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Familystart Zürich

Da auch im Kanton Zürich zeitweise nicht mehr allen Familien mit einem Neugeborenen eine Nachbetreuung gewährleistet werden kann, schlossen sich frei praktizierende Hebammen in einem Projektteam zusammen, um ein neues nachgeburtliches Versorgungskonzept nach dem Modell von Familystart Basel zu entwickeln.

Dank FamilyStart Zürich werden über 3'000 Frauen pro Jahr an freipraktizierende Hebammen im Kanton vermittelt.

Schritt für Schritt zum zweiten FamilyStart-Versorgungsmodell

Das Projekt Familystart Zürich befindet sich im Aufbau. An dessen wissenschaftlicher Begleitung beteiligen sich wiederum das Institut für Hebammen, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut, das Institut für Pflegewissenschaft, Universität Basel, und die Berner Fachhochschule.

1. Schritt: Abklärung des Betreuungsbedarfs

Geplant ist eine Bedarfsabklärung des nachgeburtlichen Versorgungsangebotes bei Fachpersonen im Kanton Zürich. Eine fundierte Bedürfnisanalyse bei Eltern mit Neugeborenen fand bereits in der Region Basel statt. Dort wurde aus Sicht der Direktbetroffenen erfasst,welche Betreuungsleistungen sie für einen gesunden Lebensstart ihres Kindes benötigen. Die Ergebnisse der Analyse der Erhebung stehen dem Projekt Familystart Zürich zur Verfügung.

2. Schritt: Erarbeitung eines koordinierten Versorgungsmodells für Zürich

Das Versorgungsmodell definiert eine koordinierte, bedürfnisgerechte Nachbetreuung von Mutter und Neugeborenem nach dem Spitalaustritt. Dazu erarbeitet das Projektteam Familystart Zürich

  • eine bedarfsgerechte Organisation der ambulanten Nachbetreuung durch Hebammen und
  • engagiert sich gemeinsam mit anderen Berufsgruppen bei der Erarbeitung eines Modells für die interdisziplinäre Koordination der Betreuung.

3. Schritt: Realisierung des Pilotprojekts «Versorgungsmodell Familystart Zürich»

Das erarbeitete Modell für eine koordinierte Versorgung von Familien mit Neugeborenen wird anschliessend in einem Pilotprojekt in die Praxis umgesetzt. In der Einführungsphase wird das Versorgungsmodell wissenschaftlich evaluiert und aufgrund der Ergebnisse optimiert.

Am 1. Dezember 2014 ist die Vereinsgründung erfolgt. Die Pilotphase von Familystart Zürich startet am 1. Mai 2015 mit der Inbetriebnahme der Helpline zur Vermittlung von Hebammen an Wöchnerinnen.

Helpline Familystart Zürich: familystart-zh.ch

Das Projekt Familystart umfasst

  • Bedürfnisanalyse bei Müttern und Vätern von Säuglingen
  • Bedarfsanalysen mit Fachpersonen der spitalinternen und -externen postpartalen Versorgung
  • Aufbau von Hebammen-Netzwerken
  • Zusammenarbeit mit Geburtskliniken, Mütterberaterinnen und ambulanten Leistungserbringern
  • Entwicklung und Implementierung eines koordinierten postpartalen Versorgungsmodells
  • Sicherung der Finanzierung
  • Evaluation und Begleitforschung

Weitere Grundlageninformationen zum Projekt Familystart

Personelle und finanzielle Unterstützung

Folgende Organisationen haben die Durchführung der Bedarfsanalysen und die Projektentwicklung durch personelle und/oder finanzielle Unterstützung ermöglicht:

  • Institut für Hebammen, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW (Link)
  • VHZZ Verein Hebammenzentrale Zürich
  • WIG Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie (Link)
  • Schweizerischer Hebammenverband Sektion Zürich und Umgebung
  • Fachgruppe frei praktizierende Hebammen SHV Sektion Zürich und Umgebung (Link)
  • Fachgruppe Spitalhebammen SHV Sektion Zürich und Umgebung
  • Schweizerischer Hebammenverband (Link)
  • Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Basel (Link)
  • Berner Fachhochschule Gesundheit, Disziplin Geburtshilfe (Link)
  • Gesundheitsförderung Kanton Zürich, Institut für Sozial- und Präventivmedizin, Universität Zürich
  • Geburtshaus Delphys, Zürich (Link)
  • UNICEF Schweiz
  • FamilyStart beider Basel

Vorgeschichte

Bereits 2007 wurde die Arbeitsgruppe Fokus Berufspolitik des Schweizerischen Hebammenverbandes  (SHV) Sektion Zürich und Umgebung gegründet. Die Arbeitsgruppe veröffentlichte Anfang 2010 das Positionspapier „Wochenbett – Analyse und Prognose aus Sicht der Hebammen“ (PDF 744,5 KB). Darin wurde u.a. festgehalten, dass die Vernetzung mit den anderen Leistungserbringern im Wochenbett die Effizienz und Wirksamkeit der Leistungen erhöht. 
Obwohl viele Familien selber über das Internet oder dank der Arbeit der Hebammenzentrale Zürich eine freipraktizierende Hebamme fanden, kam es immer häufiger vor, dass trotz hohem Aufwand, keine Hebamme für die postpartale Betreuung organisiert werden konnte. Oft sind Migrantinnen und vulnerable Familien betroffen, die eine  qualitative hochwertige Nachbetreuung besonders dringend benötigen. 
Um diese Nachsorgeorganisation zu optimieren entstand aus der Arbeitsgruppe Fokus Berufspolitik ein Folgeprojekt. Ein Team von Hebammen aus dem Kanton Zürich lancierte das Projekt Familystart Zürich mit Unterstützung von Dr. Elisabeth Kurth, die bereits mit Erfolg das Projekt Familystart beider Basel leitet.

Projektentwicklung

Um die Hebammen der Sektion Zürich und Umgebung in die Projektentwicklung einzubeziehen und zu informieren, hat das Projektteam Familystart Zürich verschiedene Veranstaltungen durchgeführt und Newsletter verschickt.

Veranstaltungen

Newsletter

Organisation

Co-Projektleitung: 

  • Carolina Iglesias, frei praktizierende Hebamme, Fokus Berufspolitik der Sektion Zürich u. Umgebung des Schweizerischen Hebammenverbandes (SHV), SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Claudia Putscher, frei praktizierende Hebamme, Dozentin am Institut für Hebammen ZHAW, SHV- und Fachgruppen-Mitglied

Projektteam:

  • Corinne Graf, frei praktizierende Hebamme, Vorstandsmitglied Sektion Zürich u. Umgebung des SHV, SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Petra Graf Heule, frei praktizierende Hebamme, Vorstandsmitglied Verein Hebammenzentrale Zürich (VHZZ), SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Sandra Grieder, frei praktizierende Hebamme, Region Winterthur, SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Marion Läuppi, Verein Hebammenzentrale Zürich (VHZZ), SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Ursula Portmann, frei praktizierende Hebamme, Arbeitsgruppe neue Arbeitsmodelle der Regionalgruppe Zürich des SHV, Sektion Zürich u. Umgebung, SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Franziska Summermatter, leitende Hebamme Hebammenpraxis Zürich, frei praktizierende Hebammen des SHV, Sektion Zürich u. Umgebung, SHV- und Fachgruppen-Mitglied
  • Elena Reusser, Spitalhebamme, SHV-Mitglied
  • Ruth Riggenbach, Still- und Laktationsbberaterin, Hebamme FH, SHV-Mitglied

Projektberatung

  • Elisabeth Kurth, Lehrbeauftragte Institut für Hebammen ZHAW, assoziierte Mitarbeiterin am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut
  • Miriam Wetter, Politikwissenschaftlerin, mcw

Betriebswirtschaftliche Beratung

  • Holger Auerbach, WIG Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie
  • Michael Früh, WIG Winterthurer Institut für Gesundheitsökonomie

Regionaler Expertenrat

Mitglied im Expertenrat sind Vertreterinnen und Vertreter aus den Fachbereichen Geburtshilfe, Pädiatrie, öffentliche Gesundheit und Hebammenpraxis: 

  • Ursina Bavier, Leitung Pflegedienst Frauenklinik Triemli
  • Nancy Bellwald, Leitende Hebamme Spital Uster und Vorstandsmitglied Hebammenverband Sektion Zürich und Umgebung
  • Clara Bucher, Leiterin Pflegedienst, Medizinbereich Frau-Kind, USZ
  • Prof. Dr. Hans Ulrich Bucher, ehemaliger Chefarzt Neonatologie, USZ
  • Dr. med. Brida von Castelberg, ehem. Chefärztin Frauenklinik Triemli
  • Jacqueline Fehr, Nationalrätin, Winterthur
  • Blanca Landheer, Frei praktizierende Hebamme
  • Daniela Melone, Leiterin Content und Beratung Eltern-Produkte, Pro Juventute
  • Mia Meyer, Mutter und Psychologin
  • Prof. Dr. Peter C. Meyer, Direktor Departement Gesundheit, ZHAW
  • Dr. med. Elke Prentl, Chefärztin Klinik für Geburtshilfe, KSW Kantonsspital Winterthur
  • Dr. phil. Heidi Simoni, Leiterin Marie Meierhofer-Institut für das Kind
  • Lic. oec. Verena Zollikofer, Geschäftsleitung Mütterhilfe