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Vorgehen «Negawatt statt Megawatt»

Im Projekt 1 werden Erfahrungen aus der Energieberatung, Expertenwissen aus Psychologie und Marketing und Literatur (internationale Recherche) einbezogen, um eine Hypothese zu bilden. In die Hypothese fliessen auch Vortests mit wenigen Teilnehmern ein.

Projekt 1

Internationale Literaturstudie

In einem ersten Schritt haben wir die internationale Literatur im Hinblick auf Treiber und Hemmnisse für das Durchführen von Energieeffizienzmassnahmen in KMU ausgewertet. 

Literaturstudie, veröffentlicht Dezember 2013 (PDF 1,2 MB)

Analyse von heutigen Energieeffizienzprojekten

In einem weiteren Schritt haben wir aktuelle und bereits abgeschlossene Energieeffizienz­programme in der Schweiz analysiert in Bezug auf Vorgehen, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse. Dazu haben wir insbesondere auch Interviews bei KMU durchgeführt, die am jeweiligen Programm teilgenommen oder aus bestimmten Gründen nicht teilgenommen haben. Es wurden auch Energieeffizienprogramme aus wettbewerblichen Ausschreibungen berücksichtigt.

Umfrageergebnisse: Anbieter von Energieeffizienz-Programmen, veröffentlicht September 2014 (PDF 633,4 KB)

Umfrageergebnisse: Teilnehmer an Energieeffizienz-Programmen, veröffentlicht März 2015 (PDF 3,1 MB)

Erkenntnisse aus den Bereichen Marketing und menschliche Entscheidungen

Ein interdisziplinäres Expertenteam hat ein optimiertes Vorgehen zur Steigerung der Energieeffizienz bei KMU vorschlagen. Hierbei haben die Experteninnen und Experten die Erkenntnisse aus ihrem jeweiligen Fachgebiet eingebracht. Es wurde also ein theoretisch optimales Vorgehen bei Stromeffizienzprogrammen für KMU formuliert (Hypothese).

Diskussion mit Branchenvertretern

Die vom Projektteam gewonnenen Erkenntnisse und die aufgestellten Hypothesen wurden mit Vertretern aus der Energiebranche (EnAW, act, VSE, Swissmem, Oebu, SAFE, Energie360°, Energiezukunft Schweiz, ewz, EKZ, WWF, schlaepfer:associates, usw.) diskutiert.

Projekt 2

Pilotversuch

Das interdisziplinäre Projektteam hat im Projekt «Negawatt statt Megawatt 1» verschiedene, auf psychologischen Konzepten basierende Argumentationsketten zur Motivation von KMU für Energiefragen entwickelt. In einem Pilotversuch sollen rund 2'000 KMU mit jeweils einer bestimmten Schlüssel-Argumentation kontaktiert werden. Diesen KMU wird ein für die Firma kostenloser Besuch eines Energiecoachs (Türöffner für Energieberatung) angeboten.

Die im Projekt speziell ausgebildeten Energiecoaches sollen insgesamt 150 bis 200 KMU besuchen und damit das Bedürfnis nach Energie-Effizienz-Massnahmen auslösen. Die Energiecoaches werden nur Stromeffizienzmassnahmen im Büro (Bürogeräte, Beleuchtung, evtl. Klimaanlagen) initialisieren und die Firmen bei Bedarf an bestehende Beratungs- und Umsetzungsprogramme weiterleiten (Türöffner-Funktion der Energiecoaches). In der Auswertung des Projekts werden die angewandten Argumentationsketten miteinander verglichen und bewertet.

Die avisierte Zielgruppe stellen die am schwierigsten für Energieeffizienz-Massnahmen zu motivierenden Firmen dar. Man kann davon ausgehen, dass sich das Know-How zur Motivation danach grundsätzlich auf alle KMU übertragen lässt.

Projekt 3

Feldtest

Es ist ein Nachfolgeprojekt «Negawatt statt Megawatt III» vorgesehen. In diesem sollen die Ansätze aus den Projekten 1 und 2 in einem grossen Feldtest geprüft und optimiert werden. In der Auswertung des Feldtests werden auch der Energieverbrauch der KMU sowie deren Einsparpotenzial ermittelt. Danach werden Empfehlungen ausgearbeitet und die Akteure informiert. Unser Ziel ist ein optimiertes Energieeffizienzprogramm, das im In- und Ausland verbreitet werden kann.