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Kinderuniversität tauft Asteroiden «Vitudurum»

Im Rahmen der Kinderuniversität Winterthur waren die Schülerinnen und Schüler aufgerufen, einem bislang anonymen Asteroiden einen Namen zu geben. Insgesamt sind 77 Vorschläge eingegangen – bei der Jury konnte sich schliesslich «Vitudurum» durchsetzen. Nun haben auch die Behörden in den USA grünes Licht gegeben.

Mehr als 700‘000 Asteroiden sind bis heute bekannt. Sie sind hauptsächlich zwischen den Planeten Mars und Jupiter unterwegs. Laufend werden weitere dieser Himmelskörper entdeckt. So auch von Markus Griesser, dem Leiter der Sternwarte Eschenberg. Im Rahmen seines Vortrags an der Kinderuniversität rief er die rund 300 anwesenden Kinder dazu auf, einen passenden Namen für den Asteroiden zu finden, den er am 21. März 2009 entdeckt hatte. Innert kürzester Zeit gingen 77 Vorschläge ein.

Strenge Vorgaben bei der Namensgebung

Eine Jury aus Mitgliedern der Naturwissenschaftlichen und der Astronomischen Gesellschaft Winterthur prüfte die Namen und wog deren Chancen ab, akzeptiert zu werden. «Die Benennung eines Himmelskörpers ist nicht einfach, denn es gibt strenge Regeln», erklärt Peter Lippuner, Präsident der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur und Initiant der Kinderuniversität. «So sind Namen von Firmen, Produkten, Politikern, Militärs oder Haustieren nicht erlaubt, ebenso keine aus Religionen sowie bereits vergebene Namen, oder auch solche, die ähnlich klingen.» Und schliesslich darf ein Asteroidenname gemäss Regelwerk maximal 16 Buchstaben enthalten. Die Primarschülerin Sina Lautenschlager aus der Gesamtschule Winterthur erfüllte mit ihrem Vorschlag alle Bedingungen. Sie schlug den Namen Vitudurum vor. Vitudurum war ein kleines römisches Kastell, das 294 n. Chr. im heutigen Gebiet von Oberwinterthur gebaut worden war.

Langes Warten auf grünes Licht

Der Vorschlag ging schliesslich an das internationale Komitee in Boston. «Über ein Jahr hat es gedauert, bis Mitte Januar schliesslich die erlösende Antwort kam», so Peter Lippuner. Der Name wurde akzeptiert und die Winterthurer Kinderuniversität hat somit ihren eigenen Asteroiden: Vitudurum. Auch Markus Griesser, der Präsident der Astronomischen Gesellschaft Winterthur ist erleichtert: «Ich freue mich riesig, dass die Kinderuniversität Winterthur für ihre grossartigen Bemühungen, Naturwissenschaften gerade auch jungen Menschen zu vermitteln, mit dieser Namensgebung belohnt und ausgezeichnet wird.»

Die Kinderuniversität Winterthur organisiert jährlich sechs Vorträge für Schülerinnen und Schüler der 4. bis 6. Primarschulklassen. Die ZHAW School of Engineering ist Austragungsort und Unterstützerin der Kinderuniversität Winterthur.

www.kinderuniversitaet-winterthur.ch