Kopfbereich

Schnellnavigation

Hauptnavigation

Themendossier Energie

Die Schweiz plant den Ausstieg aus der Kernenergie. Dabei erfordern Herausforderungen wie die künftige Energieversorgung ein Zusammenspiel verschiedenster Disziplinen. Einen Überblick in die Energieforschung an der ZHAW.

Energieforschung: ZHAW soll führend werden

Um die Zusammenarbeit im Bereich Energieforschung an der ZHAW zu unterstützen, wurde im Januar 2015 die Forschungs­platt­form Energie ins Leben gerufen. Ziel der Aktion: Die ZHAW soll zu einer der führenden Schweizer Hochschulen in der Energie­forschung werden.

Die Energiewende ist nicht mit technischen Mitteln alleine zu bewältigen. Inter­disziplinäre Forschungsprojekte, die über den Tellerrand der eigenen Arbeit hinausschauen, sind gefragt. Und gerade dazu bietet die ZHAW enorm viel Potenzial. Aus diesem Grund rief die Hochschule 2014 zu Forschungseingaben im nicht-technischen Bereich auf – und die Reaktionen darauf lassen die enormen Möglichkeiten erst erahnen. Von einem linguistischen Textkorpus, der den Energiediskurs messen und unterstützen soll, bis zur Untersuchung von Entscheidungs­prozessen bei Energieprodukten wie Ökostrom finden sich zahlreiche Ansätze aus allen Departementen.

Im Januar 2015 wurde zudem die Forschungs­plattform Energie ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit im Bereich Energieforschung an der ZHAW zu unterstützen. Die Plattform soll Anschub­finanzierungen ermöglichen und mittels Events und Veranstaltungen für eine departements­übergreifende Vernetzung sorgen. Das Hauptziel ist klar: Die ZHAW soll zu einer der führenden Schweizer Hochschulen in der Energieforschung werden.

ZHAW forscht weiter für die Energiewende

Nach vier Jahren Energieforschung zieht die ZHAW eine positive Bilanz. Gemäss einer externen Evaluation hat sie sich unter den Fachhochschulen eine führende Position erarbeitet.

In Anlehnung an die energiepolitischen Diskussionen auf Bundesebene nach Fukushima hat die ZHAW 2013 das Thema «Energie» als Schwerpunkt definiert und in den Aufbau entsprechender Expertise investiert. Die ZHAW wird den Schwerpunkt Energieforschung im Sinne einer thematischen Bündelung von Kompetenzen weiterentwickeln.

Beitrag «ZHAW forscht weiter für die Energiewende»

Überblick über die Energieforschung an der ZHAW

Ausgewählte Beiträge zum Thema Energie

Projekt Politiken zur Förderung der Energieeffizienz

Das Ziel dieses Projektes ist es die Schweizer Energie(effizienz)politiken und Massnahmen in die MURE-Datenbank (Mesures d'Utilisation Rationnelle de l'Energie) aufzunehmen.

Die MURE-Datenbank enthält für jede Energie(effizienz)politik eine detaillierte Beschreibung sowie, falls vorhanden, Evaluationsresultate über die Wirkung der energie- und klimapolitischen Instrumente. Beispiele für Politiken und Massnamen in der Schweiz sind die CO2-Abgabe, das Prokilowatt Programm oder das Gebäudeprogramm. Die ODYSSEE-Datenbank beinhaltet Energieeffizienz und CO2-Indikatoren mit Daten zum Energieverbrauch, ihren Treibern und den damit verbundenen CO2-Emissionen. In der ODYSSEE Datenbank können die Daten mittels Marktdiffusion, Dekomposition, Benchmarking, Energieersparnis und Indikator-Scoreboard verglichen werden.

Weitere Informationen

Verbundprojekt "Die Zukunft der Schweizer Wasserkraft"

Einfluss der Wasserkraft auf die kantonalen Haushalte.

Der Muttsee als Oberbecken der Kraftwerke Linth-Limmern ist das höchste Speicherbecken Europas. (© Axpo)

Dieses Projekt ist Teil des NFP 70 Verbundprojektes "Die Zukunft der Schweizer Wasserkraft". Es wird die Einnahme- und Ausgabensituation der Schweizer Wasserkraftwerke von 2015/2016 analysiert und anhand von Strompreisszenarien bis 2035, die zukünftigen Entwicklungen abgeschätzt. Dabei werden auch verschiedene Reformvarianten für den Wasserzins simuliert, um deren Einfluss auf die Profitabilität zu verstehen. Unter der Berücksichtigung des Finanzausgleichs werden die Auswirkungen der oben aufgelisteten Simulationen und Szenarien auf die verschiedenen kantonalen Haushalte dargestellt.

Weitere Informationen

Kämpferin für saubere Energie

Seit rund 20 Jahren beschäftigt sich Regina Betz mit den Bereichen Energie und Klimawandel. Seit April ist sie Leiterin des neuen und wachsenden ZHAW-Center for Energy and Environment (CEE).

«Es gab Zeiten, da durfte man in Australien nicht von Klimawandel sprechen, sondern nur von Energieeffizienz»: Regina Betz, Dozentin für Energie und Umweltökonomik.

Bei internationalen Klimakonferenzen sass sie für die deutsche Delegation mit am Verhandlungstisch. An der Universität in Sydney hat sie über Energie- und Umweltmärkte geforscht sowie Studierende und Doktoranden aus aller Welt betreut. Vor fünf Jahren kam Regina Betz an die ZHAW-School of Management and Law, zunächst als Dozentin für Volkswirtschaftslehre. Seit rund 20 Jahren beschäftigt sich die gebürtige Deutsche, die in Genf aufgewachsen ist, mit den Bereichen Energie und Klimawandel. Beide Themen lassen sich ihres Erachtens nicht trennen: «Das Verbrennen fossiler Energien ist einer der Haupttreiber für den Klimawandel», sagt sie.

Zum Portrait

«Unsere Energieforschung ist gut aufgestellt»: Interview mit Benoît Revaz, Direktor des BFE

Benoît Revaz, Direktor Bundesamt für Energie, über die Energieforschung in der Schweiz, Digitalisierung und Energiewende sowie die Strommarktöffnung.

Die Strommarktöffnung ist Voraussetzung für eine sichere und dezentralere Energieversorgung in der Schweiz: Benoît Revaz, BFE-Direktor.

Benoît Ravez ist Direktor des Bundesamts für Energie. Er findet, die Schweiz sei im europäischen Vergleich in der Energieforschung gut aufgestellt. Das läge auch daran, dass viele Schweizer Forschende und Hochschulen an internationalen Programmen beteiligt seien. Dennoch sei die Strommarktöffnung eine Voraussetzung für eine sichere und dezentrale Energieversorgung in der Schweiz. Auch benötige es eine verstärkte Koordination in der Energieforschung sowie mehr Fördermittel.

Zum Interview mit Benoît Ravez

Senkrechte Solarpanels sollen Stromproduktion ausgleichen

Solaranlagen produzieren über Mittag am meisten Strom, wenn schon viel im Netz vorhanden ist. ZHAW-Forschende testen deshalb erstmals senkrechte Solarpanels.

Über die Mittagsstunden, wenn die Sonne am höchsten steht, produzieren herkömmliche Photovoltaikanlagen am meisten Strom. Dabei nimmt die Leistung morgens kontinuierlich zu, im Verlaufe des Nachmittags dann immer weiter ab. Mit einem Pionierprojekt will der Verein Solarspar in Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Engineering diese Leistungskurve umdrehen und eine Alternative schaffen, die ohne Zwischenspeicher auskommt. Damit soll einen Ausgleich in der Stromproduktion geschaffen werden.

Beitrag «Senkrechte Solarpanels»

Projekt H-DisNet: Heizen und Kühlen mittels Salzlösung

Gemeinsam mit sechs europäischen Partnern entwickelt die ZHAW School of Engineering eine neue Technologie für Energieversorgungsnetze. Das Projekt mit dem Namen H-DisNet ist Teil des EU-Forschungsprogramms Horizon 2020.

Infografik: die Idee von H-DisNet als multifunktionales Energieversorgungsnetz, vergrösserte Ansicht
Die Idee von H-DisNet: ein multifunktionales Energieversorgungsnetz

Rund die Hälfte des europaweiten Energieverbrauchs wird heute allein für Wärme und Kühlung eingesetzt. In Zukunft soll die Wärme- und Kälteversorgung effizienter werden. Einen innovativen Ansatz verfolgt dabei das EU-Forschungsprojekt H-DisNet (Intelligent Hybrid thermo-chemical District Network).
Die Idee: Im Gegensatz zu konventionellen thermischen Wärmeversorgungsnetzen wie Fernwärme- oder Niedertemperaturnetzen wird in thermochemischen Netzen nicht Wärmeenergie als solche transportiert. Stattdessen wird ein chemisches Potential – beispielsweise in Form von konzentrierten Salzlösungen – an den Ort des Wärmebedarfes befördert, um erst dort Nutzwärme beziehungsweise -kälte zu produzieren. Dem internationalen Forschungskonsortium gehört auch die ZHAW School of Engineering an, die zusammen mit zwei Partnern erste Demonstrationsanlagen in der Schweiz realisiert.

Beitrag zum «Projekt H-DisNet»

Damit das Stromnetz mit der Energiewende klarkommt

Mit einem Ausbau der Photovoltaik könnten Stromkonsumenten in Zukunft vermehrt selber zu Produzenten werden, sogenannten Prosumern. Die ZHAW School of Engineering hat untersucht, wie gut das bestehende Stromnetz dafür gerüstet ist.

Der Ausbau von erneuerbaren Energien stellt das Stromnetz vor Herausforderungen.

Die Schweiz will weg von Atomstrom. Bis 2050 sollen rund 20 Prozent des elektrischen Stroms durch Photovoltaik (PV) erzeugt werden. So gewünscht der Ausbau von erneuerbaren Energien auch ist, er stellt das Stromnetz vor grosse Herausforderungen. Denn wo bislang Strom in eine Richtung floss – zum Beispiel vom AKW zum Konsumenten – zeichnet sich nun Gegenverkehr ab.

Beitrag zur Untersuchung

Geordneter Atomausstieg schafft Arbeitsplätze

Eine neue ZHAW-Studie vergleicht die Beschäftigungseffekte der Atomausstiegsinitiative mit jenen der Energiestrategie 2050.

Hier könnten neue Jobs entstehen: Arbeiter bei der Installation von Solarzellen

Die neue Studie unter Leitung von Prof. Jürg Roher von der ZHAW Wädenswil im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigt, dass mit einem geordneten Atomausstieg tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Diese Arbeitsplätze entstehen durch den Ersatz der AKW mit erneuerbaren Energien. Ein vollständiger Ersatz der AKW bis 2029 – wie es die Initiative vorsieht – würde 5'000 bis 6'000 neue Stellen bringen, je nachdem ob die allgemeine Teuerung, der Preiszerfall bei den Komponenten oder etwa der Einsatz von Speicherbatterien mitberücksichtigt werden oder nicht.Der grösste Beschäftigungseffekt stammt vom Ausbau der Photovoltaik. Diese ist die erneuerbare Technologie, die am raschesten umgesetzt werden kann. Beim vollständigen Ersatz des Atomstroms werden gemäss Studie nur rund zwei Drittel des bestehenden Potentials an geeigneten Dachflächen in der Schweiz ausgenutzt.

Der ganze Artikel auf Energiestiftung.ch
Download (PDF) der Studie

Neue Energiedatenbank gewinnt Klimaschutzpreis 2016

Die ZHAW-Absolventen Sandro Mazzier und Mauro Schuler haben im Rahmen ihrer Bachelorarbeit eine «Energiedatenbank für die 2000-Watt-Gesellschaft»erarbeitet. Ihr Projekt wurde mit einem Klimaschutzpreis gewürdigt.

Sandro Mazzier (Mitte) und Mauro Schuler (2.v.r.) haben für ihre Bachelorarbeit den Klimaschutzpreis von myblueplanet und der Johann Jacob Rieter-Stiftung erhalten.

Mauro Schuler aus Rüschlikon und Sandro Mazzier aus Rüterschen haben im Sommer ihr ZHAW-Bachelorstudium in Energie- und Umwelttechnik erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit erarbeiteten sie für ein Quartier in Winterthur-Wülflingen eine Energiedatenbank. Dank dieser kann der Wärmebedarf der Gebäude sowie das Energiereduktionspotenzial abgeschätzt werden. Die Energiedatenbank kann ins städtische Geoinformationssystem eingebettet werden und die Stadt Winterthur so auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft massgeblich unterstützen. Mit ihrer Arbeit überzeugten Mauro Schuler und Sandro Mazzier nicht nur Vertreter der Stadt Winterthur, sondern auch die Jury des Klimaschutzpreises, der jährlich von myblueplanet und der Johann Jacob Rieter-Stiftung vergeben wird. Der Klimaschutzpreis zeichnet jeweils die beste Bachelorarbeit von ZHAW-Studenten im Bereich Klimaschutz aus. Das Preisgeld von CHF 2‘500.- unterstützt die jungen Akademikerinnen und Akademiker, ihr Forschungsprojekt erfolgreich fortzuführen.


Mehr Information zur Bachelorarbeit

IEFE forscht an kostengünstigster Lösung für Netzwerkausbau

Das ZHAW-Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) hat gemeinsam mit Partnern das BFE-Projekt «CEVSol» gestartet.

Die Spannung überschritt infolge hoher PV-Einspeisung die 110-Prozent-Limite und verletzte die EN50160-Norm.
Die Spannung überschritt infolge hoher PV-Einspeisung die 110-Prozent-Limite und verletzte die EN50160-Norm.

Beim Ausbau von Stromnetzen kann es durch das Einbinden von Photovoltaik zu Spannungsproblemen kommen. Nach solchen Problemen lassen sich die meisten Niederspannungsnetze in Klassen einteilen. «Das brachte uns auf die Idee, dass wir pro Klasse auch vergleichbare techno-ökonomisch optimale Lösungen für diese Schwierigkeiten finden könnten», erklärt Fabian Carigiet, wissenschaftlicher Assistent am Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE). Im Rahmen des Projekts «CEVSol» sucht Carigiet nach diesen Lösungen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Bundesamts für Energie (BFE) mit den  IEFE-Fachgruppen Photovoltaik sowie Elektrische Energietechnik und Smart-Grids.

Im Projekt «CEVSol» werden die kosteneffizientesten technischen Möglichkeiten für die Erweiterung von Niederspannungsnetzen analysiert, bei denen ein starker Zubau von Solarstromerzeugern stattfindet.
Artikel: Entspannen auf Knopfdruck
Mehr zum Projekt «CEVSol»

Energie fast aus dem Nichts «ernten»

Mittels Energy Harvesting kann moderne Mikroelektronik heute ganz ohne Batterien auskommen. Die ZHAW School of Engineering erforscht, wie sich solche Systeme kostengünstiger herstellen lassen.

Unter Energy Harvesting versteht man Verfahren, um aus der Umgebung Energie zu beziehen. Diese wird in elektrischen Strom umgewandelt und ermöglicht so den energieautarken Betrieb von Mikroelektronik. Gängige Anwendungen nutzen vor allem Licht, Temperaturdifferenzen oder Kinetik als Energiequellen. Die Einsatzgebiete sind vielfältig: Beispielsweise können mit dieser Technologie Sensoren auch an unzugänglichen Stellen Umgebungsdaten messen und an einen Empfänger senden. Da keine Batterien nötig sind, verringert sich der Wartungsaufwand. Gleichzeitig erhöht sich die Betriebssicherheit. Eine innovative Lösung setzt nun auf LEDs.

Beitrag «Energy Harvesting»

Verhaltenspsychologie: Ein Stups zu mehr Ökostrom

Der Wille wäre vorhanden, doch bei der Umsetzung hapert es. Wie man Menschen zu umweltfreundlicherem Handeln bringt, untersucht das Departement Angewandte Psychologie.

Steckdose auf grüner Wiese

Weg vom Strom aus Kernkraftwerken, hin zu erneuerbaren Energien – mehr als drei Viertel der Bevölkerung haben sich letztes Jahr in einer Erhebung der Universität St. Gallen zu dieser Absicht bekannt. Einige Städte haben zudem per Volksabstimmung beschlossen, sich auf den Weg zur kernkraftfreien 2000-Watt-Gesellschaft zu machen. Doch wenn es um die konkrete Umsetzung geht, sprechen die Zahlen eine andere Sprache: Nur etwas mehr als 20 Prozent aller Haushalte bestellen ein Stromprodukt aus ausschliesslich erneuerbaren Energien. Mit diesem Widerspruch befasst sich das Departement Angewandte Psychologie. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Energie, den sich die ZHAW gesetzt hat, erforscht ein Team um Ester Reijnen (Leitung) und Swen Kühne, wie man Menschen für umweltfreundlicheres Verhalten gewinnen kann.

Beitrag «ein Stups zu mehr Ökostrom»

Standortwahl und raumplanerische Standortkriterien im Zeitalter der Energiewende

Der geplante Ausbau erneuerbarer Energien im Rahmen der Energiewende steht im Konflikt zwischen Wirtschaftlichkeit, planungsrechtlichen Anforderungen und Akzeptanz. Ein Working Paper beleuchtet die geltende Rechtslage.

Für eine erfolgreiche Energiewende ist ein massiver Ausbau erneuerbarer Energien vorgesehen. Das bedeutet, dass Anlagen wie Windparks, Wasserkraftwerke oder Solaranlagen gebaut werden müssen. Solche Anlagen stehen allerdings häufig im Konflikt mit den rechtlichen Grundlagen des Gewässer-, Natur- und Heimatschutzes. Soll die erneuerbare Energie tatsächlich derart gefördert werden, gilt es, die verschiedenen, sich teilweise entgegenstehenden Interessen zu berücksichtigen und die Zielkonflikte transparent und unter gleichberechtigter Abwägung aller Interessen zu lösen. Drei Forschende des Zentrums für öffentliches Wirtschaftsrecht legen die geltende Rechtslage dar, welche erheblichen Einfluss auf die Standortwahl der Energieunternehmen hat, und zeigen die kommenden Veränderungen der Gesetzeslage auf.

Working Paper «Standortwahl und raumplanerische Standortkriterien im Zeitalter der Energiewende«

Forschungsschwerpunkte der Energy Policy Analysis Group

Vogelfreundlichere Windenergie dank Bird Radar

Millionen von Zugvögeln durchqueren jedes Jahr die Schweiz. Für einige endet die Reise allerdings in den Rotoren von Windkraftanlagen. Ein Radarsystem soll die Zugvögel besser schützen.

Für einige der Millionen von Zugvögeln, die jedes Jahr die Schweiz durchqueren, endet die Reise in den Rotoren von Windkraftanlagen.

Windkraftanlagen befinden sich in derselben Höhe, in der jährlich mehrere Hundert Millionen Zugvögel die Schweiz durchfliegen. Das birgt eine hohe Kollisionsgefahr. Die Swiss Birdradar Solution AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass die grüne Windenergie künftig so produziert werden kann, dass möglichst wenige Vögel zu Schaden kommen. In Zusammenarbeit mit der ZHAW School of Engineering  und weiteren Partnern aus Technik und Wissenschaft hat sie zu diesem Zweck ein neues System entwickelt. (Quelle: School of Engineering, Newsletter Dezember 2014)

Projekt «Vogelfreundlichere Windenergie»

Ökologie ohne Mahnfinger

Smarte Lösungen für Umweltprobleme – das ist es, was Bettina Furrer, Leiterin des Instituts für Nachhaltige Entwicklung, und ihr Team antreibt.

Bettina Furrer lebt und arbeitet an ein und demselben Ort, so wie das viele Umweltschützer fordern.

Die gebürtige Winterthurerin leitet seit 2012 das Institut für Nachhaltige Entwicklung. Ökologisches Denken hat für Bettina Furrer nichts mit Missionieren zu tun. Sie predigt auch keine Verzichtsbotschaften: «Mag sein, dass die Nachhaltigkeitsbewegung gezähmt wurde, das Thema ist dafür viel integrierter in den Alltag.» (Quelle: ZHAW-Impact, Ausgabe 24, März 2014)

Portrait Bettina Furrer

Solarstrom im Überfluss

Durch die Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommen neue Herausforderungen auf das elektrische Netz zu. Die ZHAW School of Engineering arbeitet an entsprechenden Lösungen.

Mit Photovoltaik-Anlagen erneuerbare Energien produzieren

Die Energieversorgung befindet sich im Wandel. Die Stromerzeugung durch grosse Kernkraftwerke soll in absehbarer Zukunft Geschichte sein. Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind lässt sich aber nicht gleichmässig produzieren und korreliert auch nicht mit dem Verbrauch. Das Institut für Energiesysteme und Fluid-Engineering (IEFE) der ZHAW School of Engineering führt verschiedene Projekte im Bereich Speicherung von erneuerbaren Energien durch.

Beitrag «Solarstrom im Überfluss»

Welche Rolle spielen wir bei der Energiewende?

Wissen ist der Rohstoff, der geradezu verschwenderisch eingesetzt werden muss, wenn die Energiewende glücken soll.

Solarenergie beim Technikum

Die ZHAW plant im Themenbereich Energie rund eine Verdreifachung des Volumens in anwendungsorientierter Forschung und Entwicklung sowie der Lehre. Schon heute ist die ZHAW hier sehr aktiv – nicht nur, wenn es um technische Fragen geht. (Quelle: ZHAW-Impact, Ausgabe 16, März 2012)

Beitrag «Wissen als Rohstoff für die Energiewende»

Negawatt statt Megawatt

Ein wichtiges Element der Energiestrategie 2050 ist die Energieeffizienz. Sparpotenziale werden von Schweizer Unternehmen teilweise noch zu wenig ausgeschöpft. Die ZHAW beleuchtet in einem interdisziplinären Projekt wie Unternehmen Sparpotenziale nutzen können.

Im ZHAW-Projekt «Negawatt statt Megawatt» werden optimierte Vorgehensweisen entwickelt, um KMU mit einem jährlichen Stromverbrauch zwischen 10 und 500 MWh zum Energiesparen zu motivieren. Der Begriff «Negawatt» bezeichnet die eingesparte Energie, die zu virtuellen Negawatt-Kraftwerken kombiniert wird. So wird anschaulich aufgezeigt, wie viel Energie dank dieser Einsparungen weniger produziert werden muss. (Quelle: ZHAW-Competence, Ausgabe 5, November 2014)

Beitrag «Negawatt statt Megawatt»

Intelligente Stromzähler in der Schweiz

Im Vergleich zu vielen europäischen Staaten, in denen die Einführung intelligenter Stromzähler (Smart Meters) rasch vorankommt, hinkt die Schweiz diesbezüglich hinterher.

Intelligente Stromzähler sind noch nicht in der Schweiz angekommen. Weshalb viele Energieversorger eher zurückhaltend sind, beleuchtet eine Studie der ZHAW School of Management and Law. Gemäss den 125 in der Studie befragten Energieversorger wird Smart Metering zwar stark an Bedeutung gewinnen. Trotzdem gehen nur wenige Energieversorger davon aus, dass in der Schweiz eine Marktdurchdringung von 80 Prozent und mehr mit intelligenten Zählersystemen bis ins Jahr 2020 erreicht wird - in der EU ist dies bereits seit einiger Zeit beschlossen.

Medienmitteilung «Intelligente Stromzähler noch nicht in der Schweiz angekommen»

Faltbares Solardach richtet sich nach Wetterlage

Zwei Elektrotechnik-Absolventen der ZHAW School of Engineering haben ein Solarfaltdach entwickelt. Das Dach mit dem Namen «Urban Plant» kann zum Schutz vor schlechtem Wetter seine Solarpanels in eine Sicherheitsbox einfahren.

Solarfaltdach Urban Plant
Urban Plant Solarfaltdach

Zusammen mit der ZHAW hat die Firma Light Energy Systems AG das Solarfaltdach Urban Plant entwickelt. Der Clou: Bei schlechter Witterung werden die Solarpanels automatisch zum Schutz in eine Sicherheitsbox eingefahren. Diese intelligente Steuerung ist das Ergebnis einer ausgezeichneten Bachelorarbeit zweier Elektrotechnik-Absolventen der ZHAW School of Engineering.

Beitrag «Faltbares Solardach richtet sich nach Wetterlage»

Video zum Solar-Faltdachsystem Horizon