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Barrierefreie Kommunikation: wichtige Begriffe kurz und einfach erklärt

Was ist Barrierefreie Kommunikation?

In Kommunikationssituationen kann es unterschiedliche Barrieren geben, zum Beispiel:

Der Bereich Barrierefreie Kommunikation versucht, diese Barrieren abzubauen. Methoden dafür sind:

Audiodeskription

Bei der Audiodeskription werden visuelle Informationen für Blinde und Menschen mit Sehbehinderung zugänglich gemacht. Filme, Theaterstücke, Opernaufführungen, Bilder in Museen usw. werden mündlich beschrieben.

Klicken Sie hier, um sich einen Ausschnitt aus dem audiodeskribierten Film «Professor Love» anzusehen oder anzuhören.

Audioeinführung

Audioeinführungen für Filme sollen Menschen mit einer Sehbehinderung unterstützen, Filme besser zu verstehen. Eine Audioeinführung enthält Informationen zum Film, zum Beispiel eine Beschreibung der Filmfiguren oder eine Beschreibung der Filmhandlung. Eine Audioeinführung kann hilfreich sein, wenn im Film viel gesprochen wird und wenig Zeit für Beschreibungen bleibt. Audioeinführungen können entweder Audio-Dateien oder schriftliche Texte sein. Es gibt auch Audioeinführungen für Theatervorstellungen oder Opernaufführungen.

Klicken Sie hier, um sich die Audioeinführung zum Kurzfilm «Fussball hören dank Audiodeskription von Blind Power» anzuhören.

Schriftdolmetschen

Beim Schriftdolmetschen wird gesprochene Sprache in geschriebenen Text übertragen. Menschen mit Hörbehinderung können die geschriebenen Texte lesen und so das Gesagte mitverfolgen. Es gibt zwei oft verwendete Methoden: Das Respeaking und das traditionelle Schriftdolmetschen.

Respeaking

Beim Respeaking wird der gesprochene Text (zum Beispiel eine Live-Fernsehsendung) von einer Respeakerin oder von einem Respeaker mündlich nachgesprochen. Ein Computerprogramm wandelt den nachgesprochenen Text automatisch in einen schriftlichen Text um.

Klicken Sie hier, um einer Respeakerin bei der Arbeit über die Schulter zu blicken.

Traditionelles Schriftdolmetschen

Beim traditionellen Schriftdolmetschen wird der gesprochene Text (zum Beispiel ein Vortrag) über eine Tastatur mitgetippt. Menschen mit Hörbehinderung können den Text lesen und so das Gesagte mitverfolgen.

Leichte Sprache, Einfache Sprache und Bürgernahe Sprache

Schwierige Texte werden in vereinfachte Sprache übersetzt. Das Ziel der Übersetzung ist, dass der Text für alle verständlich und zugänglich ist. Leichte, Einfache und Bürgernahe Sprache können in einer Reihe angeordnet werden. Leichte Sprache ist am einfachsten, Bürgernahe Sprache am schwierigsten. Einfache Sprache liegt zwischen der Leichten und der Bürgernahen Sprache.

Informieren Sie sich über den Deutschen Bundestag in Leichter Sprache oder lesen Sie Nachrichten in Einfacher Sprache auf nachrichtenleicht.de.

Gebärdensprache und Gebärdensprachdolmetschen

Beim Gebärdensprachdolmetschen wird gesprochene Lautsprache in Gebärdensprache verdolmetscht. Die Gebärdensprache ist die Erstsprache von vielen Gehörlosen. Die Gebärdensprache ist gleich wie die gesprochene Sprache eine eigenständige Sprache. Der Unterschied ist: In der Lautsprache kommuniziert man mit Sprachlauten; in der Gebärdensprache kommuniziert man mit Gesten, den sogenannten Gebärden. Es gibt drei Schweizer Gebärdensprachen: die Deutschschweizer Gebärdensprache, die Langue des Signes Française und die Lingua Italiana dei Segni.

Klicken Sie hier, um zum Schweizer Gebärdensprache-Lexikon zu gelangen.

Community Interpreting

Beim Community Interpreting werden mündliche Gespräche, zum Beispiel in Behörden, im Gericht oder im Spital, in eine andere Sprache verdolmetscht, meistens für Migrantinnen und Migranten. Ein Beispiel: Im Spital können sich eine Ärztin und ein Patient nicht unterhalten, weil sie nicht die gleiche Sprache sprechen. Ein Community Interpreter verdolmetscht die Aussagen der Ärztin in die Sprache des Patienten und – umgekehrt – die Aussagen des Patienten in die Sprache der Ärztin.

Dolmetschen in Leichte Sprache

Beim Dolmetschen in Leichte Sprache werden gesprochene Texte in Leichte Sprache übertragen. Dolmetschen in Leichte Sprache unterstützt zum Beispiel Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung oder Migrantinnen und Migranten, die die Ortssprache nicht genügend beherrschen. Dolmetschen in Leichte Sprache wird bislang erst selten angeboten. Die Regeln für die Leichte Sprache gelten vor allem für schriftliche Texte. Es muss in der Forschung noch überprüft werden, ob diese Regeln auch beim Dolmetschen angewendet werden können.

Beschreibung des Projekts «Konzept und Umsetzung eines Schweizer Zentrums für Barrierefreie Kommunikation»

Das Projekt wird von der ZHAW und der Universität Genf bearbeitet (in den Jahren 2017-2020). Im Projekt wird ein Schweizer Zentrum für Barrierefreie Kommunikation aufgebaut. Das Zentrum soll eine Anlaufstelle für alle Menschen werden, die Informationen zur Barrierefreien Kommunikation benötigen. Das Zentrum befindet sich noch im Aufbau und wird in naher Zukunft die Forschungsergebnisse aus dem Projekt veröffentlichen.