Ort

ZHAW, Gebäude TN, Technikumstrasse 71, 8400 Winterthur
Technikumstrasse 71
Winterthur

ZHAW, Gebäude TN, Technikumstrasse 71, 8400 Winterthur

Organisator

ZHAW Institut für Hebammen
Technikumstrasse 71
Winterthur

ihb.gesundheit@zhaw.ch

ZHAW Institut für Hebammen