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SWEET EDGE – Untersuchungen zur dezentralen Einspeisung von erneuerbaren Energien

Beschreibung

Untersuchungen zur dezentralen Einspeisung von erneuerbaren Energien. Das Bundesamt für Energie hat vor kurzem eine Ausschreibung für neue Forschungs-Programme zur Integration der erneuerbaren Energien in ein nachhaltiges und widerstandsfähiges Schweizer Energie-system lanciert (SWEET-Ausschreibung). Das EDGE-Konsortium bringt ein breites Spektrum an interdisziplinärem Fachwissen aus den Bereichen Technologieentwicklung und -analyse, Energiesystemmodellierung, Politikwissenschaft, Wirtschaft und Nachhaltigkeitswissenschaften zusammen (siehe Liste der Partner unten).   In den Jahren 2021-2027 wird EDGE regionale Szenarien und Entwicklungsstrategien entwickeln, um bis 2050 einen möglichst vollständig erneuerbaren Energiesektor in der Schweiz zu erreichen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle von dezentralisierten, erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik, Wind und Biomasse aus lokaler Quelle in Verbindung mit bestehender Wasserkraft und neuen Speichermöglichkeiten. EDGE wird insbesondere den sozio-technischen Rahmenbedingungen Rechnung tragen, die in den Schweizer Städten, im Mittelland und in den Alpen sehr unterschiedlich sind. So zeichnen sich die Städte beispielsweise durch eine höhere Dichte an Energieverbrauchern, einen höheren Anteil an anthropogener Biomasse und Potenzial für gebäudeintegrierte PV-Systeme sowie einen besser ausgebauten öffentlichen Verkehr aus. Das Mittelland ist reich an landwirtschaftlicher Biomasse und PV-Ressourcen, aber weniger dicht besiedelt und es gibt relativ viele landwirtschaftliche Fahrzeuge, welche auf erneuerbare Energien umgestellt werden müssen. Die Alpen bieten hocheffiziente PV, ein noch wenig verstandenes Windkraftpotenzial und ausreichend, aber oft schwierig zu erntende Holzvorkommen. Die Gebirgsregionen könnten die bereits heute vorhandene Lieferung von Strom aus Wasserkraft in die Städte und das Mittelland durch neue erneuerbare Energie steigern. Projektpartner (neben der Forschungsgruppe Erneuerbare Energien der ZHAW): Université de Genève, Renewable Energy Systems Prof. Evelina Trutnevyte École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Laboratory of Cryospheric Sciences ; WSL Institue for Snow and Avelanche Research (SLF) Prof. Michael Lehning École Polytechnique Fédérale de Lausanne, Human-Environment Relations in Urban Systems Prof. Claudia Binder Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Power System Laboratory Prof. Gabriela Hug Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Risk and Reliability Engineering Prof. Giovanni Sansavini Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, Energy Politics Prof. Tobias Schmidt University of Bern, Chair of Comparative Politics Prof. Isabelle Stadelmann-Steffen University of St. Gallen, Chair for Management of Renewable Energies Prof. Rolf Wüstenhagen Prof. Merla Kubli Hochschule Luzern, Institute of Mechanical Engineering and Energy Technology Prof. Jörg Worlitschek Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Renewable Energy Prof. Jürg Rohrer Berner Fachhochschule, Laboratory for Photovoltaic Systems Dr. Christof Bucher Paul Scherrer Institute, Bioenergy and Catalysis Laboratory Prof. Oliver Kröcher Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft, Sustainable Forestry Dr. Vanessa Burg Spin-off SUNWELL Dr. Annelen Kahl Basler & Hofmann AG Peter Toggweiler Das Konsortium wird analysieren, wie dezentrale erneuerbare Energien optimal installiert, betrieben und dann zusammen mit Speicherung, Wasserkraft und europäischer Vernetzung in das Gesamtsystem inte-griert werden können. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf Elektrizität liegen, jedoch unter Berücksichti-gung der Wechselwirkungen mit Elektromobilität, Wärmeerzeugung und synthetischen Kraftstoffen. Die technologischen Fortschritte werden zusammen mit wirksamen Möglichkeiten zur Förderung von Investitionen, zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, zur Gestaltung von Märkten (einschliesslich dezentraler Märkte), zu neuen politischen Instrumenten und Vorschriften sowie zur Berücksichtigung der gesellschaftlichen Akzeptanz dieser neuen Instrumente und Vorschriften untersucht. Die EDGE-Forschungsaktivitäten werden durch drei Pilot- und Demonstrationsprojekte in der Stadt, im Mittelland und in den Alpen ergänzt (die Standortauswahl und die Planung sind im Gange).