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Pflegeforschung erhält Förderbeitrag für Demenz-Broschüre

Die Forschungsstelle Pflegewissenschaft übersetzt eine Broschüre aus dem Kanton Genf für Angehörige von Menschen mit Demenz. Das Projekt wird nun von der Winterthurer Stiftung St.Urban finanziell unterstützt.

Symbolische Übergabe des Förderbeitrags: Katharina Fierz, Leiterin des Instituts Pflege, Gerhard Abgottspon, Ratspräsident der Stiftung St.Urban, Reto Koller, Finanzverantwortlicher im Stiftungsrat, und Andrea Koppitz, Co-Projektleiterin und Professorin long-term care am Institut Pflege (von links).

Die Forschungsstelle Pflegewissenschaft am Departement Gesundheit hat von der Winterthurer Stiftung St.Urban einen Förderbeitrag in der Höhe von 10000 Franken erhalten. Mit dem Beitrag unterstützt die Stiftung, die in Winterthur Seen das gleichnamige Altersheim betreibt, das Projekt «Dementia Care Empfehlungen». Dabei handelt es sich um die Übersetzung einer Broschüre, die das Universitätsspital Genf für Angehörige von Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen, beispielsweise Demenz, entwickelt hat. In der Broschüre werden in kurzer und leicht verständlicher Form die Symptome von Demenz und deren Auswirkungen beschrieben. Auch werden Empfehlungen in der Betreuung von Menschen mit Demenz für Angehörige skizziert. Ausserdem wird die rechtliche Situation aufgezeigt. 

Mit dem Projekt will die Forschungsstelle die Broschüre aus dem Kanton Genf der Deutschschweizer Bevölkerung zugänglich machen. Dabei müssen kulturelle Unterschiede zwischen der deutsch- und französischsprachigen Schweiz berücksichtigt werden. Die deutschsprachige Übersetzung wird deshalb in einer Vernehmlassung Angehörigen und Fachpersonen vorgelegt. Diese prüfen die Broschüre auf ihre Verständlichkeit und Praktikabilität. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und dem Universitätsspital Genf realisiert.

«Die komplexen Zeichen und Symptome einer Demenz sind nicht immer einfach zu deuten», sagte Co-Projektleiterin Andrea Koppitz in einer Rede nach der symbolischen Übergabe des Förderbeitrags. Diese fand am vergangenen Samstag während der Eröffnungsfeier für die neue Demenzstation des Altersheims St. Urban statt. «Mit der Broschüre wollen wir den Angehörige aufzeigen, welche Symptome auftreten und wie sie sich äussern können», so Koppitz. Dieses Wissen brauche es für eine gute Betreuung und Behandlung, aber auch für die Zusammenarbeit zwischen Angehörigen und Pflegenden. «Mit der Broschüre setzen wir ein Zeichen: Angehörige und Gesundheitsfachpersonen arbeiten Hand in Hand.»