Verkehrssysteme-Team gewinnt Preis an internationalem Ideenwettbewerb

Die Verkehrssysteme-Absolventen Christian Sturm und Manuel Walther sind am diesjährigen Ideenwettbewerb der Salzburger Verkehrstage mit einem Sonderpreis ausgezeichnet worden. Die beiden Preisträger hatten im Rahmen ihrer Bachelorarbeit eine Methode zur Unterstützung der ÖV-Planung entwickelt, welche sowohl verkehrs- wie auch siedlungsplanerische Faktoren berücksichtigt.

Dozent Albert Steiner (links) hat die Preisträger Christian Sturm (Mitte) und Manuel Walther (rechts) nach Salzburg begleitet.
Christian Sturm (links) und Manuel Walther nehmen den mit 500 Euro dotierten Sonderpreis der Salzburger Verkehrstage entgegen.

Anlässlich der Internationalen Salzburger Verkehrstage findet alljährlich ein internationaler Ideenwettbewerb für Studierende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz statt. Dieser bietet jungen Menschen ein Forum, um ihre innovativen Ideen und Visionen zur Mobilität der Zukunft einem breit gefächerten Fachpublikum zu präsentieren. In diesem Jahr wurden die beiden Verkehrssysteme-Absolventen Christian Sturm und Manuel Walther für ihre Projektidee mit dem Titel «Eine quantitative Bewertung von Mobility Hubs» mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Diese basiert auf ihrer Bachelorarbeit zum Thema «Transit Oriented Development: Ermittlung der Charakteristiken von Mobilitätshubs der Stadt Zürich».

Über 90 Haltestellen analysiert

In ihrer Arbeit haben die Absolventen ein Planungsinstrument für Verkehrsbetriebe entwickelt. Konkret haben sie aufgrund der verfügbaren Daten für die Stadt Zürich berechnet, welche Haltestellen im ÖV-Netz für die Zukunft voraussichtlich von besonderer Wichtigkeit sind und wo sich deshalb Investitionen anbieten. Dabei haben die jungen Verkehrsingenieure nicht nur die verkehrstechnische Seite berücksichtigt, sondern auch die Siedlungsstruktur und die Anbindung von Knotenpunkten an Wohn- und Arbeitsplätze untersucht. Ihre Methode haben Christian Sturm und Manuel Walther auf insgesamt 68 VBZ- und 23 SBB-Haltestellen angewandt. «Die Methode lässt sich natürlich auch auf andere ÖV-Netze und Gebiete anwenden, sofern die notwendigen Daten verfügbar sind», so Albert Steiner, der die Bachelorarbeit am Institut für Datenanalyse und Prozessdesign (IDP) betreut hat. «Verkehrsbetriebe finden so Antworten auf die Frage, wie sie ihr Angebot planen müssen, damit es den veränderten Anforderungen in der Zukunft gerecht wird.»

International konkurrenzfähig

Der junge Ingenieurstudiengang Verkehrssysteme bildet seit 2009 Fachkräfte für den Verkehrsmarkt aus. Angesichts der hohen Wachstumszahlen im europäischen Personen- und Güterverkehr besteht national wie international eine grosse Nachfrage nach Verkehrsexperten. Der Studiengang Verkehrssysteme zeichnet sich durch eine enge Verknüpfung mit der Verkehrswirtschaft aus und ist in zahlreiche innovative Forschungsprojekte eingebunden. «Bereits zum zweiten Mal wurden nun Verkehrssysteme-Absolventen an den Salzburger Verkehrstagen ausgezeichnet», so Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes. «Das unterstreicht, dass unsere Absolventinnen und Absolventen auch im internationalen Vergleich konkurrenzfähig sind.» Bereits vor drei Jahren hatten Verkehrssysteme-Absolventen mit der Idee einer Seilbahn im Westen von Zürich bei den Salzburger Verkehrstagen überzeugen können.