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Hintergründe zum NTE

Kann jede Pflegefachperson mit einer altrechtlichen Ausbildung den Nachträglichen Fachhochschultitel erwerben?

Pflegefachpersonen, mit einer Weiterbildung Höhere Fachausbildung Pflege Stufe II, können direkt einen NTE beantragen. Alle anderen müssen den Nachweis erbringen, dass sie zusätzliche Weiterbildungslehrgänge abgeschlossen haben; während mindestens zwei Jahren in der Pflegepraxis tätig waren und über eine Weiterbildung auf Hochschulstufe im Fachbereich Gesundheit im Umfang von 10 ECTS Punkten verfügen.

Warum soll eine Pflegefachperson mit langjähriger Berufserfahrung diesen Aufwand der auch mit Kosten verbunden ist investieren?

Grundsätzlich erlaubt ein Fachhochschultitel jeder Pflegefachperson den Zugang zu Weiterbildungen und einem konsekutiven Masterstudium Pflege (MScN) auf Hochschulniveau.

Können mit einem NTE andere Aufgaben in der Praxis übernommen werden?

Der BScN befähigt für kompetente pflegerische Tätigkeiten am Patientenbett. Mit der Fähigkeit, wissenschaftliche Literatur lesen und verstehen zu können und Patienten umfassend pflegerisch einschätzen zu können – Klinisches Assessment -  steigt die Qualität der Fachbetreuung. Die Funktion, Anstellung und Entlöhnung ist Sache der Betriebe.

Gemäss SBFI muss ein Nachdiplomkurs auf Hochschulstufe im Umfang von 10 ECTS-Punkten nachgewiesen werden. Spielt es eine Rolle welchen Inhalt diese Weiterbildung hat? Hat das Institut für Pflege entsprechende Angebote?

Nach Vorgaben des SBFI stehen wissenschaftliche und methodische Kenntnisse im Vordergrund. Wir empfehlen das Modul „Reflektierte Praxis- Wissenschaft verstehen“ und aus pflegefachlicher Sicht das Modul „Klinisches Assessment und körperliche Untersuchung“, beides sind Themen, welche heutige Bachelor-Studierende während ihres Grundstudiums erlernen. Jedes dieser Module wird mit 5 ECTS-Punkten honoriert und entspricht den Vorgaben des SBFI.

Das Interview wurde mit Heidi Longerich, Leiterin Institut für Pflege (bis März 2018) geführt.