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Sprachkompetenz und Wissensvermittlung

An der Professur Sprachkompetenz und Wissensvermittlung erforschen wir das Zusammenspiel von Sprachkenntnissen in unterschiedlichen Sprachen und Modalitäten sowie deren Verwendung in Sprachhandlungskontexten. Wir untersuchen zum Beispiel, wie wir uns schriftlich oder mündlich oder in einer Gebärdensprache (manuell und nicht-manuell) verständigen, wie wir die verschiedenen Kommunikationsmittel nach und nach erlernen und wie wir diese einsetzen. Dabei finden wir heraus, wie man das tut und was es braucht, um das eigene Wissen erfolgreich zu nutzen. Dies hilft bei der Weiterentwicklung von Lernangeboten im Bildungskontext und bringt auch die Forschung weiter, weil es zeigt, was wir noch nicht gut genug verstehen. In der Berufswelt und der ganzen Gesellschaft hilft dieses Wissen, um Kompetenzen besser beurteilen und Vermittlungsprozesse verbessern zu können. So haben wir bspw. den europäischen Referenzrahmen für Sprachen auf Gebärdensprachen erweitern können.

Im Fokus

Gebärdensprache lernen, lehren und den Sprachstand beurteilen

Seit 19 Jahren nutzen wir zur Beschreibung kommunikativer Aktivitäten und Sprach­kompetenzen in Fremdsprachen den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GeR). Das Lernen, Lehren und die Prüfungen zu den sechs Sprachkompetenz-Niveaus A1-A2-B1-B2-C1-C2 orientieren sich daran. Inzwischen ist der GeR überarbeitet, erheblich erweitert, gender- und modalitätsneutral reformuliert worden. Insbesondere werden darin neu auch Gebärdensprachen erfasst. Die Deskriptoren für dieses internationale Standardwerk entwickelte unsere Forschungsgruppe zusammen mit Schweizer Gehörlosen.

GeR-Webseiten für die Gebärdensprachen der Schweiz

Der aktuelle Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen (GeR 2020) enthält erstmals Deskriptoren zur Bestimmung von Gebärdensprachkompetenzen. Allerdings macht es die bisher vorliegende Printausgabe für Gehörlose unnötig schwierig, dieses konzentrierte Wissen für sich zu nutzen. Zusammen mit dem Schweizerischen Gehörlosenbund (SGB) entwickeln wir daher eine video-basierte Version des GeR. Die Videos sind zudem spezifisch für die drei in der Schweiz gebärdeten Sprachen – derzeit wird die Version auf Deutschschweizer Gebärdensprache vorbereitet.

Individualisierte Sprachförderung

Die Gemeinde Zell hat eine besondere Lern-Gelegenheit für Eltern mit Migrationshintergrund geschaffen, während deren Kinder die Schule besuchen. Dabei zeigte sich, dass die Kurs-Teilnehmenden eine sehr heterogene Gruppe bilden. An diesem Punkt setzten wir mit in unserem Projekt an. Ziel war es, über eine Binnendifferenzierung hinaus individualisierte Lern- und Lehr-Materialien zu entwickeln, deren Eignung zu evaluieren und sie nachhaltig einzusetzen. Die Grundidee dabei ist, dass solche Materialien von Lehrpersonen geteilt und anderen zugänglich gemacht werden, um so nach und nach eine breite Ressource zu entwickeln.

Forschungs- und Entwicklungsprojekte

Forschungsbasierte Lehre

Die Erkenntnisse der Forschung fliessen in Sprachkurse (DaF/DaZ), die Weiterbildung von DaF/DaZ-Lehrpersonen (CAS, DAS) und in die Ausbildung von Studierenden ein (insbesondere ZHAW-Studierende der Ingenieurwissenschaften).

Team