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Cognitive and Physical Ergonomics of Translation (ErgoTrans)

In dem interdisziplinären Forschungsprojekt Cognitive and Physical Ergonomics of Translation (ErgoTrans) wird untersucht, wie die Arbeit von Übersetzerinnen und Übersetzern an ihrem Arbeitsplatz erleichtert werden kann.

Zentrale Forschungsfragen

Professionelle ÜbersetzerInnen verbringen den grössten Teil des Arbeitstages am Computer und treffen Entscheide. Wird der Informationsfluss oder die Konzentration behindert, können sowohl die Effizienz des Arbeitsprozesses als auch die Qualität des Übersetzungsprodukts darunter leiden.

Aus den Blickwinkeln der Translatologie und der Ergotherapie versucht dieses Forschungsprojekt u.a. die folgenden Forschungsfragen zu beantworten:

  • Was sind Hinweise auf Störungen im Übersetzungsprozess am Arbeitsplatz?
  • Welche kognitiv- und physisch-ergonomischen Faktoren sind bei diesen Störungen betroffen?
  • Wie gehen professionelle ÜbersetzerInnen mit Störungen um, und welche Praktiken scheinen erfolgreich?
  • Welche Störungen sind schwierig zu kompensieren, welche überhaupt nicht und welche haben sogar positive Auswirkungen auf die Übersetzungsleistung?
  • Welche Gesundheitsbeschwerden könnten einen Zusammenhang mit der Ergonomie am Übersetzerarbeitsplatz haben?

 

 

Projektinformationen

Das vom SNF finanzierte interdisziplinäre Forschungsprojekt Cognitive and Physical Ergonomics of Translation ist ein Folgeprojekt von Capturing Translation Processes. Das rekursive Design kombiniert verschiedene Blickwinkel:

  • Translatologie
  • Arbeitsmedizin
  • Usability
  • Sprachtechnologie.

Aufbauend auf das Korpus von Capturing Translation Processes verwendet Cognitive and Physical Ergonomics of Translation wiederum einen multi-methodischen Ansatz, um gezielt ergonomische Aspekte im Translationsprozess genauer zu untersuchen. Die Daten werden an den Arbeitsplätzen von drei Gruppen mit jeweils unterschiedlichen Arbeitsprofilen sowie im Usability-Labor erhoben. Die Resultate der Untersuchung sollen Auswirkungen auf folgende Bereiche haben:

  • theoretische Modelle der erweiterten Kognition
  • theoretische Modelle der situierten Aktivität
  • berufliche Praxis
  • Aus- und Weiterbildung von FachübersetzerInnen
  • Weiterentwicklung von Benutzungsschnittstellen.

 

 

Methoden

Der multi-methodische Ansatz des Forschungsprojekts Cognitive and Physical Ergonomics of Translation beinhaltet:

  • ethnografische Beobachtung des Arbeitsplatzes
  • ergonomische Einschätzung
  • Fragebögen
  • Interviews
  • Computer-Logging
  • Bildschirmaufnahmen
  • Videoaufnahmen
  • Eye-Tracking
  • Usability-Experimente
  • retrospektive Verbalisierungen.

Online-Umfrage

1'850 professionelle Übersetzerinnen und Übersetzer aus beinahe 50 Ländern nahmen an der Umfrage teil. Unser Bericht zu den Umfrageergebnissen unterstreicht die unterschiedlichen Bedingungen von ÜbersetzerInnen, die freiberuflich, in Privatunternehmen oder im öffentlichen Dienst arbeiten.

Publikationen und Forschungsarbeiten

Team

Projektleiterin

Co-ProjektleiterInnen

Teammitglieder

Vera Aebischer
BSc Ergotherapie

Isabel Damiano  (bis April 2015)
Institut für Übersetzen und Dolmetschen
Wissenschaftliche Assistentin

Annina Meyer (bis Februar 2015)
Institut für Übersetzen und Dolmetschen
Wissenschaftliche Assistentin

ErgoTrans in der Presse