Daniel Perrin wird Vizepräsident der AILA

Am Weltkongress der Angewandten Linguistik in Brisbane hat die International Association of Applied Linguistics (AILA) Prof. Dr. Daniel Perrin zum Vizepräsidenten gewählt.

Portraitfoto Daniel Perrin
Daniel Perrin

Nach sechs Jahren als AILA-Generalsekretär wurde Perrin nun zum Vizepräsidenten für 2014-2017 gewählt, was die automatische Ernennung zum Präsidenten für die Jahre 2017-2020 bedeutet. Darauf angesprochen meint Perrin: „Angewandte Linguistik ist eine Leitwissenschaft in einer Welt, die vor allem symbolische Güter hervorbringt, das verpflichtet.“ Als Spitzenbotschafter der Angewandten Linguistik will er das Fach international umfassender positionieren: „Überall auf der Welt wollen Menschen und Organisationen besser kommunizieren. Und überall auf der Welt wird erforscht, wie dies gelingt. Je lebendiger sich die Forschenden weltweit austauschen, untereinander und auch mit der Praxis, desto mehr lernen wir über Kommunikation. Das fasziniert mich an der Leitung des Weltverbands Angewandter Linguistik.“

Angewandte Linguistik befasst sich mit Kommunikation in sprachgeprägten Anwendungsfeldern. Dazu gehört das Sprach- und Sprachenlernen, dazu gehört aber auch der Sprachgebrauch in Organisationen, Institutionen und Domänen wie Medizin, Rechtswesen oder Massenmedien. „Nicht jede wissenschaftliche Disziplin ist weltweit so solide verankert wie die Linguistik, und nur wenige Disziplinen zeigen so global institutionalisierte angewandte Fachrichtungen wie die Angewandte Linguistik. Er möchte diese Ausgangslage nutzen, um öffentlich fassbar machen, wie die Teildisziplinen der Linguistik zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beitragen können.

Die AILA fördert die Angewandte Linguistik als eine Wissenschaftsdisziplin mit einer "explicit orientation towards practical, everyday problems related to language and communication" (www.aila.info). Sie zählt weltweit an die 8000 Mitglieder.