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Rückblick Ehemaligentreffen 2017

Wie fassen wir Entschlüsse? Können wir lernen, gut zu entscheiden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, aber auch um Kolleginnen und Kollegen von früher wiederzusehen, kehrten 130 einstige Studentinnen und -Studenten für das zweite Ehemaligentreffen ans ZHAW-Departement Gesundheit zurück.

In einer Sache entschieden die Gäste, die sich am 16. Juni an der Eulachpassage einfanden, gleich: Statt mit einem Sprung ins Wasser kühlten sie sich im grossen Hörsaal ihrer einstigen Ausbildungsstätte von den sommerlichen Temperaturen ab. Hier tauchten sie ein in die Welt von Würmern, folgenreichen Pfiffen und skurrilen Gerätschaften zur einfacheren Alltagsbewältigung.

Die Sache mit dem «Würmli»

Wer bis zu jenem Abend dachte, dass unter unserer Schädeldecke «bloss» ein komplexes Denkorgan sitzt, wurde im Referat von Maja Storch eines Besseren belehrt. Eingenistet hat sich hier über die Jahre auch ein flinkes Würmli – für die Psychoanalytikerin und Autorin Sinnbild unseres emotionalen Erfahrungsgedächtnisses. Dieses fällt blitzschnelle Bauchentscheidungen, weiss was es mag und was nicht, noch bevor der Verstand überhaupt Anlauf nimmt. Um bei Fragen zu unserer Lebensgestaltung nicht nur kluge, sondern auch zufriedenstellende Entscheidungen zu treffen, brauchen wir dieses Würmli laut Stroch mit im Boot. Sie empfiehlt deshalb, spontane emotionale Reaktionen zu analysieren und mit den Argumenten des Verstandes abzugleichen. Über mehrere solche Rückmeldeschlaufen kann man so zu einer Lösung kommen, die für Bauch und Kopf stimmig ist. Denn ein Würmli am Gängelband ist unserem psychischen Wohlbefinden auf die Länge wenig zuträglich.

Man kann es nie allen recht machen

Dass nicht nur Lebensentscheidungen folgenreich sein können, sondern auch Entschlüsse, die innert Sekundenbruchteilen gefällt werden, führten Alain Bieri und Patrick Graf dem Publikum in zahlreichen kurzen Fussballsequenzen vor Augen. Als Schiedsrichter auf nationalem und internationalem Parkett fällen sie pro Spiel im Schnitt 540 Entscheidungen, mit denen selten alle einverstanden sind. Soweit, so lebensnah. Nach einem schwierigen Match flatterten allerdings auch schon Morddrohungen ins Haus. Die beiden sind sich bewusst, dass nebst den Spielregeln auch das Verhalten von Spielern, Trainern oder Zuschauern, die Medien und letztlich die eigenen Emotionen ihre Entschlüsse beeinflussen können. Oft sind diese eher intuitiven, erfahrungsmässigen Komponenten auch hilfreich, denn selbst geschulte Schiri-Augen können mit der Schnelligkeit des Spiels nicht immer Schritt halten.

Lockerer durch den Alltag

Erleichterung in einem von schwierigen Entscheidungen geprägten Alltag versprachen die Innovationen von Erfinder Stefan Heuss. Ob Kinderwagen mit Zentralverriegelung für gestresste Jungeltern oder Massageaufsatz zur Säbelsäge für rückenschmerzgeplagte Handwerker – der Kabarettist präsentierte für altbekannte Probleme originelle Lösungen und leitete damit den informellen Teil des Abends ein. Beim Apéro riche und Drinks von der Alumni-Bar hatten die Ehemaligen Gelegenheit, sich gegenseitig über die aktuelle Berufs- und Lebenssituation auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen oder mit einem Bild aus der Fotobox bereits eine Erinnerung fürs nächste Treffen zu schaffen.