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Antrittsvorlesung von Prof. Dr. André Fringer und Prof. Dr. Maria Schubert

8. Juli 2019

Das Institut für Pflege lädt zu den Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. André Fringer und Prof. Dr. Maria Schubert, Co-Leitende des MSc in Pflege und der Forschungsstelle Pflegewissenschaft.

Familiennahe Versorgung: zwischen Sorge und Pflicht in der «Hingehörigkeit» (Prof. Dr. André Fringer)

Angehörige sind existenziell herausgefordert, wenn Alltag und Normalität durch Krankheit und Behinderung in der «Hingehörigkeit» verloren gehen und die Hoffnung auf Besserung sich nicht einstellt. Eingespannt zwischen der Sorge um die Bedürftigen sowie der notwendigen Erfüllung alltäglicher Pflichten, (er-)tragen betreuende und pflegende Angehörige häufig mehrfache Belastungen und gehen dabei weit über ihre persönlichen Leistungsgrenzen hinaus. Das Lavieren zwischen den eigenen Bedürfnissen, Möglichkeiten und den Ansprüchen anderer offenbart die Vulnerabilität der Individuen sowie des ganzen Familiensystems. Ein familiennaher Fokus in der professionellen Pflege ist notwendig, um das Wohlbefinden von Menschen mit Krankheit und/oder Behinderung und ihrer Angehöriger zu verbessern und zu sichern. Seit mehr als 10 Jahren lehrt, forscht und arbeitet André Fringer im Themenfeld Angehörigkeit und Pflege. Die Bedeutung dieses pflegewissenschaftlichen Auftrags nimmt seit Jahren zu. Vor diesem Hintergrund werden aktuelle Forschungsthemen sowie die zukünftige Strategie der Forschungsstelle Pflegewissenschaft im Rahmen der Professur «familienzentrierte Pflege» in der Antrittsvorlesung vorgestellt.

Prof. Dr. André Fringer (RN), ist Pflegefachmann, -wissenschaftler und Hochschuldozent im In- und Ausland. Seit Mai 2018 ist er Co-Leiter der Bereiche Master Pflege und Forschungsstelle Pflegewissenschaft am ZHAW-Departement Gesundheit. Zuvor war er stellvertretender Leiter des Instituts für angewandte Pflegewissenschaft IPW-FHS und Studienleiter des Master of Advanced Studies (MAS) in Palliative Care an der FHS St. Gallen. Er promovierte am Lehrstuhl für Familienorientierte und Gemeindenahe Pflege der Universität Witten/Herdecke (DE) zum Thema «Angehörigenpflege und Zivilgesellschaftlichkeit», wo er auch derzeit im Themenfeld Familie und Palliative Care Habilitand ist. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Themen familienzentrierte Pflege, Palliative Care, gemeindenahe Pflege sowie informelle Pflegesysteme.

Behandlungsqualität in der Akutversorgung: Zusammenspiel von Arbeitsumgebung, Ressourcen und Ergebnissen (Prof. Dr. Maria Schubert)

Neue Technologien, der demographische Wandel, stetig steigende Kosten im Gesundheitswesen und hiermit verbundene Kosteneinsparungsstrategien wirken sich auf die verfügbaren personellen Ressourcen und die Behandlungs- und Betreuungsqualität im Akutpflegebereich aus. Hieraus ergeben sich verschiedene Fragen für die Pflege: Welche Rolle spielt die professionelle Pflege, um eine gute Behandlungs- und Betreuungsqualität zu erzielen, und welche Personalausstattung ist erforderlich, um diese zu gewährleisten? Wie können die Pflegenden in Situationen von unzureichenden Ressourcen bei der Priorisierung der notwendigen Pflege unterstützt werden? Wie können sie ihre Expertise einsetzen? Wie können wissenschaftliche Erkenntnisse nachhaltig in die klinische Praxis eingebracht werden? Die nationalen und internationalen Studienergebnisse weisen darauf hin, dass eine gute Arbeitsumgebungsqualität, angemessene personelle und fachliche Ressourcen und ein tieferes Ausmass an implizit rationierter, nicht durchgeführter Pflege mit besseren Ergebnissen verbunden sind. Diesbezüglich zu nennende Effekte sind tiefere Komplikations- und Sterberaten bei den Patienten sowie eine tiefere emotionale Erschöpfung und höhere Arbeitszufriedenheit beim Pflegepersonal. Prof. Dr. Maria Schubert stellt an ihrer Antrittsvorlesung verschiedene Ergebnisse zu diesem Thema vor.

Prof. Dr. Maria Schubert verfügt über viel Erfahrung als diplomierte Pflegefachfrau, Pflegeexpertin (HöFa II, MNS APN) und Pflegewissenschaftlerin. Seit Mai 2018 ist sie am Institut für Pflege des ZHAW-Departments Gesundheit die Co-Leiterin der Forschungsstelle Pflegewissenschaft und des Studiengangs MSc Pflege. Davor war sie als Postdoktorandin an der Universität Basel und Universität Toronto, als Pflegewissenschaftlerin und Leiterin am UniversitätsSpital Zürich sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Inselspital Bern tätig. Sie promovierte 2008 an der Universität Basel in Nursing Science zum Thema Rationing of Nursing Care and Patient Safety, Quality of Hospital Care. Ihr Fokus in der Forschung, klinischen Praxis und der Lehre ist die Patientensicherheit und Betreuungsqualität. Sie ist in diesem Bereich an verschiedenen lokalen, nationalen und internationalen Projekten beteiligt.

Ort: TN EO.58

Zeit: 17.30 – 19.00 Uhr mit anschliessendem Apéro

Datum

Von: 8. Juli 2019, 17.30 Uhr
Bis: 8. Juli 2019, 19.00 Uhr

Ort

ZHAW, Gebäude TN, Departement Gesundheit
Technikumstrasse 71
8401 Winterthur

ZHAW, Gebäude TN, Departement Gesundheit

Veranstalter

ZHAW Institut für Pflege
Technikumstrasse 71
8401 Winterthur

ipf.gesundheit@zhaw.ch

ZHAW Institut für Pflege